Grabungstechniker

Dieses Thema im Forum "Archäologie" wurde erstellt von Graf Zahl, 2. September 2009.

  1. Graf Zahl

    Graf Zahl Neues Mitglied

    Hallo erstmal, ich interessiere mich schon länger für die Archäologie, da ich durch mein Schulabschluss kein Studium anfangen kann, kam mir der Beruf des Grabungstechniker in den Sinn. Ich hab mich also im I-net über diesen Beruf Informiert und da stand das es eine Weiterbildung nach einer Berufsausbildung ist. Zurzeit absolviere ich eine Berufsausbildung zum Lebensmitteltechniker nun stellt sich mir die Frage ob ich nach so einer Ausbildung die Weiterbildung machen kann oder ob ich eine andere Ausbildung machen muss um die Fortbildung zu beginnen.
    Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen
     
  2. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Der Beruf, der zuvor erlernt wurde, sollte nützlich für den Grabungstechniker sein. Ich habe mich selbst einmal dafür interessiert. Daher weiß ich, dass Fotograph oder Bauzeichner bsw. Berufsausbildungen haben, welche als Grundlage dienen können. Der Grund ist einleuchtend. Beide haben ein gewisses Rüstzeug zur Dokumentierung der Grabungsorte.

    Mein Tipp wäre aber, geh einfach mal zum Denkmalamt in Deiner Nähe bzw. zum entsprechenden Referat (in BaWü) bei dem Regierungspräsidium in Deiner Gegend und frage dort einmal an. Viele die dort Grabungen aktiv durchführen, sind selber Grabungstechniker und können Dir Tipps aus ihrem Erlebten geben. Das solltest Du rechtzeitig tun, weil die Fortbildung zum Grabungstechniker auch eine gewisse Grabungserfahrung vorraussetzt, welche man durch Praktika zuvor erwerben sollte. Rechtzeitig sich um die Stellen zu bewerben wäre also unbedingt empfehlenswert.
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. September 2009
  3. Graf Zahl

    Graf Zahl Neues Mitglied

    danke für die Antwort dann werd ich mal zum Denkmalamt gehen

    sollte der zuvor erlernte beruf nützlich sein für den Grabungstechniker oder muss er das um an der Weiterbildung teilnehmen zu können?
     
  4. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Ich tippe mal auf beides.
     
  5. Graf Zahl

    Graf Zahl Neues Mitglied

    und dann habe ich noch ne Frage sind hier vielleicht welche aus diesem Beruf die aus eigener Erfahrung berichten können oder mir ein paar grundlegende tipps geben können
     
  6. Galgenpapst

    Galgenpapst Aktives Mitglied

    Ja, in gewisser Weise habe ich als Archäologe mit dem Thema zu tuen. Die oben gegebenen Ratschläge sind schon sehr gut: Wende dich rechtzeitig an die entsprechenden Fachämter, um dich kundig zu machen. Plätze sind rar! Und besuche Ausgrabungen in deiner Nähe; oftmals ist nicht der Archäologe vor Ort (der sitzt im Büro und unterschreibt Urlaubszettel seiner Mitarbeitet ;-)), wohl aber ein Techniker. Es gibt einige technische Handbücher zur den diversen Techniken der Ausgrabung; die kann ich dir im Vorfeld ebenfalls empfehlen.
    LG Galgenpapst

    PS Bei weiteren Fragen melde dich
     
  7. Graf Zahl

    Graf Zahl Neues Mitglied

    so war jetzt beim denkmalamt und hab nachgefragt und mir wurde gesagt das in ganz schleswig holstein niemand mehr zum grabungstechniker ausbildet
     
  8. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Der Grabungstechniker ist inzwischen zum Ausgrabungsingenieur mutiert. Kann man an der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin studieren.
     
  9. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Gab es den Hochschulweg aber nicht auch schon früher?

    Hatte gedacht, ich hätte mal eine Dame getroffen, die hatte den auch schon zu Zeiten der Grabungstechnikerausbildung eingeschlagen (und abgebrochen).

    Die Bundesagentur für Arbeit führt den Grabungstechniker übrigens noch: http://infobub.arbeitsagentur.de/berufe/start?dest=profession&prof-id=6069

    In Westfalen-Lippe wird der scheinbar auch noch ausgebildet: http://www.lwl.org/LWL/Der_LWL/Jobs/Ausbildung/Ausbildungsberufe/1248329245
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. September 2009
  10. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Den Studiengang dürfte es schon seit mindestens zehn Jahren geben. Aber häufig ist das Etablieren des Studiengangs und der Wegfall der nichtakademischen Berufsausbildung ja ein schleichender Prozess.
     
  11. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Stimmt ja, hatte auch gestern im Radio gehört, dass bemängelt wurde, dass es zuwenige Studierende gäbe. Da ist das natürlich ein schöner Weg, dem Abhilfe zu verschaffen.:still:

    @ Galgenpapst

    Kannst Du die Aussage von El Quijote bestätigen, dass es den Grabungstechniker in der Form nicht mehr gibt?
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. September 2009
  12. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Das will ich so auch nicht behauptet haben. Ich kenne z.B. einen Schreiner und einen Fotografen, die beide als Grabungstechniker arbeiten. Der Schreiner mit Festanstellung, der Fotograf immer kampagnenweise.
     
  13. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Ich meinte das auch bezogen auf die Ausbildung, also ob heute nicht mehr Grabungstechniker ausgebildet werden.
     

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