Fürstenaufstand 1552

Dieses Thema im Forum "Zeitalter der Glaubensspaltung (1517 - 1648)" wurde erstellt von Gast, 13. April 2008.

  1. Gast

    Gast Gast

    Hallo,
    ich habe eine Frage zum Fürstenaufstand 1552.
    Warum haben auch katholische Kirchen daran teilgenommen`?
    Danke
     
  2. stormy

    stormy Neues Mitglied

    Woher hast du denn die Information, ich dachte das wäre eine protestantische "Bewegung" gewesen, gib mal bitte eine Quelle an.
     
  3. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Geht es um den Schmalkaldischen Krieg?

    Moritz von Sachsen hatte sich, nachdem er auf der Seite des Kaisers gestanden hatte, der antikaiserlichen Allianz angeschlossen. Durch die Niederlage des ernestinischen Sachsen unter Kurfürst Johann Friedrich bei Mühlberg 1547 hatte noch die protestantische Allianz vor dem Ende gestanden. Auf Herzog Moritz vom albertinischen Sachsen ging die Kurwürde von seinem geschlagenen Verwandten über, jedoch stellte sich nun Moritz gegen Karl V.. Zum ersten Mal erlangte eine deutsche Fürstenkoalition eine solche Bündnissituation indem diese nämlich mit dem katholischen König Henri III von Frankreich eine Allianz eingingen. Dies zwang die habsburgische Seite, wobei v.a. Ferdinand I. eine andere Reichspolitik als sein Bruder Karl V. verfolgte, 1552 in den Vertrag von Passau einzuwilligen, welcher einer Lösung des Konflikts näher kam.
     
  4. Gast

    Gast Gast

    Entschuldigung, habe mich im Gedanken verschrieben. Ich wollte fragen warum auch katholische Fürsten an diesem Aufstand teilnahmen? Es geht um den Fürstenaufstand bzw Krieg. Dieser wurde durch die Unzufriedenheit ausgelöst, hauptsächlich wegen den Beschlüssen auf dem Augsburger Reichtages.(1548)
     
  5. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Schließt Deine Frage Henri III ein? Ich denke es ging darum, dass viele Fürsten und auch der französische König eine Allmacht des Kaisers befürchteten. Kurzum der Machtzuwachs Karl V. durch den Sieg über die Truppen des Schmalkaldischen Bundes bei Mühlberg ließ befürchten, dass nun der Kaiser vollends in die Offensive ging und den Einfluss der Reichsfürsten zurückdrängte und eine neue Form des Kaisertums etablierte, welche eine Beschneidung der Macht der Fürsten vorgesehen hätte.
    Das konnten weder Henri III von Frankreich, noch die Reichsfürsten wünschen.
     
  6. Josephine

    Josephine Neues Mitglied


    Hallo Brissotin,

    Du meinst doch bestimmt Heinrich II. von Frankreich, dieser stand doch öfters im Gegensatz zu Karl V.

    Gruß...
     
  7. Arcimboldo

    Arcimboldo Aktives Mitglied

    So war es wohl....:richter:

    Anhaltende Willkür und Demütigung gegen die Reichsfüren wurde als Bedrohung ihres Standes empfunden und 1552 - nur 4 Monate nach der Reichsexekution gegen Magdeburg, die Moritz durchführte ritt er an der Spitze seiner 1000 Söldner und des erneuerten luther. Fürstenbundes nach Süddeutschland, besetzte Augsburg und stand am 22. Mai vor Innsbruck , wohin Karl V. sich zurückgezogen hatte. Von der Hilfe deutscher kath. Fürsten für ihren Herren und Verbündeten war weit-und breit nichts zu sehen.....

    http://www.geschichtsforum.de/f81/renaissancefuerst-aus-sachsen-5076/


     
  8. Lili

    Lili Neues Mitglied

    Einer der Auslöser war der Reichstag von 1548 in Augsburg: Reichstage zu Augsburg – Wikipedia

    Aus Furcht um ihre Liberalität schlossen sich protestantische Fürsten zu einem Bündnis zusammen, wobei sich die Torgauer Obligation Waffenhilfe bei Frankreich sicherte und Heinrich II. als Ausgleich Metz, Verdun und Toul zusicherten. In der tat erklärte Frankreich 1551 dem HRRDN den Krieg. Moritz von Sachsen gab sich in der Tat noch kaisertreu und ritt gegen Magdeburg, verbündete sich dort aber mit der Stadt und weiteren Kaisergegnern und scheuchte Karl V. bis nach Tirol. Die katholischen reichsstände verhielten sich während des Fürstenaufstands betont neutral, da ein kaiserlicher Machtzuwachs durchaus auch nicht in ihrem Interesse war. Eine Konsequenz des Friedenschlusses mit den Fürsten in Passau war übrigens der Augsburger Religionsfriede. Mit Frankreich blieb das HRRDN noch bis 1556 im Krieg, schlussendlich gingen die zugesicherten Bistümer aber doch in Frankreichs besitz über, weil Ferdinand I. kurz nach seinem Amtsantritt die Kampfhandlungen einstellte.
     
  9. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    :autsch::red:
    Stimmt, mir schwirren gerade zuviele Henris im Kopf rum, der andere wurde ja erst in den 1570ern König.
     
  10. Josephine

    Josephine Neues Mitglied


    ....und außerdem hatte der nichts im Hirn, ich meine der Dritte, außer seine Mignons..............;)
     
  11. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Och naja, er lebte auch in einer schwierigen Zeit der Parteikämpfe, erst am Ende beschritt er dann mit seinem Nachfolger aus dem Hause Bourbon den Weg, der später zu einer Restaurierung der Macht des Königs führen sollte.

    Nee, war schon bitter für mich, zweimal den selben falschen Henri zu schreiben.:cry:
     
  12. Josephine

    Josephine Neues Mitglied


    Hallo,

    schwere Zeiten sind nicht immer eine Entschuldigung - ich meine natürlich für den Henri III., ansonsten - so ist das Leben ;)
     

Diese Seite empfehlen