Facharbeit Geschichte

Dieses Thema im Forum "Schulprojekte" wurde erstellt von Gast, 1. Januar 2008.

  1. Gast

    Gast Gast

    Schönen Guten Morgen Liebe User,

    ersteinmal allen ein Frohes und Gesundes neues Jahr 2008 :)!

    Ich hätte einige kleinere Fragen zum Verfassen einer Facharbeit,
    insbesondere mit dem Blickpunkt auf das Fach Geschichte:

    1. Um welche "Literatursorte" bzw. Quelle handelt es sich, wenn ich eine
    Umfrage unter Zeitzeugen mache?

    2. Da es ja eine schulische Facharbeit ist, habe ich nicht unbedingt die
    Zeit, die in Sekundärliteratur zitierten Sachen selbst nachzulesen, um sie
    auch zu zitieren - Wie muss ich das dann vermerken, dass ich quasi "eine
    Quelle zitiere, die nicht aus dem Buch XY stammt, aber dort zitiert wird"?

    3. Besonders in Geschichte ist es ja der Fall, dass man seine Texte zu einem
    großen Teil auf Literatur stützt: Wo mach ich dann die Quellenangabe am
    besten, wenn ich verdeutlichen möchte, dass der gesamte Themenabschnitt
    auf Grundlage der Quellen basiert? Direkt neben der Themenüberschrift, am
    Ende des Abschnitts ...?

    Vielen Dank schonmal für eure Hilfe :)!

    PS: Ich würde ja meinen Lehrer fragen, aber innerhalb der Ferien geht das
    ja schlecht und ich wollte schonmal ein wenig anfangen zu schreiben ...
     
  2. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Auch Dir ein frohes neues Jahr und die Bemerkung: Du machst Dich beliebt. Leider haben wir viele Gäste, die nicht so freundlich daher kommen und außerdem weniger Hilfe wollen, als vielmehr Abnahme der Arbeit. :yes:

    Um eine Zeitzeugenbefragung. Die ist aber mit Problemen verbunden: Vergessen; Verdrängen; Verschweigen oder Lüge wg. Selbstschutz vor berechtigten wie unberechtigten Anklagen durch Gesprächspartner, Angehörige, Bekannte; durch Medien beeinflusste/veränderte Erinnerung etc. Evtl. auch eine empirische Erhebung.

    Dann kannst Du z.B. schreiben "Hitler, Adolf: Mein Kampf. Bd. I, München 1925, S. 245. Zitiert nach Haffner, Sebastian: Anmerkungen zu Hitler. Hamburg 1979, S. 136." [dieses Bsp. ist fiktiv, Veröffentlichungsorte und Jahre der Bücher daher nicht unbedingt richtig].

    Kommt darauf an. In jedem Fall wirst Du am besten mit Fußnoten arbeiten. In Word und Works findest Du Fußnoten unter [Einfügen], mit dem neuen Office kenne ich mich nicht aus, dürfte aber genauso sein. Alternativ kannst Du aber auch die Quellen- oder Literaturangabe im Text machen. Dann schreibst Du z.B.: "Bevor Hitler seinem Leben ein Ende setzte, heiratete er seine langjährige Geliebte Eva Braun. (Haffner 1979, S. 548) Goebbels der nach seinem Tod das Amt des Reichskanzlers übernahm, setzte seinem Leben wenige Tage später ein Ende. Auch seine Kinder wurden dem nationalsozialistischen Wahn geopfert. (Hugendubel 1998, S. 76)" [Bsp.Bsp. wieder fiktiv]. Wenn Du aber eine bestimmte Quelle oder Literatur behandelst, dann kannst Du schon in der Überschrift des Abschnitts angeben: "Hitlers Aufstieg nach Goebbels Tagebüchern". Das befreit Dich aber nicht von der Angabe von Stellen in Fußnoten oder Klammern.
     
  3. Gast

    Gast Gast

    Erst einmal Vielen Dank für die Antwort!

