Folgen der Entdeckung Amerikas

Dieses Thema im Forum "Zeitalter der Entdeckungen (15. - 18. Jhd.)" wurde erstellt von b0db0y, 19. Dezember 2007.

  1. b0db0y

    b0db0y Neues Mitglied

    Welche Folgen hatte die Entdeckung Amerikas für Europa ?
    Gruß b0db0y
     
  2. askan

    askan Neues Mitglied

    Kartoffeln, Tabak und Tomaten!
     
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  3. Gaius Marius

    Gaius Marius Neues Mitglied

    Vielleicht die Zwickmühle sich einen Namen für den neu entdeckten Kontinent ausdenken zu müssen? :grübel::rofl:



    Mal im Ernst: Mit ein wenig Denkarbeit kann man die Aufgabe auch alleine lösen. Wenn du bei einem bestimmten Aspekt nicht mehr weiterkommst, kannst du ja noch mal nachfragen, und du bekommst bestimmt gerne eine Antwort.
    Deine Hausaufgaben musst du aber alleine machen.
     
  4. b0db0y

    b0db0y Neues Mitglied

    Die Frage bezieht sich auf das 15/16 Jahrhundert. Klar es gibt viele Folgen der Entdeckung Amerikas, aber mich interessieren nur die Wesentichen Entscheidenen Auswirkungen auf Europa.
    Zum Bespiel habe ich gelesen, dass es eine Preisrevolution in Europa gab. Die in Spanien begonenn hatte und später auch in Frankreich ,England eintratt. Was ist mit der Auswanderung von Europa nach Amerika?
    Ich hab schon ne menge gelesen, aber mir fehlt es schwer die wichtigsten Folgen der Entdeckung herauszufiltern!!!
     
  5. Gaius Marius

    Gaius Marius Neues Mitglied

    Dann schreib einfach mal, was du bis jetzt schon hast, was dir vorschwebt, etc. - dann können wir auch besser nachvollziehen, auf was genau sich nun deine Frage bezieht.
     
  6. deSilva

    deSilva Neues Mitglied

    Hmm, unsere Threads so da wirklich nicht so ergiebig...
    Mal einige Ansätze:
    (1) Die amerikanischen Zivilisationen wurden zerstört; 90% oder 95% der einheimischen Bevölkerung (durch Krankheiten) ausgerottet.
    (2) Verstärkter Sklavenhandel wegen der im großem Umfang eingeführten Negersklaven (Karibik, Brasilien, später Südstaaten der USA).
    (3) Es wurden in bedeutendem Umfang Edelmetalle (vor allem Silber) eingeführt, was zu verstärkten Münzprägungen und einer Belebung des Finanz- und Wirtschaftslebens führte.
    (4) Das Navigationswesen wurde stark verbessert (Astronomie an sich, Kartenkunde, Kompass, Sextant, Chronometer)
    (5) Neue Nahrungsmittel (Kartoffeln, Tomate, Sonnenblumen, Bohnen, Kürbis, Mais)
    (6) Völlig neue Exotische Tier- und Pflanzenwelt
    (7) Auswanderungsmöglichkeit in einen "leeren" Kontinent
    (8) Emanzipation von staatlichen und religiösen Zwängen
    (9) Die Vereinigten Staaten werden nach 1850 das "Land der unbegrenzten Möglichkeiten"
    (10) Die Amerikanischen Plantagen liefern nach einiger Zeit: Kaffee, Zucker, Kakao, Baumwolle, Tabak
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Mai 2008
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  7. askan

    askan Neues Mitglied

    Und der wirtschaftliche Niedergang des Osmanischen Reiches und Venedigs, da die begehrten Luxusgüter nicht mehr kostspielig und gut verzollt durch den Orient transportiert werden müssen.
     
  8. deSilva

    deSilva Neues Mitglied

    Nanu, kamen die denn nun aus Amerika?

