Erfurter Latrinensturz

Dieses Thema im Forum "Das Heilige Römische Reich" wurde erstellt von letztergisone, 30. April 2012.

  1. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

    Hallo,

    gibt es hierzu noch mehr Informationen als aus der "Chronik von St. Peter zu Erfurt."

    en hesse
    zur der Zeit unter Thüringer Besatzung. :pfeif:
     
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  2. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

    http://spalatin.franconica.uni-wuerzburg.de/login/b/images/LBC_MsCas_11_38r.jpg
    Mit Bild und Text:

    „König Heinrich kam auf dem Zuge gegen Polen nach Erfurt und fand daselbst Cunrad von Mainz in heftigem Streit mit dem Landgrafen Lodewig ob des dem Bisthum zugefügten Schadens. Als er, bemüht den Frieden zwischen denselben herzustellen, von Vielen umgeben in einer Oberstube zu Rath saß, brach plötzlich das Gebäude zusammen und Viele stürzten in die darunter befindliche Abtrittsgrube, deren einige mit Mühe gerettet wurden, während andere im Morast erstickten. Daselbst starben: Friderich, Graf von Abinberc, Heinrich, ein Graf aus Thüringen, Gozmar, ein hessischer Graf, Friderich, Graf von Kirchberg, Burchard von Wartburg und Andere geringeren Namens am 26. Juli eines kläglichen Todes.“

    en hesse
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 1. Mai 2012
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  3. zaphodB.

    zaphodB. Premiummitglied

    Das lag vermutlich daran,daß bei den Schlichtungsgesprächen am 26. Juli 1184 gelogen wurde,daß sich die Balken bogen. Dafür stehen auch die Protgonisten:
    Cunrad von Mainz war besser bekannt als Konrad I von Wittelsbach ,Erzischof von Mainz,ein schillernder Charakter auf dem Mainzer Heiligen Stuhl.
    Und sein Widerpart Landgraf Ludwig III "der Fromme" von Thüringen war auch kein Kind von Traurigkeit.
    Der Konflikt beider rührte von der Nachbarschaft im Eichsfeld und im Erfurter Raum her.
    Heinrich war Heinrich VI, der Sohn Barbarossas,der gerade die Schwertleite gefeiert hatte.Er soll nicht auf dem hölzernen Boden des Versammlungssaales, sondern in einer steinernen Fensternische gesessen haben und daher dem Sturz in die Jauchegrube entgangen sein.
    Dafür stürzte wohl der halbe thüringer Uradel in die Grube und ersoff dort.Man spricht von bis zu 60 Toten. Wennn ich die Quellen richtig deute, tagte man im Obergeschoß,als dessen Boden durchbrach .Die herunterstürzenden Menschen und Trümmer müssen dann den Boden des Erdgeschosses durchschlagen haben und erst darunter lag die Abtrittgrube.DAs erklärt wohl auch die hohe Opferzahl.
     

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