Farben der Hospitaliter

Dieses Thema im Forum "Rittertum und Kreuzzüge" wurde erstellt von Manuel l'Aleman, 15. April 2009.

  1. Manuel l'Aleman

    Manuel l'Aleman Mitglied

    Nun saß ich mal wieder über nem Kreuzzugsschinken und hab so überlegt wann die Hospitaliter eigentlich vom weißen Kreuz auf schwarzem Grund zu weißem Kreuz auf rotem Grund übergegangen sind. Und warum?

    Dank für eure Hilfe.
     
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  2. timotheus

    timotheus Aktives Mitglied

    Das wann läßt sich einfach und schwierig zugleich beantworten: ab 1256 ging man dazu über, daß einzelne Ritterbrüder im Kampf einen roten Wappenrock (Der Ordensmantel blieb immer schwarz!) trugen, und ab 1258 gab es eine entsprechende schriftliche Verordnung dazu. Bis sich dies durchsetzte, gab es jedoch langjährige bzw. jahrzehntelange Dispute darüber, ehe sich dies ab den 1260ern praktisch durchsetzte und erst ab den 1270ern zum allgemein üblichen Usus wurde.
    Und darüberhinaus gab es auch in späteren Zeiten nach wie vor Beispiele von Ritterbrüdern mit schwarzem Wappenrock - so bspw. der Großmeister Foulques de Villaret, der mit dem Orden Rhodos eroberte.
    Vgl. dazu auch:
    http://www.geschichtsforum.de/93916-post177.html
    http://www.geschichtsforum.de/93947-post179.html
    http://www.geschichtsforum.de/102037-post187.html
    johanniter

    Das warum lag wahrscheinlich im Bestreben der Ritterbrüder des Ordens, sich gegenüber den anderen beiden Zweigen (Priesterbrüder, dienende Brüder) abzuheben - wie dies in den anderen großen Ritterorden (Templer, Deutschherren) bereits üblich war.
     
  3. Manuel l'Aleman

    Manuel l'Aleman Mitglied

    Danke für die prompte Antwort. Aha, da wollten sich die feinen Herren Ritter also etwas abgrenzen von ihren Brüdern als sie das blutrote Gewand, statt dem schwarzen, anlegten :D.

    Nunja wie ich las nahm man es mit der schlichten Ordensregel später nicht mehr so genau und trug hier und da auch schonmal einen Federhut oder etwas Geschmeide.
     
  4. timotheus

    timotheus Aktives Mitglied

    So ungewöhnlich war das jedoch auch wieder nicht: in sämtlichen Orden blieb die Dreiteilung der mittelalterlichen Gesellschaft weitgehend erhalten, und wie ich bereits schrieb, war die unterschiedliche Farbe in den anderen großen Ritterorden ja ebenfalls gegeben.

    Das war ab der rhodesischen Zeit der Fall.
    Was das Genaunehmen der Ordensregel angeht, brauchen wir noch nicht einmal so weit zu gehen, denn nach dieser hätten die Hospitaliter sich nie zum Ritterorden entwickeln dürfen, da in der Regel vom Kampf überhaupt keine Rede ist, sondern ausschließlich von der Hospitalität. Allerdings wurde sie andererseits unter Raymond Du Puy niedergeschrieben (höchstwahrscheinlich sind es jedoch die von Gerard gegeebenen Regularien gewesen), als die Ausweitung der Tätigkeiten auf kämpferisches Gebiet - wenn auch zunächst defensiv - bereits gegeben war.
     

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