England - Glorreiche Revolution - Warum überhaupt noch ein König?

Dieses Thema im Forum "Nordeuropa | Skandinavien" wurde erstellt von Gast, 19. September 2006.

  1. Gast

    Gast Gast

    Hallo,

    nachdem die englischen Parlamentarier in den Jahrzehnten vor der Glorreichen Revolution ständig Probleme mit den Königen hatten, holten sie sich zu guter letzt einen aus dem Ausland.
    War einzig und allein seine Religionszugehörigkeit entscheidend bei der Auswahl? Dachten sie, mit einem Protestanten werde es keine Probleme geben?
    Noch wichtiger:
    Warum haben sie sich nicht von der Monarchie verabschiedet? Ging das über ihren Horizont hinaus?

    Grüße
    Frank
     
  2. collo

    collo Aktives Mitglied

    sagen wir es einmal so, ihre erfahrungen mit der republik waren auch nicht so toll (stichwort cromwell).
     
  3. Gast

    Gast Gast

    Kann man also sagen, dass die Strukturen der Monarchie aufgrund der Erfahrungen allen vertraut waren und so immerhin eine gewisse Stabilität gewährleistet war, die in geregelten Bahnen verlief, aus denen im schlimmsten Fall der König ein wenig ausbrach?
     
  4. Arcimboldo

    Arcimboldo Aktives Mitglied

    Die zentrale Person in dieser Zeit ist zunächst Jakob II. Wenn du den Wiki- Artikel liest, werden dir deine Fragen sicher beantwortet sein.

    "Die Beunruhigung in der Öffentlichkeit nahm zu, als Königin Maria im Juni 1688 einen römisch-katholischen Sohn und Erben James Francis Edward zur Welt brachte. Mehrere einflussreiche Protestanten, die sich durch eine römisch-katholische Dynastie bedroht sahen, traten in Verhandlungen mit Wilhelm III. ein, der der Schwiegersohn von Jakob war. Wilhelm galt als Vorkämpfer für die protestantische Sache, weil er mit dem mächtigen römisch-katholischen König von Frankreich Ludwig XIV. gekämpft hatte.
    "
    http://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_II._(England)
     
  5. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    @ Gast
    Außerdem sollte man bedenken, was Cromwell tat. Der Schrecken und die Abscheu vor einer Wiederholung saß vielleicht noch zu vielen in den Gliedern. Cromwell war einer von denjenigen angeblich, die am meisten die Demokratie verachteten. Das dürfte den Parlamentariern bewusst gewesen sein. Außerdem kannten sie wohl das vorläufige Ende der Republik in den Niederlanden mit der Ermordung der Witts, woraufhin man dort ja auch als Allheilmittel zum Hause Oranien gegriffen hat. Wilhelm zeichnete sich ja scheinbar auch aus. Ob er nun Statthalter Englands oder König sich nannte war vorerst gleichgültig, Letzteres versprach aber mit einem eigenen gekrönten Haupt im monarchischen Europa durchaus nicht zuletzt außenpolitisch geschickter gehandelt. Wilhelm von Oranien hatte in seiner Allianz mit Brandenburg u.a. gegen Frankreich schon auf sich aufmerksam gemacht.
    Die Könige von England haben ja daraufhin auch nie wieder Angriffe auf die englische Ordnung mit Parlament usw. unternommen, wenn man George III. mit seinem Versuch der Regierung über seinen Premier North mal ausklammert.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. September 2006
  6. Gast

    Gast Gast

    Vielen Dank!
     

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