Flugzeugträgerverband

Dieses Thema im Forum "Technikgeschichte" wurde erstellt von Dieter, 31. Juli 2009.

  1. Dieter

    Dieter Premiummitglied

    Kann mir mal jemand aus unserem Militärlager verraten, welche Schiffe und wie viele davon üblicherweise zu einem Flugzeugträgerkampfverband gehören?
     
  2. Guntbot

    Guntbot Gast

    hier einAuszug aus Wiki
    Carrier Strike Group [Bearbeiten]

    Eine Carrier Strike Group (kurz CSG, früher CBG für Carrier Battle Group) bezeichnet eine Kampfgruppe um einen Flugzeugträger.
    Die CSG der amerikanischen Marine bestehen üblicherweise aus folgenden Schiffstypen:

    muß man nur noch addieren hier noch ein Bild von einem Verband
    das spart das rechnen man kann einfach zählen=)

    800px-Abraham-Lincoln-battlegroup.jpg
     
  3. Dieter

    Dieter Premiummitglied

    Danke Guntbot!

    Genau das wollte ich wissen, habe mich aber im Internet totgesucht! :yes:
     
  4. Guntbot

    Guntbot Gast

    bitte bitte,das Geheimnis ist Finden nicht Suchen=)
     
  5. Neddy

    Neddy Aktives Mitglied

    US-Navy, heutzutage?
    Normalerweise 1 Träger, 1 Aegis Kreuzer, 2-3 Lenkwaffenzerstörer, 1-2 Jagd U-Boote, 1 Versorger
     
    Zuletzt bearbeitet: 31. Juli 2009
    1 Person gefällt das.
  6. pelzer

    pelzer Aktives Mitglied

    Hoi zämen

    Es scheint grad so, als gäbe es nur in den USA Flugzeugträgerkampfverbände...


    Gruss Pelzer

    .
     
  7. Neddy

    Neddy Aktives Mitglied

    Ist de facto auch so:

    Das wesentliche an einem Flugzeugträgerverband ist der Träger selbst. Die ganzen anderen Einheiten sind zwar notwendig, um den Träger angemessen zu schützen, aber im Ende steht und fällt die Wirksamkeit mit dem Träger, bzw. den dort eingeschifften Marineluftstreitkräften.

    Der Träger selbst ist ein schwimmender Flugplatz. Je mehr Flieger draufpassen, desto besser. In punkto Größe sind die US-Träger unerreicht. Dazu kommt auch die Anzahl. Als Fausformel gilt: Um durchgängig einen Flugzeugträger einsetzen zu können, brauchst Du ca. 2,5 - 3 Stück davon, da anderthalb bis zwei von drei Einheiten immer in der Instandsetzung oder in der Ausbildung stecken. Für einen scharfen Einsatz sollte man schon mal mindestens zwei Träger im Einsatzgebiet haben, damit für den Fall der Fälle ein zweiter Landeplatz zur Verfügung steht. Spätestens damit ist die US-Navy die einzige der Welt, die auf sich allein gestellt jahrein-jahraus eine einsatzfähige Trägerkomponente bereitstellen kann. (Von den verschiedenen notwendigen Flugzeugtypen, die auch nicht jeder hat, mal ganz zu schweigen.)
     
  8. querdenkerSZ2

    querdenkerSZ2 Aktives Mitglied

    Übertreib mal nicht , ausser dem Amis mit 11 haben nur die Brriten 3 Träger die durch 2 Neubauten ersetzt werden sollen .
    Italien hat 2 , alle anderen Betreiber nur einen Träger .
     
  9. Spanien verfügt auch über 2 Flugzeugträger (bitte nicht zu Träger kürzen, da auch Hubschrauberträger existieren) und für Indien sind derzeit mehrere im Bau bzw. Umbau.
     
  10. Neddy

    Neddy Aktives Mitglied

    @ Querdenker: Das mit dem übertreiben versteh ich jetzt nicht so wirklich.
    Da ich es aber als inhaltlich fundierte Kritik zu meinem letzten Post
    auffassen muss, hier ein paar Zahlen zum Vergleich (größtenteils aus wiki):

    Ein US-Träger der Nimitz-Klasse
    - verdrängt ca. 80 000 tons,
    - schleppt ca. 64 - 85 Flugzeuge mit sich rum, darunter Jagdbomber, reinrassige Jäger (das beste Mittel zur Selbst- und Verbandsverteidigung), Airborne Early Warning-Flugzeuge (die viele nicht haben, die aber ganz sinnvoll sind).
    Außerdem muss so ein atomgetriebener Träger nicht an die Tankstelle.


