Hätte Rommel im Januar 1942 Zum OberBefehlshaber der Ostfront Werden sollen.

Dieses Thema im Forum "Der Zweite Weltkrieg" wurde erstellt von DeserstFoxjunior13, 29. September 2021.

  1. Ugh Valencia

    Ugh Valencia Aktives Mitglied

    Das hängt davon ab, wo man lebte. In Großstädten in Westdeutschland trifft das sicherlich zu. Dresden aber bspw. wurde vor 1944 gar nicht bombadiert. Ländliche Gegenden waren von Bombenangriffen ebenso nicht betroffen. Man nahm dort Flüchtlinge aus den bombadierten Großstädten auf, die als Arbeitskräfte einen eher positiven Einfluss auf das Landleben hatten.
     
  2. Turgot

    Turgot Aktives Mitglied

    Bomben sind tatsächlich auch Mal in ländlicher Region oder deren unmittelbarer Nähe gefallen. Der Schwerpunkt war aber sicher, und da ist deine Ausführung absolut zutreffend, auf die großen Städte.

    Siehe beispielsweise hier:

    https://www.az-online.de/uelzen/bienenbuettel/suche-nach-bomben-geht-weiter-7335596.html

    Meine Mutter ist in der Nähe von Lüneburg aufgewachsen und hatte mir erzählt, das dort Bomben gefallen sind und die Kinder um ihr Leben gelaufen sind. Sie hat diese Erfahrung nie vergessen.
     
  3. Ugh Valencia

    Ugh Valencia Aktives Mitglied

    Dieser Satz war sicher sehr verallgemeinernd. Direkt in meiner ländlichen Nachbarschaft wurde 1943 die Edertalsperre bombadiert. Die Flutwelle verursachte Dutzende Todesopfer.
    Beim Wiederaufbau wurden sehr viele Zwangsarbeiter eingesetzt. Was man auch als Beleg für den Arbeitskräftemangel ansehen kann. Auch in der Landwirtschaft waren oft Zwangsarbeiter beschäftigt, wie mir meine Oma erzählte. Dennoch waren auch Flüchtlinge aus Großstädten als meist unqualifizierte Landarbeiter begehrt.
     
  4. dekumatland

    dekumatland Aktives Mitglied

    aber bei weitem nicht jede ländliche Nachbarschaft verfügte über derart wirkungsvolle Ziele für Bombenangriffe wie große Stauseen - area bombing / Flächenbombardement richtete sich wohl überwiegend gegen industrielle Ziele, Großstädte
     
  5. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied

    Sicher gab es in Nordhessen von der Edertalsperre abgesehen oder der Stadt Kassel, wo sich u. a. die Henschel-Werke befanden wenige lohnende industrielle Ziele, die Luftangriffe hätten herausfordern können. Dennoch gab es ab 1943 eine erhöhte Aktivität von alliierten Fliegern.

    Eine ehemalige Lehrerin, die eine wunderbare Zeitzeugin war und, im Gegensatz zu vielen ihrer Altersgenossen nicht an Amnesie litt und auch zu "heiklen Themen" Antworten gab, erzählte mir dass sie mit dem BDM abgeworfene Flugblätter einsammeln mussten. Bei einer dieser Aktionen tauchten unvermittelt alliierte Tiefflieger auf, und die Erinnerung an einen Landser, der ihr zuschrie, sie solle um Himmels Willen ihr rotes Kopftuch ablegen, muss eine sehr intensive gewesen sein. Sie hatte aber trotzdem heimlich eines der Flugblätter eingesteckt und über 70 Jahre aufgehoben. Kassel war wiederholt Ziel heftiger Luftangriffe. Im Oktober 1943 wurde der größte Teil der historischen Altstadt zerstört, und das brennende Kassel konnte man noch in über 60 km Entfernung sehen.

    Flugzeuge verirrten sich immer häufiger in den Luftraum über den häutigen Landkreisen Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg. Mein Opa legte, als er 1944 mal auf Heimaturlaub war, einen provisorischen Bunker im Garten an. Ob da meine Großeltern oder wenigstens meine Oma darin jemals Schutz gesucht hat, weiß ich nicht mehr. Wenn man späteren Erzählungen lauschte und in Zusammenhang dachte, kann es auch sein, dass der Bunker eher dazu gedacht war, den Destillierapparat des Nachbarn zu schützen. Meine Opa behauptete immer, sein Fusel habe wie "bester Bourbon" geschmeckt. Wo sie ihre Kenntnisse über Bourbon herhatte, blieb ihr Geheimnis, beim BDM kann es nicht gewesen sein.

    Die Luftaktivitäten der Alliierten über Nordhessen seit 1943 können jedenfalls nicht bloß "Garn" gewesen sein. Ein Bekannter von mir, der früher leidenschaftlicher Segelflieger war, lieh mir mal ein Buch:

    "Flieger über Fulda, Schwalm und Eder- Chronik des Luftkrieges von 1942-1945 im Gebiet des Schwalm-Eder Kreises. Der Verfasser, ein gewisser Konrad Rudolph muss einiges an Zeit investiert haben, und das Buch ist gut geschrieben und man erfährt einiges zum Luftktieg in der tiefsten Provinz.

    Wir hatten aber auch hier im Forum schon einmal einen Thread zum Thema Alliierte Tiefflieger und Propaganda.
     
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  6. dekumatland

    dekumatland Aktives Mitglied

    nicht weit weg, bei hessisch-Lichtenau hätte es ein ergiebiges Ziel gegeben: Sprengstofffabrik Hessisch Lichtenau – Wikipedia -- aber wir schweifen ab.
     
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  7. Ugh Valencia

    Ugh Valencia Aktives Mitglied

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