    Richtig ist aber, dass sowohl der Mittelmeerhandel wie auch der Ostseehandel zurückging! Das habe ich nie so richtig verstanden.. Der Atlantikhandel (?) mochte ja einen größeren Umfang angenommen haben, aber warum ging dadurch (?) der (z.B.) Ostseehandel zurück?
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Mai 2008
  9. deSilva

    deSilva Neues Mitglied

    Aus Amerika kam:
    Tabak, Zucker, Kaffee, Kakao, Baumwolle
    Aber nichts davon sofort....
    (Ich ergänze das mal oben..)
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Mai 2008
  10. Eine Kausalitätsdebatte dürfte hier ziemlich verfehlt sein. Das Thema könnte man anhand hunderter oder tausender Seiten ausleuchten. Das läuft auf eine was wäre wenn Debatte hinaus, nicht gut. Was wäre wenn, Montezuma gewonnen hätte, Pizarro vergiftet worden wäre oder Granada hätte verteidigt werden können? Das hilft dem Gast nicht für den Vortrag. Drucke das hier aus, zeige das dem Lehrer und bitte höflich und freundlich, um einer präziser gestelltes Thema. Ansonsten halte einen Vortrag über Intel, das Internet, iPods, Coca Cola, den Hamburger und die Mondlandung. Oder über desilvas Kakao, Tomaten (wobei wir bei Thema Hamburger wären) oder über Zigarettenqualm, Kokain (in Ergänzung der Liste). Der Lehrer odere Ausbilder müsste das verstehen. Viel Spaß weiterhin im Forum.
     
  11. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

    Mit deiner Einstellung zu Lehrern bist Du schonmal mit 1....2 Mitgliedern aneinandergeraten und ich fürchte auch hier ist dein Tipp kaum praxistauglich.
    Klar kann man die Fragestellung bis ins kleinste erörtern und mit Hinweis auf die Stofffülle den Vortrag ablehnen. Der Lehrer wird dies kaum einsehen und darauf verweisen, dass es ausreicht grobe Linien zu nennen und ein paar Argumente zu bringen inwieweit die wirklich auf der Entdeckung Amerikas beruhen oder mit anderen Faktoren zusammenhängen.
    Bedenke, dass der Vortrag schon nächste Woche gehalten werden soll und der Lehrer seine Unterrichtsplanung darauf eingestellt hat. So kurzfristig wird er einen wegfall nicht kompensieren können und es ist fraglich ob sich bis zum Stichtermin noch ein Gespräch ergibt.

    einige Fragen für den Gast: Was habt ihr zuvor behandelt? Welche Staaten, welche Prozessen,...
    Haben diese einen Bezug zu Amerika? Somit kannst Du Schwerpunkte setzen.
    Es kamen schon Hinweise auf die Urbevölkerung Amerikas, weshalb ich hierauf nicht eingehen möchte.
    Also Europa: Wer engagierte sich in Amerika? Warum? Wurden diese Ziele erreicht?

    Schaut am besten erstmal in euer Geschichtsbuch. Dort findet man meist ein paar Informationen welchen Dingen man genauer nachgehen sollte.
     
  12. TGDarmstadt

    TGDarmstadt Neues Mitglied

    Wenn du mir als Schüler eine Referat über Coca Cola mit der Begründung halten würdest, ich hätte das Thema nicht klar eingegrenzt, wäre die Antwort eindeutig: Setzen, Sechs! :motz: Aber zum Glück bist du nicht mein Schüler.

    Das Thema des Referats ist klar definiert. Es ist eines der Pflichtthemen sowohl in Klasse 8 als auch in Klasse 11. Die übergeordnete Unterrichtsreihe ist die "Eroberung und Europäisierung der Welt". Damit ist klar umrissen, dass die Folgen der Entdeckung und Eroberung Amerikas durch die Europäer im 16. Jahrhundert untersucht werden soll.
    Von den Schülern wird nun erwartet, dass sie das Thema erstmal selbt analysieren:
    Für wen hatte die Eroberung Folgen?
    Was waren diese Folgen?
    Waren es positive oder negative Folgen?
    Mit diesen Fragen kommt ihr schon ziemlich weit und könnt den Rahmen des Referats abstecken.

    Anschließend solltet ihr zum Lehrer gehen und ihm diesen Rahmen kurz vorstellen. Er soll euch sagen, ob der Rahmen in Ordnung ist oder ob noch etwas fehlt. Vielleicht sagt er euch ja auch, dass ihr bestimmte Punkte aus Zeitgründen weglassen könnt. Und danach geht es ans Referat ausarbeiten.
     
