Einige Fragen zum Thema Afrika im Jahre 1857

Dieses Thema im Forum "Afrika" wurde erstellt von S.K. Relssek, 8. Dezember 2013.

  1. S.K. Relssek

    S.K. Relssek Neues Mitglied

    Hallo liebe Geschichtsfansfreunde

    Hier einige Fragen ich hoffe ihr könnt sie mir beantworten :)

    1. Wie lange dauerte die Reise von einem Hafen in London bis zu einem an der Küste Natals. (Muss nicht so genau sein)
    2. Wie heisst der Hafen in Natal?
    3. Gibt es ein spezielles Schiff das damals die Route gefahren ist?
    4. Jagttechniken der Zulu? (Ich meine nicht die Büffelhorn-Kriegstaktik, sondern wirklich die Jagttechnik)
    5. Die Waffen der Zulu (benutzen sie nur diesen Stichspeer oder auch andere?)
    6. Hatten die Zulu so eine Art Medizinmann?
    7. Kennt jemanden einen "deutsch -isiZulu Übersetzer?

    Wäre wirklich toll wenn ihr mir helfen könntet :)

    Lg SK
     
  2. Köbis17

    Köbis17 Gesperrt

    Zuletzt bearbeitet: 8. Dezember 2013
  3. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Noch ein ergänzender Fund, Fahrtzeiten etwa 2 Monate mit so einem Schoner und Zwischenstation u.a. Kapstadt:

    12thJune 1852. Sailed from Plymouth for Cape Town. Captain J. Boxer.
    30th July 1852. Arrived at Table Bay at 15.00hrs.
    5th August 1852. Sailed for Natal from Table Bay to start Natal – Cape Town branch line.
    13th August 1852. Anchored in the outer Bay of Durban.

    Sir Robert Peel - The General Screw Steam Shipping Co. Ltd.

    13th July 1854. Sailed from Southampton for the Cape of Good Hope. Captain Benson. Twenty passengers. She will relieve the 'Sir Robert Peel' on the service between Graham's-town, Port Natal, and New London.
    11th September 1854. Sailed from Cape Town.
    29th September 1854. Arrived at Natal. Delayed by heavy weather.
    Cape of Good Hope - The General Screw Steam Shipping Co. Ltd.
     
  4. AndreasMeyer

    AndreasMeyer Mitglied

    1. Silesia gibt zwei Monate an, wobei ich mir vorstellen kann, dass es auch damals schon schneller gegangen sein koennte.
    2. Wuerde auch sagen Durban, es sei denn es ist einer der "natuerlichen Haefen" in Natal gemeint. Stellen in denen man anlegen kann ohne, dass jemand dort einen Hafen gebaut haette.
    3. Weiss ich nicht, aber ich nehme an es waren die gleichen wie fuer anderen Hochseefernverkehr.
    4. Hetzjagd mit Hunden gibt es auch heute noch. Ob das genau damals so gemacht wurde, weiss ich nicht.
    5. Neben dem Speer kommt auch der Knopkierrie zum Einsatz. Eine Art Keule.
    6. Ja, es gibt da auch verschiedene Sorten von Medizinleuten. Am bekanntesten duerften Sangomas sein.
    7. Ich kenne mehrer Leute, die fliessend beide Sprachen beherrschen. Ich verstehe zwar worueber eine Unterhaltung geht, aber spreche es selbst nicht fliessend.
     
  5. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Bestimmt, kommt auf das Schiff an.

    Man findet für heutige Freunde des Yachting sogar Kalkulatoren :D

    World seaports catalogue, marine and seaports marketplace.

    Bei 6 Knoten im Schnitt ca. 56 Tage, sofern (auch) Segel benutzt werden. Ein späterer Dampfer Ende des Jhdt. dürfte inkl. Nachkohlen so bei 8 Knoten liegen und es in 42 Tagen schaffen.
     
  6. Köbis17

    Köbis17 Gesperrt

    Darauf möchte ich nochmal gesondert eingehen. Der Passagierlinien-Verkehr kam erst so richtig mit der dampfbetrieben Schifffahrt in gang. So gibt es Reedereien, wie oben schon genannt, die sich alle so in den 1840iger - 1850iger Gründen. Allerdings werden hier im Linienbetrieb nur die wichtigsten Häfen angefahren und die Hauptliniene war Europ- Amerika ... siehe hier z.B. Vorläufer des Lloyd: Ocean Steam Navigation Company ? Wikipedia


    Und zur Geschwindigkeit noch eine Info, 1.) 6 Knoten Durchschnittsgeschwindigkeit im Jahre 1857 mit einem Segelschiff mit Dampfhilfsantrieb waren sehr komfortabel, da z.B. Passagen auch ohne oder mit wenig Wind hier erstmals durch Hilfsdampfmaschinen überwunden werden konnten. Schnelle Segler kamen bei guten Wind auf 13-14 kn (lassen wir mal die Klipper, dieser Epoche als Extremform außen vor), daher ist eine DSG von 6 Kn durchaus ein guter Mittelwert.
    2.) Hinzukommt, daß die Segler jener Jahre keine direkten Routen fuhren, sondern eigentlich nur durch Fracht profitabel fuhren und somit jeden Möglichen Hafen für Warentausch auf der Route anliefen, oder um Proviant aufzufrischen, somit gab es den direkt Weg damals im seltensten Fall ...
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Dezember 2013
  7. S.K. Relssek

    S.K. Relssek Neues Mitglied

    Super :)

    Hey Leute

    Danke schonmal für die schnellen Antworten.
    Ihr sagtet ca zwei Monate? Soetwas hätte ich auch gedacht... Die Frage ist jetzt wieviel Häfen sie jeweils angelaufen haben. Waren das mehr als, sagen wir mal fünf? Und vorallem welche?
    Nun mit spezielles Schiff meinte ich nicht die Bauweise/Schiffsart, sondern eher der Name eines Schiffs. Koebi hatte mir hierfür schon eine Antwort, allerdings startete dieses Schiff von Hamburg aus. Wenn jemand dazu etwas sagen kann, immer her damit.;)
     

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