'Geisselung' von Piero della Francesca: Mord? Thesen bestätigt?

Dieses Thema im Forum "Krisenzeiten und Renaissance (14. - 15. Jhd.)" wurde erstellt von oberhaenslir, 17. Mai 2008.

  1. oberhaenslir

    oberhaenslir Gesperrt

    Hier eine Frage aus der Kunstgeschichte der Renaissance:

    Die 'Geisselung' von Piero della Francesca ist eines der bekanntesten Gemälde der italienischen Renaissance (um 1460 bis 1465):
    http://www.dl.ket.org/webmuseum/wm/pa

    Es soll eine Anspielung auf die Ermordung von Oddantio de Montefeltro, des
    Thronerben von Urbino, enthalten. Wer waren die Mörder? Sind sie auf dem Bild?

    Wurden die Thesen Bernd Roecks in 'Mörder, Maler und Mäzene' bestätigt?
    http://utenti.romascuola.net/BRAMARTE/400/img/pie2.jpg
    Von wem?
     
  2. oberhaenslir

    oberhaenslir Gesperrt

  3. oberhaenslir

    oberhaenslir Gesperrt

    Hier einige Stellungnahmen

    Rezensionsnotiz aus der Neuen Zürcher Zeitung, 22.11.2006:
    "Selbst noch die Abbildungen seien in diesem wunderbar gestalteten Buch genauestens auf den Text bezogen, lobt die Rezensentin Caroline Schnyder, sichtlich angeregt von den kriminalistisch konkreten Detailanalysen des Autors ebenso wie von der "unbeschwert-gewandten" Sprache. Bernd Roecks großer Coup sei der Moment, wenn er gewissermaßen als Kronzeuge eine Legendensammlung aus dem dreizehnten Jahrhundert aus dem Sack zieht und damit eine Lösung für das Rätsel in Piero della Francescas Gemälde "Geißelung" präsentiert. Roeck liefert als erster eine stimmige Interpretation, lobt Schnyder. Die "Geißelung" ist demnach eine in Öl gemalte "Mordanklage", die Ross und Reiter nennt."

    Rezensionsnotiz aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, 04.10.2006:
    "Spannend wie einen Krimi findet Rezensent Dirk Schümer diese Studie des Historikers Bernd Roeck über Piero della Francescas berühmtes Gemälde "Die Geißelung Christi". Dieses Bild enthält versteckte Hinweise auf einen bislang ungelösten Kriminalfall, die Ermordung des jugendlichen Herzog von Urbino, Oddantonio da Montefeltro, im Jahr 1444. Roecks Analyse des Gemäldes, durch die er den Fall aufklären kann, hält Schümer für "sensationell". Die souveräne, materialreiche Beweisführung des "Kunstkommisars" hat ihn rundum überzeugt. Auch die sprachlichen Fertigkeiten sowie die außerordentliche Vertrautheit mit der Lebenswelt der Renaissance, die der Autor an den Tag legt, haben Schümer beeindruckt. Und so würdigt er Roeck gerne als einen der "profiliertesten und genialsten Historiker seiner Generation"."

    Der Rezensent der Süddeutschen ist von dem Werk ebenfalls gefesselt, jedoch manches, was Roeck zur Untermauerung seiner späten Anklage vorbringt, hat ihn nicht vollends überzeugen können.

    Bernd Roeck - Mörder, Maler und Mäzene
     

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