    Die Royal Navy:
    Drei leichte Träger der Invincible-Class. Ark Royal (als größter der drei britischen Träger):
    - 20 000 tons
    - ca. 20 Flugzeuge (neben den Sea King Helicoptern lediglich Harrier Senkrechtlander, der als Jagdflugzeug nur wenig taugt, keine airborne early warning Fähigkeit)
    - davon könnten sie mit ach&krach zwei gleichzeitig zum Einsatz bringen
    Die von Dir genannten neuen Träger müssen erst noch gebaut werden. Das ist noch weit hin, insbesondere, weil den Briten die Gelder für die Marine immer weiter zusammengestrichen werden. Derzeit sind sie gerade dabei ihre Festflüglerkomponente an die Luftwaffe zu verlieren - eine Organisation, mit der bereits die deutsche Kriegsmarine im zweiten Weltkrieg ganz ausgezeichnete Erfahrungen gemacht hat - so gut, dass sie den Seekrieg beinahe gewonnen hätte. (*Ehe das wieder jemand wörtlich nimmt: das war Sarkasmus!*)

    Die Franzosen:
    Haben ihren pannengeplagten Charles de Gaulle:
    - ca. 40 000 Tonnen,
    - ca. 40 Flieger, die sicher nicht schlechte Rafale, sogar Hawkeye als AEW-Komponente,
    auf dem Papier bestimmt der leistungsfähigste Nicht-US-Träger, aber:
    Wenn der in die Zwischeninstandsetzung geht, haben die Franzosen gar keine Trägerkomponente mehr. Die letzte Depotinstandsetzung begann im September 2007, war auf eine Dauer von 15 Monaten angelegt, danach muss ein Work-Up folgen. Ich kann jetzt nicht genau finden, wann sie einsatzfähig wird/geworden ist, das müsste aber irgendwo Mitte 2009 sein. Damit gab es für über anderthalb Jahre KEINE französische Trägerkampfgruppe.

    Die Spanier:
    Principe d'Asturias:
    - 17000 tons
    - 27 Flugzeuge, Starrflüger: Harrier, keine EW-Kapa
    Ein Träger, damit gilt für die Spanier das selbe wie für die Franzosen

    Italien:
    Garibaldi, 14000 tons, 6 Harrier, 8 Hubschrauber
    Cavour, 28 000 tons, 12-16 F35 (gibt's die in Italien überhaupt schon?) und 7-9 Helos

    Der Unterwasserschutz für Spanien und Italien fällt mangels nukleargetriebener Jagd-U-Boote aus, konventionelle Boote sind nicht schnell genug.
    Der US-amerikanische Aegis-Kreuzer ist in seiner Luftraumverteidigungskapazität von den anderen Marinen unerreicht.


    Die Briten waren die letzten Europäer, die 1982 vor den Falklands mit einer Trägerkampfgruppe operiert haben, und selbst für die war's haarscharf (wenige Monate später hätten sie die Dinger gar nicht mehr gehabt - die sollten nämlich gestrichen werden. Da hat die RN der argentinischen Junta einiges zu verdanken :scheinheilig:)
    Was Italiener, Franzosen und Spanier haben, reicht vorne und hinten nicht und für die Briten sehen Gegenwart und Zukunft zappenduster aus.
     
    2 Person(en) gefällt das.
  11. querdenkerSZ2

    querdenkerSZ2 Aktives Mitglied

    Dann muss man bei der US Navy auch die Amphibischen Angriffs Träger dazurechnen , denn die Juan Carlos gehört als LHD zu diesen .
     
  12. Guntbot

    Guntbot Gast

    @ Neddy
    welche Typen bezeichnest du als reinrassige Jäger?
    F14 oder F18? bei beiden Typen handelt es sich um Jagdbomber bzw Luftraumüberlegenheitsjäger aber reinrassige Jäger sind beide nicht
    eigentlich gibt es bei den modernen Lfzs keine reinen Jäger auch wenn sie ein F für fighter in ihrer Bezeichnung tragen
     
  13. Neddy

    Neddy Aktives Mitglied

    Mir ging's in erster Linie um die Abgrenzung zum Harrier, der ja nun nicht unbedingt ein erstklassiges Jagdflugzeug ist, von den meisten anderen stolzen Trägerbesitzern in Ermangelung eines besseren aber als solcher eingesetzt wird. Die F18 (und auch früher die F14) sind/waren da schon leistungsfähiger.
     
  14. Weder sind Jagd-U-Boote für den Unterwasserschutz noch Aegis-Systeme für die Luftraumverteidigung eine Notwendigkeit.
    Andere Systeme können diese Aufgaben auch übernehmen.

