Französischer Adel und Immunität

Dieses Thema im Forum "Absolutismus und Aufklärung (1648-1789)" wurde erstellt von Nergal, 12. August 2015.

  1. Nergal

    Nergal Aktives Mitglied

    Habe, vor einiger Zeit, beim Lesen von Louis-Sébastien Merciers "Das Jahr 2440" eine Stelle gefunden wo der Autor die Zukunft für den besseren Umgang des kutschefahrenden Adels mit den Fußgängern rühmt, und als Negativbeispiel das Frankreich seiner Gegenwart (18.Jh.) dient.

    Wie war das damals wirklich?
    Konnte ein Adeliger einen nichtadligen Fußgänger ohne furcht vor Konsequenzen anfahren/überfahren und möglicherweise liegen lassen?

    Wie viel Willkür und Gewalt konnte sich der Adel damals, ungestraft, gegenüber dem Volk "leisten"?

     
  2. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Ich habe noch nie was von einer einer juristischen Immunität gelesen.

    Dass man faktisch mit heiler Haut davon kam, wird ja in "The Tale of two cities" von 1859 aus der Feder von Charles Dickens thematisiert.

    Wobei ich mir bei Mercier genauso wie bei Dickens gut schriftstellerische Freiheit vorstellen kann.

    Prinzipiell konnte aber ein nichtadeliger Untertan natürlich durchaus einen Adligen anzeigen.
     

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