Hannibals Raffinesse

Dieses Thema im Forum "Persönlichkeiten im Altertum" wurde erstellt von Cornelius Nepos, 12. Dezember 2010.

  1. Turgot

    Turgot Aktives Mitglied

    ...und wem es gelingt dem Feind Verbündete abspenstig zu machen. Ich habe hier die Numidier, die mit ihrer Reiterei ein wichtiger Faktor in Hannibals Armee waren.
     
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  2. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied

    Ich glaube auch nicht, dass Elefanten von Datteln oder Feigen Ausschlag bekommen, auch nicht, dass man daraus Kosmetika für Elefanten gemacht hat. In Indien hielten sich Kriegselefanten bis in die Mogulzeit, und es war nicht ungewöhnlich, ihnen Reiswein zu verabreichen.

    Kriegselefanten hatten schon gewisse Vorteile. Ein anstürmender Elefant wird auch von einer Sarissenphalanx nicht leicht gestoppt. Elefanten haben aber auch eine Reihe von Nachteilen: 1. Sie sind schlechte Futterverwerter und brauchen Unmengen an Futter. 2. Ein Elefant braucht 20 Jahre bis er erwachsen und ausgebildet ist. In der gleichen Zeit kann man 7 Pferdegenerationen produzieren. 3. Man braucht ein Korps von Mahouts, die ebenfalls gut 20 Jahre brauchen, bis sie die erwachsen und ausgebildet sind 4. Elefanten brauchen viel Ruhe, um zu verdauen. 5. Elefanten verenden leicht. 6. Elefanten drehen leicht durch und werden zur Gefahr für die eigene Truppe. 7. Kosten-Nutzen Rechnung. Für ein Kriegselefantenkorps braucht man Mahouts, Veterinäre, Futtermeister, es dauert 20 Jahre bis Mahout und Kriegselefant erwachsen sind. In der gleichen Zeit wachsen 7 Pferdegenerationen heran. Kavallerie ist vielseitiger einsetzbar, das Futter für Pferde ist leichter b
     
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  3. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Über Hannibal selbst scheint das nirgendwo zu stehen.

    Lediglich Aelianus schrieb in seinem Werk über Tiere (13,8) ganz allgemein, dass Kriegselefanten aus Reis oder Schilfrohr gegorenen Alkohol trinken würden.
    Ktesias (der schon in der Antike als unzuverlässig verrufen war) soll Ähnliches geschrieben haben, ich finde allerdings keine Quellenstelle dazu.
     
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  4. Turgot

    Turgot Aktives Mitglied

    Also bei Zimmermann habe ich keinen Hinweis auf die gewaltige Anzahl von 700.000 Mann gefunden.

    Das kam für die römischen Senat überhaupt nicht in Frage. Sieg oder Untergang, ganz und gar unüblich in der Antike, war die Losung des römischen Senat. Um die Bevölkerung wurde sich bei solchen Beschlüssen nicht groß geschert. Man hob Kriminelle, Jugendliche und Sklaven aus. Man war zum Äußersten entschlossen.

    Rom konnte die Legien, die auf der Flotte diente und die ca. 10.000 Überlebenden von Cannae mobilisieren. Wobei die Kampfkraft der Überlebenden gelitten haben dürfte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. September 2022
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