Eheverhältnisse im antiken Griechenland

Dieses Thema im Forum "Antikes Griechenland" wurde erstellt von Gast, 22. Januar 2006.

  1. Gast

    Gast Gast

    Ich benötige dringend Informantionen zu den Eheverhältnissen im antiken Griechenland. Das umfasst die Beziehung der Parteien zueinander, sowie das gesellschaftliche Ansehen von Mann und Frau. Auch zur Erziehung der Kinder, insbesondere die Unterscheide zwischen Jungen und Mädchen, fehlen mir Informationen. Ich bitte dringen um Hilfe!

    mit freundlichen Grüßen,
    H.H
     
  2. Schini

    Schini Neues Mitglied

    Wenn ich mich recht erinnere, gab es im ersten Band der von Duby herausgegebenen Reihe "Geschichte der Frauen" einen Aufsatz über antikes Eherecht. Wieviel davon allerdings auf Griechenland bezogen war, kann ich nicht mehr sagen.

    Ansonsten könnte sich auch [FONT=Verdana,Tahoma,Arial,Helvetica,Sans-serif,sans-serif][SIZE=-1]Sarah B. Pomeroy: Frauenleben im klassischen Altertum als nützlich erweisen. [/SIZE][/FONT]
     
  3. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

    Spartanische Erziehung wird in nahezu allen Büchern über Sparta behandelt.
    Zur Erziehung im klassischen Athen könnte ich einen Auszug einer 10-Klasse-facharbeit anbieten (nicht von mir geschrieben):
    Den entsprechenden Kontrapunkt diesbezüglich liefert die Polis Athen. Durch die dem Bürger der Polis gegebenen Freiheiten wendet man sich dort eher der Philosophie und der Wissenschaft zu. Man begann nach dem Wesen und Ursprung der Natur zu forschen. Diese Forschung ist jedoch eher als Naturspekulation zu sehen. Dies zeigt aber deutlich das Interesse an einer Geistesbildung, wie sie im krassen Gegensatz zu den Gedanken Spartas steht. Des Weiteren war ein sehr hochentwickeltes Erziehungssystem nötig, da die öffentlichen Ämter durch das Los vergeben wurden. Schon das erfordert von jedem Bürger, dass er lesen und schreiben konnte. Außerdem war zumindest eine gewisse politische Tüchtigkeit, sowie einige Sachkenntnis von Nöten. Darum sind Eltern, egal aus welchem Stand, dazu verpflichtet ihre Kinder ab dem siebten Lebensjahr körperlich und geistlich zu unterrichten. Für die gymnastische Ausbildung wurden vom Staat, oder von reichen Bürgern, Übungsstätten bereitgestellt. Die Unterweisung wurde jedoch vollkommen in die Hände von privaten Lehrern gelegt. Die Lehrer wurden, von Stand her gesehen, den Handwerkern und Lohnarbeiter zugeteilt, genossen also nur ein geringes Ansehen. Sie vermittelten neben Lesen, Schreiben, Rechnen und Gymnastik auch noch Sprachlehre, Musik und Zeichnen, hatten jedoch keine erzieherische Funktion. Diese wurde von speziellen Sklaven ausgeführt, welche die Kinder als Pädagogen betreuten. Da die einzelnen Lehrer jedoch nie alle diese Fähigkeiten unterrichteten, gingen die Schüler bei mehreren Lehrern in die Schule. Unterrichtet wurde meist in Tempeln oder einfachen Lokalen. Im Vordergrund hierbei stand stets das Literarische. Das Hauptwerk ist die Ilias von Homer. Viele Schüler lernen entweder das ganze Werk oder Teile daraus auswendig und rezitieren sie auf Feiern und Festen.
    Die Erziehung ist nach der sogenannten Elementarschule jedoch noch nicht abgeschlossen. An sie schließt sich die Ephebie an, welche vom Staat betrieben und geleitet wird. Die Ephebie ist eine militärisch-gymnastische Ausbildung und wurde im Gymnasion, einer staatlichen Sportstätte mit Übungsplätzen und Bädern, sowie Säulenhallen, abgehalten. Die Gymnasien wurden später auch als Ort der musischen Erziehung genutzt.
     
  4. Klaus P.

    Klaus P. Aktives Mitglied

    Schau doch mal hier nach:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Ehebruch#Im_antiken_Athen
    http://de.wikipedia.org/wiki/Polis
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kulturgeschichte_der_Antiken_Welt
    http://referateguru.heim.at/Griechenland.htm
    http://www.meinebibliothek.de/Texte2/html/frauen.html
    http://www.mlwerke.de/me/me21/me21_107.htm
    http://www.hausarbeiten.de/faecher/hausarbeit/fru/23786.html
    http://www.hausarbeiten.de/faecher/hausarbeit/gef/343.html
    http://www.dir-info.de/dokumente/def_nation_renan.shtml
    http://userpage.fu-berlin.de/~redel/schinzel/index.htm

    Außerdem gibt es in der Encarta einen Artikel "Ehe im klassischen Athen"
    und eine Dissertation von Elke Hartmann: "Heirat, Hetärentum und Konkubinat im klassischen Athen", Campus Verlag, Frankfurt am Main 2002 (s. http://www.perlentaucher.de/buch/12417.html ) sowie weitere Literatur z. B. hier http://www.phil.uni-erlangen.de/~p1ges/netzsem/klein/kleinps98.html und http://www.phil.uni-erlangen.de/~p1ges/netzsem/ps_klein.html#2a


     

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