Facharbeit- das frühe 19. Jahrhundert

Dieses Thema im Forum "Zeitalter der Nationalstaaten" wurde erstellt von Niffy, 5. Februar 2010.

  1. Niffy

    Niffy Neues Mitglied

    Heyy, ich arbeite zur Zeit an meiner Facharbeit , aber komm nicht mehr wirklich voran..
    Ich weiß, dass im 17. und 18. Jahrhundert die feudale Ständegesellschaft herrschte , aber wie siehts im 19. Jahrhundert aus? Vor allem in England?
    Wie ist dort die Gesellschaftsordnung gewesen?
    Muss ich mir dass so vorstellen, wie in der Zeit des Absolutismus??

    In meiner Primärliteratur ist zwar enthalten, dass die Anerkennung zu der Zeit in der Gesellschaft eine groooße Rolle spielte und der Begriff Gentleman nicht nur Höflichkeit und feine Sitte bezeichnete , sondern ein realer sozialer Status war, aber dass beantwortet nicht meine Frage mit der Gesellschaftsordnung..

    Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen :winke:
     
  2. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Schwer zu beantworten. Wie stellst Du Dir denn die Zeit des Absolutismus vor?
    Auf der anderen Seite: Du weißt ja, dass es den Absolutismus in England nicht gab.
    Was weißt Du denn schon über das England des 18.Jh.?
     
  3. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Auch wenn es wahrscheinlich keine Brüche in der Entwicklung der Gesellschaft in dem Maße durch die "Verbürgerlichung" im späten 18.Jh. gab, wie man langläufig annahm, so gab es diese wahrscheinlich am allerwenigsten in England.
     
  4. Niffy

    Niffy Neues Mitglied

    Aalso, Um 1750 wandelte sich England von einem Agrarstaat zu einem Industriestaat, seit dem 18. Jahrhundert stellte England eine bedeutende Wirtschafts- und Seemacht dar. England war im Besitz einer beachtlichen Infrastrukuter und besaß genügend Kapital aus den Kolonien und Sklavenhandel. So und seit 1698 war England eine konstitutionelle Monarchoe, während der Absolutismus(!) die restlichen europ. Staaten domonierte.. Und durch die konstitutionelle Monarchie wurden halt auch die Rechte des Königs immens eingeschränkt, so dass der Staat die Arbeiten von Wissenschaftlern nicht behinderte und die die Bürger Englands besaßen die Möglichkeit, ihre Meinungen und Gedanken in der Öffentlichkeit gezwungen zu äußern..So und das ,nur ausfühlicher und genauer, habe ich in meinem Hauptpunkt der Facharbeit erwähnt.. Und jetzt komme ich nicht weiter, weil ich mir nicht im klaren über die Gesellschaftsordnung in England bin..
     
  5. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    @ Niffy

    Eben, dann weißt Du doch das Wesentliche.:)

    Auf dem Lande spielte zwar die Gentry noch eine große Rolle und bildete den Rückhalt der Konservativen (Tories), aber die Industrialisierung verschob die Gesellschaft mehr und mehr hin zu einer bürgerlichen.
    Diese Entwicklung hatte natürlich schon früher eingesetzt verlief aber, wie ich das sehe, linear weiter.

    Wie die Gesellschaft war, sieht man doch immer wieder gut daran, woran sich die Masse der Menschen der (guten) Gesellschaft [also Upper Class] orientierte. Waren die Höfe tonangebend oder nicht vielmehr die städtische Oberschicht? (Eine Entwicklung, die wir auch in Frankreich schon früh im 18.Jh. beobachten können.)

    Insgesamt ein komplexes Thema, auch wenn wir jetzt nur DIE Gesellschaft (also die Ober- und Mittelschicht) anschauen. Da finden wir zwar, dass sich die Werte des Bürgertums durchsetzten. Wobei die Moral sicherlich auch noch von religiösen und anderen Aspekten geprägt war. Auf der anderen Seite blieb aber auch der Adel zumindest gewissermaßen vorbildlich, indem eine Lebensführung eines Gentlemen, also ohne ein Erwerbseinkommen, als erstrebenswert galt.
     
