Elisabeth von Th. und die Wunderheilung von Elmshausen

Dieses Thema im Forum "Persönlichkeiten im Mittelalter" wurde erstellt von letztergisone, 28. Mai 2015.

  1. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

    Hallo,

    hier komme ich nicht weiter, keine Chance!

    Elmshausen ist ein Nachbarort von mir, das ganze befindet sich in dem Buch:

    Quellenstudien zur Geschichte der hl. Elizabeth: Landgräfin von Thüringen


    by Albert Huyskens
     

    Anhänge:

  2. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Da wird die Geschichte der wundersamen Heilung des sechsjährigen Sohns Heinrichs von Elbenshusen berichtet. Der hatte so einen Buckel, dass er nicht aufrecht gehen konnte. Als der Vater gelobte, zum Grab der Heiligen Elisabeth zu pilgern, verschwand der Buckel fast völlig.
     
  3. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

    Danke Sepiola,

    irgendwo wird diese Wunderheilung bestimmt komplett übersetzt sein. Werde mal weitersuchen.

    Gruß

    en hesse
     
  4. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Dein Anliegen war mit "Hallo, hier komme ich nicht weiter" vielleicht etwas unscharf formuliert.

    Brauchst Du die Übersetzung aus privatem Interesse, soll sie veröffentlicht werden?

    Mal ohne Gewähr und Feinschliff:

    Heinrich von Elbenshusen aus der Diözese Mainz, sagte unter Eid: Sein sechsjähriger Sohn Heidenrich habe zwei Jahre nach seiner Geburt begonnen, schwach zu werden und sich so zusammenzuziehen, dass er nicht aufrecht gehen konnte, sondern mit den Händen über den Knien und den Kopf fast bis zu den eigenen Knien gebeugt. Auch hatte er einen Buckel, so groß wie der Kopf eines Neugeborenen. Am letztvergangenen Fest des Heiligen Michael fragte/bat der Vater drei Witwen aus seinem Dorf, ein solches Gelübde zu machen für seinen Knaben, dass man(?) ihn zum Grab der Herrin Elisabet innerhalb eines Jahres hinbringen müsse mit Opfergaben - und jedes Jahr der Knabe selbst nach seiner Möglichkeit eine Opfergabe ebendort darbringen. Sofort nach dem Gelöbnis begann der Knabe sich aufzurichten, und der Buckel zu schwinden, so dass wir Zuhörer (=Zeugen?) sehen konnten, wie sich aufrichtete und gut umherging, und wie auch der Buckel schwand, bis er gerade noch (wie) ein halbes Ei war.

    Beim letzten Satz stehe ich noch ein wenig auf dem Schlauch, vielleicht hat jemand anders eine Idee...
     
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  5. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

    Erstmal herzlichen Dank!
    Sorry klar, war ungenau! Bin zur Zeit an zwei Sachen, überarbeite ein Infoheft für die Gemeinde Dautphetal und ihrer Ortsteile. Zwecks Wanderwege, Hinweistafeln, Radwege usw.. Zum Anderen sammle ich Daten für den Nachbarort Elmshausen vielleicht entsteht daraus einmal eine Chronik.
    In diesem Fall hier gab es bis jetzt nur den Hinweis das Elmshausen in Verbindung mit Marburg in 1232 genannt wurde. Habe dann mal nachschaut und bin das das hier gestoßen. Auf der Internetseite Dautphetal steht 1233 genauso wie bei Tante Wiki. Hier ist ja 1232 angeben genauso wie bei LAGIS, mal schauen was das Staatsarchiv dazu sagt. :scheinheilig:

    en hesse :winke:
     
  6. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Hier noch mein Übersetzungsversuch, der sich aber kaum von dem Sepiolas unterscheidet:

    Vom geheilten lahmen und buckligen Knaben
    Heinrich von Elbenshusen aus der Diözese Mainz sagte unter Eid über seinen sechsjährigen Sohn Heidenrich, dass er nach zwei Jahren nach der Geburt begann schwach zu werden und sich allmählich so zusammenzuziehen, dass er nicht aufrecht gehen konnte, sondern mit über die Knie gelegten Händen und mit einem fast bis zu den eigenen Knien geneigten Kopf. Er hatte auch einen Buckel am Rücken bis zur Größe des Kopfes eines neugeborenen Knaben. Am zuletzt vergangenen Fest des hl. Michael bat der Vater drei Witwen aus seinem Dorf* ein solches Gelübde für seinen Knaben zu machen, dass er ihn selbst innerhalb eines Jahres mit Opfergaben zum Grab der Herrin Elisabeth hinbringen solle und der Knabe selbst in den einzelnen Jahren nach seiner Möglichkeit dort irgendeine Spende darbringen. Sofort nachdem das Gelübde verlautet war begann sich der Knabe aufzurichten und der Buckel kleiner zu werden, so, dass wir Zuhörer ihn aufrecht und gut gehend sahen, auch den Buckel verkleinert, so sehr, dass er kaum bis zur Hälfte eines Eis war. - Heinrich, Dido, Heinrich, Hartmann, Walther, Chrafto, Werner, Gerlach, Dietrich, Hartmann, Eberhard, Heidenrich, Sifrid und Sifrid, Ekkehard und Hildegard aus demselben Dorf sagten unter Eid dasselbe wie der Vater, ausgenommen, dass sie über das gemachte Gelübde nichts wissen außer Heidenrich, der anwesend war, wo die Witwen gebeten wurden das Gelübde zu machen.

    *villa heißt eigentlich Landgut, aber ich vermute mal - wie offenbar auch Sepiola - dass es hier (generell im Mittellateinischen? - keine Ahnung) als "Dorf" gemeint ist.

    Den letzten Satz aus Sepiolas Übersetzung verstehe ich auch so: Zuerst war der Buckel groß wie der Kopf eines Babys, jetzt nur noch wie ein halbes Ei.
     
  7. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

    Danke euch Beiden, Super
     
  8. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    :autsch:
    Nicht nur der Knabe hieß Heidenrich, sondern auch einer der Zeugen. Ich hatte nur an den Knaben gedacht und vergeblich über den Sinn gegrübelt...

    Ich meine, im Mittellateinischen kann es beides heißen, aber mir ist es sehr oft in der eindeutigen Bedeutung "Dorf" untergekommen.
    Und "drei Witwen aus seinem Dorf" (Elbenshusen) erscheint mir auch stimmiger als "drei Witwen aus seinem Landgut".
     

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