    Zu 1) Gilt es also nicht, eine Abstufung zu machen, ob es eine
    Primär- oder Sekundärquelle ist? Denn darum ging es mir eigentlich: Die Personen die ich befrage sind ja als Zeitzeugen quasi "primäre Quellen" und die Umfrage an sich, die ich dann ja aufstelle, ist ja dann eine sekundäre Quelle?

    Zu 2) Ok alles klar, Dankeschön :)!

    Zu 3) Das ist mir schon klar, aber ich habe das Problem: Zum Beispiel schreib ich jetzt was über Deutschland im zweiten Weltkrieg und habe nun drei Bücher, in welchen jeweils ein kleiner Teil ist, den ich zum Anfertigen eines Kapitels meiner Facharbeit benötige. Ich möchte nun allerdings nicht explizit Zitieren, sondern quasi aus den drei Büchern, welche jeweils Informationen zu dem Thema liefern, eine "gesamte Zusammenfassung" schreiben, in welcher ich "kreuz und quer!
    Informationen aus der Literatur benutze - Also soweit ich das gefragt hab, ist
    es erlaubt, nur weiß ich nicht, wo ich dann die Vermerkungen machen soll zu
    den Quellen. Außerdem in den Fußnoten dann: "Basiert auf ...., .... und ...."?

    Dankeschön schonmal für jegliche Hilfe/Tipps und euch noch
    einen schönen Tag ;)

    PS: Ja ich denke eine angemessene Begrüßung sollte schon da sein,
    insbesondere da ja "wir" etwas von euch wollen und ihr so freundlich
    seid uns diese Fragen zu beantworten ;) ...
     
  4. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Nein. Eine Primärquelle ist immer eine zeitnahe Quelle. Wenn Du also einen Zeitzeugen befragst und von dem selben Zeitzeugen ein Tagebuch bekommst, welches der vor der Befragung nicht noch mal gelesen hat, dann ist das Tagebuch eine Primärquelle, die Erinnerung des Zeitzeugen ist durch die oben erwähnten Faktoren (Vergessen, Verdrängen etc.) verändert, durch mediale Beeinflussung wird anderes hinzugefügt. Z.B. gibt es Dresdner, die schwören, amerikanische Jäger hätten im Tiefflug Jagd auf Flüchtende gemacht, was schon aus technischen Gründen nicht stimmen kann. Diese Leute lügen nicht, aber ihre Erinnerung ist verfälscht. Genauso gibt es ehemalige KZ-Häftlinge aus Auschwitz-Monowitz, die das Lagertor von Birkenau zeichnen, obwohl sie nie in Birkenau waren. Einfach weil das berühmte Foto eines polnisch Fotografen vom Februar 1945 so symbolhaft geworden ist, dass es sich in die Erinnerung hinein geschlichen hat. Ein Zeitzeuge in der Rückschau ist also nur eine Sekundärquelle. Widukind von Corvey berichtet im zehnten Jahrhundert von der sächsischen Landnahme in England, fünfhundert Jahre zuvor. Dieser Bericht ist eine Primärquelle, wenn es darum geht, dass im zehnten Jahrhundert die Erinnerung daran in der sächsischen Oberschicht noch lebendig war, aber allenfalls eine Sekundärquelle für die sächsische Landnahme.

    Du brauchst auch nicht explizit zu zitieren. Wann immer Du einen Abschnitt aus einem Buch zitierst, in eigenen Worten wiedergibst (paraphrasierst) oder zusammenfasst, setzt Du ans Ende dieses Abschnitts eine Fußnote. Normalerweise kannst Du es bei Nennung des Verfassernamens, des Titels, der Orts-, Jahres- und Seitenangabe belassen. Es ist auch OK, wenn Du nach der ersten Fußnote schreibst: "Im Folgenden zitiert mit Haffner 1979, S. x." Dann musst Du nicht jedes Mal den Rattenschwanz des vollen Namens, Titels und aller Angaben mit aufführen. Die Jahreszahl oder der Kurztitel ist aber u.U. wichtig, wenn Du zwei Arbeiten eines Verfassers vorliegen hast.
     