  6. Caro1

    Caro1 Neues Mitglied

    Wobei zumindest im deutschen Reich langsam ein Umdenken erfolgte.
    Detlev von Liliencron, dessen Vater ein Freiherr von Liliencron war und eben verarmtem Adel entstammte, prägte später sogar das Schlagwort "Arbeit adelt", (1887 schrieb er ein Drama mit diesem Titel), das dann sogar von Anton Tchechov in seinen "Drei Schwestern" übernommen wurde.
    Detlev von Liliencron – Wikipedia
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Februar 2010
  7. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Passt doch aber auch nicht mehr so wirklich hier in die Zeit.:winke:
     
  8. Niffy

    Niffy Neues Mitglied

    Ich habe noch eine weitere frage..
    könnte ich schlussfolgern dass das verhältnis zwischen GB und den anderen europ. Staaten recht beachtlich war?
    Zwar war die Beziehung zwischen GB und Spanien/Franrkreich nicht besonders gut und GB besiegte diese auch und auch Irland, aber letzten endes hat es ja GB zu einer Weltmacht geschafft oder?
    Wurde GB denn von den anderen Staaten angesehen?
    Das ist nämlich ein weiter punkt meiner Facharbeit zum Thema 19. Jahrhundert England..:)
     
  9. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Wie Du schon sagtest, war das sehr unterschiedlich.

    Aber Du hast da, wie mir scheint, so ziemlich den Durchblick.

    Die Beziehungen zu Frankreich und Spanien waren traditionell, kann man fast so sagen, schwierig.

    Die außenpolitischen Beziehungen zu Frankreich waren natürlich immer dem Wandel unterworfen, welcher mit der jeweiligen Londoner Regierung zusammenhing.
    1802 hatte sich England kurzzeitig unter der ebenso kurzzeitigen Regierung Addington, der Premierminister war, mit Frankreich ausgesöhnt. Aber die Regierung Addington war sehr anfällig, was nicht zuletzt an dem für England ungünstigen Frieden von Amiens lag, der obendrein noch von Bonapartes Rücksichtslosigkeit hinsichtlich England belastet wurde und dann auch gleich wieder 1803 zerbrach.
    Henry Addington, 1. Viscount Sidmouth – Wikipedia

    Mit einigen deutschen Staaten, allen voran wohl dem Herzogtum Mecklenburg-Strelitz, mit welchem man mittels der Ehe George III. mit Charlotte verbunden war, hatte England ausgezeichnete Beziehungen.
    Ansonsten wären allen voran Russland und Portugal als "natürliche" Alliierte Englands zu nennen.
    Die Seemacht Englands trug England die Rolle als Weltmacht und Global Player ein. Die Siege zur See ermöglichten auch die Hartnäckigkeit mit welcher man sich trotz Frankreichs Vormachtstellung zu Lande über die ganzen Koalitionskriege als gefährlicher Gegner behaupten konnte.

    Eine gewisse Zäsur stellte sicherlich der Tod der beiden bedeutensten britischen Politikerpersönlichkeiten Pitt und Fox 1806 dar. Daraufhin waren dann allerdings die Premierminister verhältnismäßig lange an der Regierung und diese hielten auch ihren antifranzösischen Kurs bei:
    Portland 1807-1809
    Perceval 1809-1812
    Liverpool 1812-1827.[1]

    Anmerkung:
    [1] Lange im Vergleich zur Regierung Grenville mit seiner "Regierung aller Talente" z.B..
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Februar 2010
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  10. Niffy

    Niffy Neues Mitglied

    Vielen vielen Dank, Brissotin:)
    Hat mir wirklich weiter geholfen und fürs erste kann ich an meiner Facharbeit problemlos weiter arbeiten.
     

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