    Die F-14 ist schon außer Dienst und die F-35, welche die F-18 ablösen wird, ist definitiv kein Luftüberlegenheitsjäger, sondern praktisch ein amerikanischer Harrier der nächsten Generation mit Tarnkappen-Eigenschaften.
     
  15. Guntbot

    Guntbot Gast

    die F-35 ist ein echter Jagdbomber der auch sehr gut zur Luftraumverteidigung eingesetzt werden kann
    wogegen der Harrier ein reines Erdkampfflugzeug ist, zur Luftraumvereidigung taugt er nicht,das einzige was beide Typen gemeinsam haben sid die VTOL-Eigenschaften
     
  16. querdenkerSZ2

    querdenkerSZ2 Aktives Mitglied

    Bei der F 35 stellt sich die Frage welche Variante , das Trägerflugzeug ist die C , die B ist eine STOL Variante .
    B+ C vertragen nur 7,5 G die A bis zu 9G .
    Die Harrier , ursprünglich als Nahbereichs Erdkampfflugzeug entwickelt konnte sich im Falklandkrieg erstaunlich gut als Fighter bzw. Abfangjäger gegen die wesentlcih schnelleren Mirage durchsetzten .
    Viele der heutigen Mehrzweck- Fighter begannen ihre Karriere als Jäger , die F 14 und F 15 z.B , erst später in ihrer Laufbahn durch Aufrüstung sowie Stilllegung anderer Typen kamen weitere Rollen dazu .
    Die F 18 Hornet hat z.B. ihre Wurzeln in der YF 17 von Northrop ,dem Verlierer des Lightweight - Fighter Programms von 1974.
     
  17. Neddy

    Neddy Aktives Mitglied

    Welche?


    Zum Unterwasserschutz: Im Falklandkrieg hat ein britisches Atom-U-Boot den Kreuzer Admiral Belgrano ohne besonderes eigenes Risiko versenkt. Wenn er es gedurft hätte, hätte der britische Kommandant die beiden Lenkwaffenzerstörer (britische Type 42s), die die Belgrano "sichern" sollten, gleich mitgenommen. Bis zum Einschlag wussten die Argentinier nicht, dass sie bereits seit Tagen beschattet wurden.
    Die beste Waffe gegen ein U-Boot war damals und ist bis heute ein U-Boot! Es hört besser, ist selbst am besten versteckt und hat die größte Ausdauer. Fliegzeugs ist immer nur befristet im Einsatzgebiet und ein Schiff ist ein U-Boot-Opfer...

    Zum Aegis-System: Ich sprach vom Aegis-Kreuzer, nicht vom Aegis-System. Zu einer Leistungsfähigen Einheit zur Luftraumverteidigung benötigst Du neben dem Combat System auch den entsprechend leistungsfähigen Flugkörper in möglichst großer Zahl, idealerweise in einem Vertical Launch System - wegen der Feuergeschwindigkeit und eine möglichst ausdauernde und stabile (und das ist in der Regel proportional zur Größe) Plattform, die funktioniert und in ausreichender Stückzahl vorhanden ist.
     
  18. querdenkerSZ2

    querdenkerSZ2 Aktives Mitglied

    Das Aegis-System ist ja auch auf Zerstörern wie der amerikanischen Arleigh Burke-Klasse ,den japanischen Atago und Kongo-Klasse Zerstörern sowie den koreanischen King Sejong the Great-Zerstörern und den spanischen Fregatten der Alvaro de Bazan und den norwegischen Fridjof Nansen -Fregatten installiert .
    Es muss also nicht unbedingt ein Kreuzer sein , wobei die Fragatten mit über 5 oder 6.000 t die grösse von leichten Kreuzern des WW II erreicht haben und die Zerstörer mit teilweise über 10.000 t die der Washington -Kreuzer.
     
  19. Dieter

    Dieter Premiummitglied

    Dann wird's ja höchste Zeit, dass Deutschland endlich zwei Flugzeugträger der Niemitz-Klasse in Dienst stellt - einen vor Rügen, den anderen vor der Hallig Hooge! :D
     
  20. querdenkerSZ2

    querdenkerSZ2 Aktives Mitglied

    Irgendwie snd unsere bisherigen Versuche Flotten von Weltgeltung zu bauen immer etwas unglücklich ausgegangen .
    Ausserdem gehören 17 Flugzeugträger unseren Verbündeten in der Nato , 1 anderen Verbündeten , der Rest mehr oder weniger befreundeten Staaten .
    Das Geld könnte man besser ausgeben .
     

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