  5. Gast

    Gast Gast

    Vielen Dank für die schnelle Antwort :)!

    Zu der dritten Frage hätte ich allerdings noch eine Frage, vielleicht
    hab ich das einfach noch zu undeutlich ausgedrückt.

    Sagen wir mal ich hab zwei Quellen (ausgedachte Namen und Inhalte)

    FLEISCHER, Blickpunkt 1.Weltkrieg
    Inhalt bsp. ...
    "...kostete über neun Millionen Menschenleben..."
    "...verwickelt waren 25 Staaten..."

    KROOS, Massenvernichtungswaffen im 1.Weltkrieg
    Inhalt bsp. ...
    "...erstmalig wurden Massenvernichtungswaffen eingesetzt..."
    "...Massenvernichtungswaffen gab es allerdings schon viele Jahre zuvor..."

    Wenn ich nun beispielhaft irgendwie sowas schreibe wie:

    Im 1.Weltkrieg, in welchem erstmalig Massenvernichtungswaffen eingesetzt
    wurden und mehr als neun Millionen Menschenleben kosteten, waren 25
    Staaten verwickelt. Die Idee von Massenvernichtungswaffen bzw. ihre
    Produktion ist bereits in jüngerer Zeit bekannt.

    Wie würde ich dann diesen Abschnitt zitieren? Das sind jetzt auch nur zwei
    Sätze, wenn ich das jetzt ein ganzes Kapitel lang so machen würde,
    bezweifel ich, dass ich nach jeder Info eine "Hochzahl" machen muss und in
    der Fußnote die Quellen sich jeweils abwechseln?
     
  6. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Du kannst im Zweifelsfall auch mehrere Literaturangaben in einer Fußnote angeben, die Du durch Zeilenumbruch voneinander abhebst.

    FLEISCHER, Blickpunkt 1.Weltkrieg, S. 24 - 38.
    Zu Massenvernichtungswaffen: KROOS, Massenvernichtungswaffen im 1.Weltkrieg, S. 188.

    Was bei Fußnoten im Übrigen wichtig ist: eine Fußnote gilt als eigenständiger Satz (selbst wenn sie nur aus der Abkürzung "Ebd." für 'ebenda' besteht). Sie beginnt immer groß und wird immer mit einem Punkt abgeschlossen.

    Wenn Du mir noch eine Bemerkung zu "Zitiert nach..." erlaubst: Die Facharbeit in der Schule soll ja eine wissenschaftliche Arbeit sein. Es erwartet zwar niemand von Dir, dass Du eine riesige Neuentdeckung leistest, aber in wissenschaftlichen Arbeiten ist das Zitat eines Zitates ein wenig verpönt. Schülern (und Studenten) sieht man das (manchmal) nach. Aber es handelt sich um eine Notlösung. Wenn es nicht möglich ist, das Originalzitat zu prüfen, weil z.B. das Original verschollen ist, dann ist das Zitat des Zitates die einzige Lösung. Aber wenn es möglich ist, sollte immer der Originaltext nachgeschlagen werden. Warum? Weil der Mensch Fehler produziert. Derjenige, den Du zitierst, könnte falsch abgeschrieben haben, könnte aber auch absichtlich, um die eigene These zu bekräftigen, ein Komma versetzt oder ein Wort "vergessen" haben. Wie gesagt, ich glaube nicht (es sei denn der Lehrer hat es vorher anders gesagt), dass Deine Note durch Zitate von Zitaten nach unten verschoben wird, aber aus stilistischen Gründen (und für den Fall, dass Du nach dem Abi studieren möchtest), solltest Du die Anzahl Deiner "Zitiert nach..." gering halten.
     
