Galileis Bild vom Mond

Dieses Thema im Forum "Technikgeschichte" wurde erstellt von Dieskorekt, 8. Juni 2014.

  1. Dieskorekt

    Dieskorekt Gast

    Hallo,

    eine Frage: Wieso stimmtes Galileos Bilder vom Mond nicht mit dem, was man heute aus einem Teleskop sieht, überein?
     
  2. YoungArkas

    YoungArkas Neues Mitglied

    In wie fern stimmen sie nicht überein? Die Zeichnung, die man in Wikipedia sieht ist doch recht nah an der Realität des Fotos?
     
  3. schwedenmann

    schwedenmann Aktives Mitglied

    Mondvergleich

    Hallo

    meinst du den Unterschied heir:
    Heretic to hero


    Ich würde ganz einfach sagen, Gallileo war eben kein Dürer, oder da Vinci, was das Zeichnen angeht :devil:

    Das erklärt die Unterschiede.

    mfg
    schwedenmann
     
  4. edgar

    edgar Aktives Mitglied

    Du meinst sicherlich den Winkel und nicht diverse Ungenauigkeiten.
    Das Angesicht des Mondes ändert scih ständig.
    Schau mal in Wikipedia unter Libration, Nutation und Präzession der Erdachse.
     
  5. Apvar

    Apvar Premiummitglied

    Und nicht vergessen das die Fernrohre noch nicht die Präzision von heute hatten. Die Gesetze der Optik waren wenn nur rudimentär bekannt. Und wie welche Glassorten die Lichtbrechung beeinflussen.
    Und wie sich Dreck im Strahlengang des Fernrohres auswirkt? Ob das bekannt war? Glaube eher nicht.
    Fernrohre waren Werkzeuge, damals, welche erst am Anfang einer langen Entwicklungskette gewesen sind.

    Apvar
     
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  6. hatl

    hatl Premiummitglied

    :D:D

    Kann schon sein, dass er so ein schlechter Zeichner war.
    Vielleicht geht aber die Zeichnung Deiner Quelle schlicht an dem vorbei, was der "Künstler" hervorheben wollte.
    Und das wiederum könnte man erahnen, wenn man sieht, dass es sich hier um ein Doppelbild handelt, dessen einzig genau gezeichnetes Element ein und derselbe vergrößert dargestellte Krater ist, der bei verschiedenen Mondphasen auch Schatten aus verschiedenen Richtungen in das Kraterzentrum wirft. Es ist also naheliegend anzunehmen, dass Galilei hier nicht wirklich eine Gesamtdarstellung des Mondes beabsichtigte,
    sondern sich auf das Phänomen des speziellen Schattenwurfs konzentrierte.
    Und dieses musste ihn geradezu berauschen und verblüffen (heute würde man sagen "elektrisieren").
    Denn wenn sich irdische Erscheinungen wie Berg und Tal mit ihren Erscheinungen von Licht und Schatten in der Himmelssphäre finden, dann ist der erste Schritt zur Universalität, also der allesumspannenden Gültigkeit, der Naturgesetze getan,
    deren Basis eben erst durch Gallei bearbeitet, wenn nicht begründet wurde.

    Grüße hatl

    Der Hinweis von Apvar wirft einen wichtigen Aspekt auf die Darstellungsmöglichkeiten Galileis. Denn es waren seine Teleskope wirklich in jeder Hinsicht hundsmiserabel.
    Das betrifft Verschmutzungen (auch im Glas selber), Güte der Oberfläche, Blickwinkel (Galilei konnte nicht den gesamten Mond unverschwommen betrachten) als auch Farbverzerrungen.
     

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