Historiker-Streit 1986

Dieses Thema im Forum "Sonstiges in der Neuzeit" wurde erstellt von Fritz, 1. März 2007.

  1. Fritz

    Fritz Neues Mitglied

    Hallo Zusammen.
    Wir haben letztens über den Historikerstreit von 1986 zwischen Nolte und Habermaes. Vllt weiss einer von euch, ob die beim Streiten eigentlich auch zu einem Ergebniss gekommen sind, ob das jetzt Singulär oder nicht wahr und wenn warum? Wenn es jemand weiss danke ich schonmal für die Antwort
     
  2. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

  3. Ashigaru

    Ashigaru Premiummitglied

    Der Streit entwickelte sich in eine langandauernde Debatte zwischen den Beteiligten; die Forschung hat er m.E. nicht so weiter gebracht. Als "Gewinner" dürfen sich die Kritiker Noltes betrachten; Nolte, der ohnehin 1991 emeritiert wurde, konnte wenige Historiker für seine Theorie gewinnen. Ein gewisses Ansehen genießt er nach wie vor in rechtskonservativen Kreisen; darüber hinaus wird er aber im Vergleich zu seinem Kontrahenten Jürgen Habermas nicht mehr wahrgenommen.
    In gewisser Weise ein Produkt der Theorien Noltes war die Hohmann-Rede von 2003. Hohmann zitierte darin nicht nur den Titel "Vergangenheit, die nicht vergehen will" des berühmten Nolte-Vortrags; die meisten der kontroversen Informationen für seine Rede bezog er aus dem Buch "Jüdischer Bolschewismus" von Johannes Rogalla von Bieberstein. Für dieses Buch schrieb Nolte die Einleitung; Rogalla könnte durchaus als dessen Epigone gesehen werden, der die grundsätzliche Theorie Noltes in jenem Buch noch einmal in radikalisierter Form einbrachte.
     

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