  7. Ingeborg

    Ingeborg Moderator Mitarbeiter

    Das würde ich dann folgendermaßen machen (als leidgeprüfte Korrekturleserin habe ich die formulierungsmäßigen 'Kinken' auch mal gleich überarbeitet....):

    In den 1.Weltkrieg, in dem erstmalig Massenvernichtungswaffen eingesetzt wurden und der mehr als neun Millionen Menschenleben kostete, waren 25 Staaten verwickelt (vgl. FLEISCHER, S. 15, 42). Die Idee von Massenvernichtungswaffen bzw. ihre Produktion ist bereits in jüngerer Zeit bekannt (vgl. KROOS, S. 25, 63).
     
  8. Gast

    Gast Gast

    Dankeschön! Aber wäre das in diesem Fall nicht falsch?

    In den 1.Weltkrieg, in dem erstmalig Massenvernichtungswaffen eingesetzt wurden und der mehr als neun Millionen Menschenleben kostete, waren 25 Staaten verwickelt (vgl. FLEISCHER, S. 15, 42). Die Idee von Massenvernichtungswaffen bzw. ihre Produktion ist bereits in jüngerer Zeit bekannt (vgl. KROOS, S. 25, 63).

    Der erste Satz enthält ja Informationen aus Quelle 1, sowie auch aus Quelle 2.
    Genau das ist ja mein Problem, ich weiß nicht inwiefern ich das "sorglos" so
    mischen darf und am Ende einfach die Hauptquellen angebe, ohne direkter
    darauf einzugehen, welche Passage jeweils zu welcher Quelle genau gehört.

    Denn ich hab nun zwei Bücher, die sich sehr schön kombinieren lassen, jedoch
    möchte ich ungern jeden Satz ohne jedes zweite Wort mit Quellenangaben
    unterbrechen, da dies A) Platz für meinen Text wegnimmt (wir haben eine 12
    Seiten Beschränkung) und B) natürlich nicht schön zu lesen ist.
     
  9. Gast

    Gast Gast

    Hallo User!

    Ich wollte dazu noch etwas fragen, wenn es in Ordnung ist.

    Zum Thema paraphrasieren: Was soll man denn tun, wenn man
    Sachen paraphrasieren möchte, die man aber kaum in anderen Worten
    beschreiben kann? Eine Formulierung wie "Das Ende des 1.Weltkriegs..."
    ist jetzt nicht so wichtig, dass man sie in einer Ausführung explizit zitieren
    würde m.E., aber beim Paraphrasieren, also der Wiedergabe in eigenen
    Worten, kann man das ja gar nicht ändern? Wäre das dann fehlerhaftes
    Paraphrasieren, wenn man in der Zusammenfassung/Paraphrase einfach
    schreiben würde "Der Autor erklärt, dass mit dem Ende des 1.Weltkriegs ..."?
    (Natürlich mit Quellenangabe danach, aber es geht jetzt rein um die
    sprachliche Intention von Paraphrase...)

    Vielen Dank für eure Antworten!
     
  10. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Wenn es Dir nicht gelingt, einen Text zu paraphrasieren, dann zitierst Du. Allerdings sollten sich die Zitate doch nach Möglichkeit auf einige wenige griffige Formulierungen und die Quellen (in Abgrenzung zur Bearbeitungsliteratur) beschränken.
     
  11. Gast

    Gast Gast

    Hallo.

    Ja das ist mir schon bewusst, aber allgemein bekannte "Fachwörter" wie
    1.Weltkrieg, Deutschland, Republik und Co - Wenn man die dann in der
    Paraphrase nennt, wäre das dann nicht akzeptabel? Im Endeffekt wäre es
    dann ja niemandem gestattet, solche Begriffe zu nutzen, ohne direkt Zitate
    anzuführen, die aber in dem Kontext völlig unerheblich sind, da es nicht um
    bestimmte Aussagen/Formulierungen des Autors geht.
     
