Dienstränge im Mittelalter

Dieses Thema im Forum "Sonstiges im Mittelalter" wurde erstellt von schorsch2489, 18. März 2012.

  1. zaphodB.

    zaphodB. Premiummitglied

    Ein Beispiel:
    Der Abt vom Kloster Lorsch reiste mit 1200 bewaffneten Reitern zu einem Hoftag nach Mainz .

    In den Adel konnte man auch im Mittelalter aufsteigen.Ein Beispiel aus Freiburg hierzu:
    Schnewlin (Adelsgeschlecht) ? Wikipedia
     
  2. Wilfried

    Wilfried Aktives Mitglied

    geadelt werden und in den Adel aufsteigen/als den edlen gleichwertig angesehen sind 2 paar Schuhe.
    Ministeriale, also Unfreie waren irgendwann auf Grund ihrer Dienststellung wie Edelfrei angesehen. Auch einfache Freiherrn konnten ja Grafen werden. Die zählten dann zum Adel.
    Um so wie in der Neuzeit, wegen Verdienst xy erhebe ich yz in den Adelsstand, nö.

    Adelsbriefe gibts angeblich erst ab Mitte 14. Jhdt
     
  3. Apvar

    Apvar Premiummitglied

    Einfache Freiherren? Freiherr ist der deutsche Begriff des französischen Baron.
    Glaube hier verwechselst Du Freiherrn mit Freibauern.

    Wenn man geadelt ist, ist man Adeliger. Punkt. Das man als frischer Adliger noch nicht das Ansehen hat bei den anderen ist auch natürlich.

    Zum Beispiel waren die Ritter auch nur Knechte, welche bewaffnet reiten konnten.
    Beispielsweise leitet sich der englische Begriff Knight für Ritter wohl vom deutschen Knecht ab.

    Apvar
     
  4. schorsch2489

    schorsch2489 Neues Mitglied

    adelsbriefe wiederrum heißt, das man ab da den Titel zu kaufen?
    schmeißt doch nicht mit begriffen um euch, die ich nicht kenne :D
     
  5. YoungArkas

    YoungArkas Neues Mitglied

    Nein, grundsätzlich heißt das erst einmal, dass Menschen in den Adelsstand erhoben werden konnten. Adelstitel wurden im Mittelalter eher selten verkauft, zumindest nicht an nicht-adelige. Allerdings konnten durch die Nobilierung durchaus Kosten entstehen. Das hatte aber wenig mit verkaufen/kaufen im eigentlichen Sinn zu tun. Der einzige Fall der mir spontan einfällt war ein Venizianischer Doge, der so seine Kriegskasse aufbessern wollte, wobei ich mir da nicht sicher bin an wen die Titel gingen.

    Wobei ich hierbei vorsichtig wäre, die Adelsbriefe als einziges Zeichen für eine mögliche Standeserhebung zu sehen. Ich kann mir durchaus denken, dass die verbriefung in einer Zeit in der es um militärische Gefolgschaft und Landvergabe ging nicht so immens wichtig war und der Lehnseid und das Wappen als Legitimation ausreichten. Aber jetzt begebe ich mich auf ungewisses Terrain.
     
  6. Wilfried

    Wilfried Aktives Mitglied

    nö, Du verwechselst Freiherrn mit Freibauern, Apvar.
    Da es im MA noch nicht die Bezeichnung "Bauer" gab, kanns auch keine Freibauern gegeben haben.
    Ein "Freiherr" ist ursprünglich ein "freier Herr" , also niemanden zehntpflichtig (außer eventuell der Kirche). Ein "Herr" kann durchaus auch ein belehnter sein, der eben zu bestimmten Leistungen Verpflichtet ist. Heerfolge, Verwaltungsaufgaben oder für was er sein Lehen erhalten hat.

    "Bauern" im Sinne von "auf eigenen Rechnung wirtschaftende/wirtschften lassende Landbewohner" waren ja viele. Auch der gesamte Adel bezog ja sein Einkommen aus den zugehörigen Ländereien. War also "Bauer", aber in den seltensten Fällen "Freiherr".

    Ein sächsischer "Freiherr" , der sein "Eigengut" bewirtschaftet, ist nach der alten Grafschaftsverfassung nur in bestimmten Fällen wehrpflichtig. Die Zahl der zu stellenden Männer und der Pferde richtet sich nach der Größe des Eigenlandes.

    Dieses ganze Kudelmuddel löste ja im Prinzip den 2. Sachsenkrieg/Sachsenaufstand aus.

    Für das ganze bitte selbst google bemühen, im mom bin ich zu müde, diese Links rauszusuchen
     

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