Eleonore von Aquitanien

Dieses Thema im Forum "Persönlichkeiten im Mittelalter" wurde erstellt von LadyKatharina, 5. Februar 2009.

  1. hallo, ich bin ganz neu hier :winke:

    suche Bilder oder Schnitte von der Kleidung die Eleonore von Aquitanien trug
    Stoffe, Farbe, Schnitt, Kopfbedeckung, Geschmeide...

    kann mir jemand weiterhelfen
     
  2. timotheus

    timotheus Aktives Mitglied

    Erst einmal etwas Grundsätzliches: Als Neuling sei Dir dies nachgesehen, aber Du mußt nicht unbedingt die große Schrift verwenden, denn wir können eigentlich alle die normale Schriftgröße lesen.



    Zum Thema: mir ist diesbezüglich zunächst als aussagekräftiges Bild diese Darstellung bekannt.
    Glücklicherweise gibt es von ihr aber eine erhaltene Grabskulptur - hier also einige Bilder davon:
    http://monde-femme.com/images/alienor.jpg
    http://france.gelbert.free.fr/portraits/alienor.jpg
    http://www.linternaute.com/histoire.../monastere/vu-du-ciel/abbaye-fontevraud/4.jpg
    http://www.jbiphoto.com/ValDeLoire/Fontevraud/photos-Fontevraud/04-Fontevraud.jpg
    http://www.ciaoadriano.com/Europe 2...ontevraud/Images/Eleanor-Sept07-DE8949sAR.jpg
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/0/0f/GrabHeinrich_Eleonora.jpg
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a8/Fontevraud06.jpg
    Anm. dazu: Personen des Hochadels und insbesondere der königlichen Geschlechter hatten gewöhnlich mehrere Gewänder/Kleider/Roben/...

    Schnittmuster dazu:
    Schnittmuster fr mittelalterliche Kleidung
    Tempora Nostra - Mode im Mittelalter Hochmittelalterliche Schnittmuster
    Gewandung - Mode im Hochmittelalter Gewandformen (1100 - 1230)
    Anm.: Du brauchst da die Schnitte für das 12. Jh. (1100-1200); das französische Frauengewand des ersten Schnittmusterlinks käme dabei durchaus auch in Frage.
    Für den Tasselmantel des 12. Jh.:
    Some Clothing of the Middle Ages - Cloaks - Sknurmantel
    Anm.: Als Verschluß dieses Mantels diente eine Tasselschnur, die entweder in zwei Quasten(wie hier) oder in Tasselscheiben (hier rechts im Bild) endete.

    Zudem sind bzgl. Gewandung auch noch folgende Threads unseres Forums interessant - dort gibt es neben den o.g. Links auch noch weitere Verlinkungen:
    http://www.geschichtsforum.de/f51/mittelalter-bedeutung-von-farben-beim-frauenkleid-23158/
    http://www.geschichtsforum.de/f51/mittelalter-kleid-k-ln-bonner-raum-ende-1100-anfang-1200-a-21081/

    Am Gewand wurde - zum Schließen des keilförmigen Halsausschnittes der Cotte (Oberkleid) - eine Brosche getragen, welche man Fürspan nennt. Für das 12. Jh. ist dieser Fürspan noch vergleichsweise schlicht - vgl. dazu die runden Fürspane auf dieser Seite

    Auf dem Kopf wurde ein Stirnreif - die Schapel - getragen.
    Dieses modische Accessoire, welches besonders auch bei jungen Leuten beiderlei Geschlechts(!) sehr beliebt war (und von diesen ohne sonstige Kopfbedeckung getragen wurde), war in seiner Form eher schlicht, bestand aus verschiedenen Materialien - oftmals Bronze oder Silber - und wurde von verheirateten Frauen auf einem Schleier oder zumindest einem Haarnetz getragen (nur unverheiratete Frauen durften das Haar unbedeckt lassen!).
    Anm.: Wichtig ist in diesem Zusammenhang für verheiratete Frauen auch das Gebende, welches im 12. Jh. aus einer Kinnbinde aus Leinen bestand, welche dann über den Scheitel geschlagen und mit einer Nadel zusammengehalten wurde - entweder wurde der bereits erwähnte Schleier darüber oder das Haarnetz darunter getragen.
    Bei Frauen des Hochadels wurde statt der Schapel aber auch ein Diadem getragen, welches genaugenommen eine kostbarere Form der Schapel darstellte: aus Silber oder sogar vergoldet, dazu mit (Halb-)Edelsteinen bzw. (Halb-)Edelsteinsplittern, Perlen u.dgl. besetzt (aber dennoch nicht im Übermaß) und nicht mehr nur als einfacher, bestenfalls mit geschwungenen Linien verziert Reif, sondern bspw. auch in Wellenform o.ä.

    Wichtig ist zudem der Gürtel: dieser war aus Leder und hatte eine Schnalle sowie Beschläg oder ein Bindegürtel aus brettchengewebter Borte
     

Diese Seite empfehlen