  12. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Natürlich kannst Du diese Wörter benutzen. :eek:

    Die folgende Stelle ist ein Zitat aus Brigitte Hamanns Hitlers Wien, zu den Wahlen 1911:
    "In Wien ging es bei dieser Wahl vor allem um den Kampf der beiden größten Parteien: der in Wien untereinander zutiefst verfeindeten Christlichsozialen und Sozialdemokraten, die nur in Reichsratswahlen, begünstigt durch das allgemeine gleiche Wahlrecht, die Chance hatten, gegen die Wien herrschenden Christlichsozialen ihre Stärke zu beweisen."

    Wenn Du paraphrasierst würdest Du z.B. schreiben: "Die österreichischen Sozialdemokraten hatten [wenn Du möchtest, kannst Du z.B. eine Äußerung á la "Brigitte Hamann zufolge" hinzufügen] bei den Reichsratswahlen, aufgrund des hierbei geltenden allgemeinen und gleichen Wahlrechts, die seltene Gelegenheit gegenüber den Christlichsozialen in Wien Stärke zu beweisen." Obwohl das kein direktes Zitat ist, gibst Du die Stelle an: Hamann, Brigitte: Hitlers Wien. Lehrjahre eines Diktators. München 1996, S. 251.
     
  13. Gast

    Gast Gast

    Ok Vielen Dank!

    Naja, das größte Problem ist dabei halt nur die Frage, ab wann man von
    einer "gelungenen Paraphrase" sprechen würde und wann es noch leider
    nur eine "Übernahme" ist, die geringfügig verändert worden ist. Habe
    nämlich zu dem Thema schon viele Seiten über Google aufgesucht und
    bin dadurch nur ziemlich verunsichert.

    So wie du (bzw. Sie) das gemacht hast/haben, habe ich es zum größten
    Teil auch, wobei ich ein wenig ängstlich dem gegenüber bin, dass dann
    gewisse Passagen relativ identisch erscheinen:

    Original: "die nur in Reichsratswahlen, begünstigt durch das allgemeine gleiche Wahlrecht"

    Die Paraphrase: "bei den Reichsratswahlen, aufgrund des hierbei geltenden allgemeinen und gleichen Wahlrechts"

    Im Endeffekt stellt das ganz genau da, was mir Angst bereitet: Bis auf eine
    leichte Satzumstellung und die damit verbundene Hinzufügung von Wörtern
    "hierbei ... und ..." ist das ja immer noch das Gleiche. Logo, die Intention soll
    nicht verworfen werden, aber wäre dies nicht zu eng an der Passage?

    Ich denke insgesamt ist das besonders ein Problem mit dem Gebiet
    Geschichte, wenn es darum geht (wie jetzt bei mir der Fall) einen
    zusammenfassenden Rückblick zu verfassen, der logischerweise nur
    auf Literatur basieren kann, da man die Geschichte ja nicht neu erfinden
    kann. Das sich gewisse Begriffe und Formulierungen ähneln ist ohnehin kaum
    zu ändern, wenn in der Literatur das schon kurz und bündig angesprochen
    wird. Ein "drumherum-Schreiben" wäre ja auch nicht Sinn und Zweck.
     
  14. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Mehr ist eine Paraphrase aber nicht, als - anstelle eines Zitates - die Wiedergabe fremder Darstellung in eigenen Worten. Du kannst davon ausgehen, dass 70 - 90 % der Forschungsliteratur nicht Eigenleistung ist, sondern Paraphrase. Die Eigenleistung machen die aus den Forschungsresulateten anderer gewonnenen neuen Fragestellungen, die zu neuen Erkenntnissen führen. Du fängst ja mit der Forschung nicht von vorne an, sondern bist nur ein "Zwerg auf den Schultern von Riesen".
     
  15. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

    Wenn eine Aussage oder ein Begriff gewissermaßen historisches Allgemeingut ist (z.B. einfach nur "1. Weltkrieg") muss dies nicht als Zitat oder Paraphrase gekennzeichnet werden.
    Wenn die übernommene Textstelle fast nur aus Eigennamen (Reichstag) oder festehenden Begriffen (allgemeines und gleiches Wahlrecht) kannst du einfach nicht viel mehr praphrasieren indem du Wortstellung und ein paar Präpositionen veränderst.
     