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  13. lynxxx

    lynxxx Neues Mitglied

    interessant ist die Bedeutung Amerikas mal global historisch zu beleuchten z.B. für die Wanderungen von Bevölkerung und die Wirtschaft. So ist bis Mitte des 17. Jh. von den meisten westlichen Reichen mehr Geld und "Menschen" (Hugenotten, Quäker, Baptisten, Kapuziner, Jesuiten, Protestanten, Juden, Kaufleute, Waffentechniker, usw.) in das Osmanische Reich geflossen, als in den amerikanischen Doppelkontinent. Es wurden im 17. Jh. auch mehr Gewinne im Osmanischen Reich durch die holländischen, französischen, englischen, usw. Kaufleute, Geschäftsmänner und Händler erwirtschaftet, als bei ihren Kollegen in Amerika und Ostasien gemeinsam. Es lebten im 17. Jh. z.B. auch immer noch mehr Engländer und Franzosen im Osmanischen Reich, als in Amerika.

    Nur mal so den Blick von oben, vom Mars oder Venus auf die Erde geschildert... :)

    PS: aus:
    http://www.geschichtsforum.de/f171/ottoman-empire-early-modern-europe-21581/
    S. 232.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Mai 2008
    1 Person gefällt das.
  14. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    Das ist ja auch nicht weiter verwunderlich. Der wirkliche Run nach Amerika mit Millionen Einwanderern begann erst Mitte des 19. Jahrhundert.
     
  15. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Warenströme sind immer interessant :winke:

    Für die Versorgung und die Erhaltung der Seemachtstellung Englands im 18. Jahrhundert war der Holzimport nebst der Ausrüstungsmaterialien aus Amerika von großer Bedeutung, auch wenn 2-3 mal teurer als aus Nordeuropa (vorzugsweise wurde der massenhafte Bedarf an Schiffsmasten gedeckt):

    zum Beispiel:
    Environmental History Resources - Essays - Wood in world history
    British timber trade - Wikipedia, the free encyclopedia
    Timber Trade History
     
  16. lynxxx

    lynxxx Neues Mitglied

    der Turnaround bezgl. des Osmanischen Reiches vs. Amerika/Ostasien war ja wie gesagt Mitte des 17. Jh.

    Und BalticBirdy, ich hatte vor dem Lesen dieses Buches immer geglaubt, das Volumen an Gewinnen und Menschen wäre in Amerika schon vorher größer gewesen, angesichts der gewaltigen Dimensionen des Doppelkontinents und angesichts der zahlreichen Länder, die an der Kolonisierung beteiligt waren. Aber die ökonomische Geschichte des Osm. Reiches hat in der letzen Dekade immense Fortschritte gemacht und einige Relationen wurden deutlicher.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Mai 2008
    1 Person gefällt das.
  17. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Die ökonomischen, politischen und sozialen Folgen...

    An der Stelle sollte man weitermachen :friends:
     
  18. TGDarmstadt

    TGDarmstadt Neues Mitglied

    Richtig! Das sind die Aspekte, die es zu untersuchen gilt. Kombiniert mit den von mir formulierten Fragen:

    ergibt das schon einen brauchbaren Inhalt für das Referat. Ich schlage aber vor, diese Arbeit dem Schüler zu überlassen. Sonst machen wir ihm hier die Hausaufgaben.
     
  19. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Also, dem Ingenör ist nichts zu schwör.
    Wirtschaftsprüfer (können und) wissen alles besser :devil:
    Theologen haben bekanntermaßen die beste Allgemeinbildung.
    Und Quotenkoreaner haben wie alle Linguisten immer das letzte Wort :rofl:

    Zurück zum Thema und zu den angesprochenen Folgen: Wer, was, wann, wieso und weshalb?



    _______________
    P.S.:
    Christoph Columbus ist einer der ersten Volkswirte gewesen. Als er die Segel setzte, um Amerika zu entdecken,
    - wusste er nicht wohin er segelte.
    - als er ankam, wusste er nicht, wo er war.
    - und all das hat er mit einem staatlichen Stipendium finanziert.
     
  20. Gaius Marius

    Gaius Marius Neues Mitglied

    (...)
    @Gast: Frag am besten nochmal bei deinem Lehrer nach, welche Gebiete der Vortrag genau abdecken soll. Ansonsten lies dir mal die entsprechenden Seiten in deinem Geschichtsbuch durch, da müsstest du zumindest die gewünschte Dimension und Anregungen herkriegen.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 16. Mai 2008

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