Franzosen- und Indianerkriege= siebenjähriger krieg??

Dieses Thema im Forum "Absolutismus und Aufklärung (1648-1789)" wurde erstellt von esm95, 23. September 2012.

  1. esm95

    esm95 Neues Mitglied

    Die frage steht oben.. lerne grade für meine klausur und das hat mich jetzt sehr irritiert weil der 7 jähr. krieg von 1756 bis 1763 dauert und ich dann auch mal 1754 bis 1763 ghelesen habe.. dass wären doch aber neun jahre?!!
     
  2. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied


    Der Siebenjährige Krieg war ein früher Weltkrieg mit Kriegsschauplätzen in Mitteleuropa, Indien, den Weltmeeren, der Karibik und Nordamerika. Bereits im Österreichischen Erbfolgekrieg gab es Ableger kriegerischer Konflikte in Nordamerika, die dort gewöhnlich King George´s War genannt werden. Der French and Indian War war im Grunde ein Ableger des Siebenjährigen Krieges, allerdings begannen die Kampfhandlungen in Nordamerika bereits zwei Jahre bevor sie in Europa ausbrachen, als Friedrich II. in Sachsen einmarschierte. Im siebenjährigen Krieg gab es verschiedene Friedenschlüsse. 1763 schlossen Österreich und Preußen im sächsischen Jagdschloss von Hubertusburg. Die Kampfhandlungen zwischen Franzosen und Briten in Nordamerika, aber auch die zwischen den Franzosen und den Briten samt ihren verbündeten deutschen Fürstentümern wurde durch den Präliminarfrieden von Fontainebleau 1762 beendet, dem der 1. Vertrag von Paris 1763 folgte.


    Die Streitigkeiten in Nordamerika waren einer der Kriegsauslöser. Georg II. wollte sein Kurfürstentum Hannover sichern, weshalb er mit Friedrich II. die Konvention von Westminster schloss. Der Preußenkönig hatte gehofft, damit seine Gegner Österrreich und Russland diplomatisch in Schach halten zu können, aber er hatte sich gründlich verrechnet. Die Franzosen, die darüber nicht einmal informiert wurden fühlten sich brüskiert, und so gelang dem Österreichischen Premier von Kaunitz das Renversement des Alliances, das Bündnis der "Erbfeinde" Habsburg und Bourbon. In dieser Situation kam der Preußenkönig seinen Gegnern zuvor und fiel in das neutrale Sachsen ein. Die Preußen, Hannoveraner, Braunschweiger und Hessen fesselten französische Armeen in Europa, während in Nordamerika nach anfänglichen Erfolgen der Franzosen sich 1759 die Briten durchsetzen. 1761 gingen die Kampfhandlungen in Nordamerika zuende, und mit dem Tod Georg II. und dem Sturz des älteren Pitt drehten die Briten den Preußen den Subsidienhahn zu. Was Preußen rettete, war ein zweiter Todesfall, 1762 starb Zarin Elisabeth. Ihr Nachfolger und neffe Peter III. schloss ein Bündnis mit Preußen, wurde aber bald darauf durch einen Militärputsch gestürzt und getötet. Seine Gattin Katherina II. beendete das Bündnis mit Preußen, stieg aber nicht wieder in den Krieg ein.
     

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