Georg Pencz: Merkurdarstellung (etwa 1520)

Dieses Thema im Forum "Krisenzeiten und Renaissance (14. - 15. Jhd.)" wurde erstellt von ospost, 25. November 2012.

  1. ospost

    ospost Neues Mitglied

    hallo
    wir müssen einen kupferstich von georg pencz um 1520 beschreiben. hier ein kleiner ausschnitt. was bedeuten die hähne vor dem wagen? was bedeutet das zeichen über dem arm des mannes?


    danke.
     

    Anhänge:

  2. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    ☿ ist das astronomische Symbol für Merkur, genauso wie der Merkurstab, den die "Person" in den Armen hält, nicht zu verwechseln mit dem Äskulapstab. Der Hahn war ein Attribut, welches man Merkur in der frühen Neuzeit offenbar gerne beigesellte (vgl. Goltzius).
     
  3. Klaus P.

    Klaus P. Aktives Mitglied

    Zu Merkur[dem griech. Hermes entsprechend]darstellungen habe ich hier Folgendes gefunde:
    "... Seine Zeichen waren der Heroldsstab in der linken und das marsupium (Geldbeutel aus dem Balg eines kleinen Tieres) in der rechten Hand.; zudem ein Reisehut auf dem Kopf. Wahlweise konnte der Hut wegfallen und ihm direkt Flügel aus den Haarlocken spriessen und das marsupium durch eine Spendenschale ersetzt sein. Der Stab hiess auf Griechisch kerykeion und auf Latein caduceus. Zumeist geflügelt und mit zwei achtförmig gewundenen Schlangen dargestellt, konnte dieses Utensil Menschen einschläfern, aufwecken und Botschaften durch Träume vermitteln. Häufig erscheint noch ein Mantel, der entweder um linken Arm gewickelt oder über die Brust geführt ist. Ansonsten erscheint der Gott nackt...
    Der Consul Q. Fabius Maximus soll 233 v.Chr. den Karthagern die Wahl zwischen Krieg und Frieden angeboten haben. Zum Zeichen ihrer Wahl übersandte er ihnen eine Lanze und einen caduceus. Als Friedensattribut übernahm ihn die augusteische Propaganda für die Pax Romana. Von an erhielt der Gott den Ehrennamen Mercurius Augustus. Als Attribut tauchte nun ein stolzer Kampfhahn mit einem Palmzweig im Schnabel auf. Diese Ausprägung umschreibt am besten einen Sieger in athletischen Wettkämpfen und selbst die Griechen konnten sich mit dieser neuen Form als Hermes Enagonios (d.h. als Gott über die Palästra) anfreunden..."
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. November 2012

Diese Seite empfehlen