  16. Gast

    Gast Gast

    Guten Abend die Herrschaften!

    Auch wenn ich mir das Thema hier nicht eröffnet habe, wollte ich
    dennoch was nachfragen ... ich hoffe niemand hat was dagegen ^^ ...

    Also die Frage ist eigentlich auch ganz klar: Welche Zeitform sollte
    man üblicherweise in einer Facharbeit im Fach Geschichte benutzen?
    Das (historische) Präsens oder doch eher Präteritum? Normalerweise
    sind solche Darstellungen ja immer im Präsens zu schreiben, aber
    auch hier? Das Präsens wäre dann ja quasi dem historischen Präsens
    gleichzusetzen ...
     
  17. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Man liest beides, allerdings die Präteritumsform sehr viel häufiger. Schreib doch mal versuchsweise Deinen Text im Präsens und überprüfe, ob Du das durchhalten kannst.
    Ich schlage Dir aber für die abzugebene Arbeit die üblichere Variante vor, das Präteritum. Wenn Du allerdings auf die gegenwärtige Zeitebene wechselst, also beschreibst, was eine historische Begebenheit für uns heute bedeutet, oder in welchem Zustand sich die Quelle heute befindet etc., dann benutzt Du natürlich die Gegenwartsform.
     
  18. krümpel91

    krümpel91 Neues Mitglied

    Facharbeit

    huhu leute,
    ich habe mal eine dringende Frage zu meiner Facharbeit (Thema:Der Umgang mit antidemokratischen Parteien in der Bundesrepublik Deutschland – am Beispiel des Verbots der KPD) und zwar habe ich einige Probleme mit der Einleitung der Facharbeit :( Folgendes habe ich schon geschrieben:

    Das Thema des Kommunismus in Deutschland wird immer wieder im Schulunterricht und in Diskussionen zwischen Politikern und Historikern aufgegriffen.
    Auch wir behandeln das Thema Kommunismus und Marxismus zurzeit im Geschichtsunterricht. Dies nahm ich bei meinen Überlegungen für die Facharbeit zum Anlass, mich näher mit dem Kommunismus auseinanderzusetzen. Somit habe ich mich für das Thema „Der Umgang mit antidemokratischen Parteien in der Bundesrepublik Deutschland“ entschieden. Um die Thematik weiter zu konkretisieren habe ich das Feinthema „Das Verbot der Kommunistischen Partei Deutschlands“ (KPD) gewählt.
    In der folgenden Arbeit werde ich zunächst die Definition der Kommunistischen Partei Deutschlands, darstellen, sowie die Entstehung, die Geschichte und das Grundkonzept der Partei ausarbeiten. Im Weiteren werde ich mich ausführlich mit dem Verbot der KPD von 1956 beschäftigen und klären, welche Voraussetzungen für das Verbot einer Partei gegeben sein müssen. Am Ende werde ich noch die Neugründung der KPD erläutern.


    hat jemand noch Verbesserungs-Vorschläge, Tipps, Ideen was ich da noch reinschreiben kann??
    Danke im Voraus!

    Lg, krümpel
     
  19. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    In der Einleitung ist es zwar okay, auf sich selbst und das eigenen Interesse am Thema Bezug zu nehmen, aber dies sollte insgesamt weniger sein und sich im Rest der Arbeit nicht fortsetzen. Also am besten ganz auf ich, mir, mein, mich etc. verzichten.

    Was Du mit hinein nehmen könntest in die Einleitung, ist der Forschungsstand (bzw. die Forschungskontroverse) oder die Relevanz für die heutige Gesellschaft.
     
  20. Gaius Marius

    Gaius Marius Neues Mitglied

    Ich würde auf sowas ganz in der Einleitung verzichten und das eher im Vorwort platzieren.
     

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