Höfische Kultur

Dieses Thema im Forum "Absolutismus und Aufklärung (1648-1789)" wurde erstellt von cinderella07, 3. Januar 2009.

  1. cinderella07

    cinderella07 Neues Mitglied

    Hi Leute, ich soll in Geschichte einen Vortrag über die höfische Kultur halten. Das Unterthema lautet Kultur als Spiegelbild herrschender Moralvorstellungen und als Beispiel soll ich dann Versailles unter Ludwig XIV. nehmen....

    Könnt ihr mir vielleicht ein paar nützliche Links nennen, denn ich komm irgendwie nicht weiter

    danke im vorraus
     
  2. AnDro

    AnDro Neues Mitglied

    Hast du eine Vorgabe oder ähnliches zu "herrschende Moralvorstellungen"? Ich würde das als schwer einstufen, es sei denn ich gehe das etwas zu kompliziert an und das soll nur eine simple Gegenüberstellung von Absolutismus und seiner Symbolik in der Kultur des Repräsentationismus sein.
    Gruß An Dro

    aus Wikipedia zum Thema frz. Absolutismus und höfische Kultur
     
  3. cinderella07

    cinderella07 Neues Mitglied

    Hi, also erstmal danke für deine Antwort...

    ich habe keine weiteren Vorgaben bekommen, nur dass was ich aufgeschrieben habe...
     
  4. Caro1

    Caro1 Neues Mitglied

    Bin zwar spät dran, aber ein paar Stichworte und Zahlen kann man hier nachlesen Leben am Hof
     
  5. AnDro

    AnDro Neues Mitglied

    Ich möchte mal darauf hinweisen das die Überschrift nicht wirklich stimmt.


    Die Kosten für den Hof waren nicht "der" Grund der Verschuldung des absolutistischen Frankreichs. Das Militär hingegen war einer der (wenn nicht sogar "der" Hauptgrund dank den vielen Kriegen) Hauptgründe und dabei war es nichtmal Kosteneffizient.
     
  6. Caro1

    Caro1 Neues Mitglied

    Na hör mal, wenn ein einziges festliches Menü incl. des dazu tätigen Personals mit 300.000 Franc zu beziffern war! Allein 75 Kapläne waren bei Hof beschäftigt und 48(!) Ärzte, die sich um die Wehwehchen seiner Hoheit kümmerten, von den 128 Sängern und 62 Herolden ganz zu schweigen. Ach ja, man brauchte auch über 300 Köche, um die Gelüste seiner Majestät zu befriedigen.
     
  7. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Ich glaube, das ist der Stand der derzeitigen Historikermeinung.

    Soweit mir bekannt gab es natürlich eine Vielzahl von Gründen. So habe ich auch einmal gelesen, dass das Unwesen der arg um sich greifenden Pensionen den Staat ruiniert haben soll. Gewissermaßen sind natürlich alle solche Aussagen mit Vorsicht zu genießen. Denn zumeist sind nicht bestimmte Ausgaben der Grund für eine Verschuldung, sondern das Problem damit, den Ausgaben entsprechend hohe Einnahmen gegenüber zu stellen. Das nennt man dann einen ausgeglichenen Haushalt oder so. Dass Louis XVI ja genau beim Hof zuerst nach Antritt der Herrschaft sparte nutzte ihm ja wenig, da er die guten Minister seines Großvaters entließ, welche auch mit höherem Aufwand für den Hof dabei waren die Staatsfinanzen zu sarnieren.

    Louis XV und Louis XVI werden ja gern in einen Topf geworfen, was manchmal zu dem verfälschenden Blick führt, nach dem Spanischen Erbfolgekrieg sei es konstant mit Frankreich bergab gegangen.

    Ich denke man muss da wirklich diferenziert schauen. Manche Staaten verausgabten sich finanziell mit Kriegen (an denen sie vielleicht wie im Falle Sachsens garnicht schuld waren (1756)), der Aufstellung eines mächtigen Heeres, andere mit ihrem Hof, Jagden usw., wieder anderen gelang es ohne prächtige Hofhaltung und Militär die Staatsschulden zu vermehren.
     
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  8. AnDro

    AnDro Neues Mitglied

    Das macht mich schon stutzig das da Franc steht. Kleiner Anachronismus, Livre oder Louis d'or wäre wahrscheinlicher. Wobei diese Summe ja ohne Vergleich doch wenig Aussagekräftig ist. Außerdem fehlen bei diesem Text jegliche Quellenangaben, sollte man kritisch lesen. Bedeutender würde ich den schlechten Ruf des höfischen Absolutismus mit seiner Opulenz ansehen.

    Spiegelte sich übrigens schön im Überproportional hohen Offiziersanteil in der Armee wieder. Wo kriegt man den Adel unter?

    Der Text geht vordergründig auf die Herrschaft des Sonnenkönigs ein und jetzt wenn ich ihn mir genauer anschaue fallen mir etliche weitere Fehler auf, besonders in Hinsicht auf Hygiene.

    Uraltes Vorurteil, interessant wielange sich das hält. Die Toiletten waren Möbel, es gab keine speziellen Räume dafür. http://www.zeit.de/2005/29/Stimmts_Klos_in_Versailles
    Ich zitiere Soleil Royal:
    Der höfische Absolutismus zielt gerade darauf ab den Adel an den Hof zu binden und dadurch zu kontrollieren. Was hier lapidar erwähnt wird, ist quasi das Wichtigste zu diesem Thema, denn der h. A. ist schließlich nicht einfach nur eine dionysische Idee. Gerade durch die Erfahrungen mit der Fronde war das nicht unwichtig für Louis quatorze.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. Januar 2009
  9. AnDro

    AnDro Neues Mitglied

    So habe mal was rausgesucht:
    Eckhard Buddruss in "Die französische Deutschlandpolitik 1756-1789"
    (das waren 189 bis 225 Millionen Livre im Jahr)
     

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