Hülfe

Dieses Thema im Forum "Geschichtsmedien und Literatur" wurde erstellt von letztergisone, 26. Dezember 2013.

  1. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

    Frohes Restfest wünscht:

    Kann mir hier mal einer helfen, bekomme es nicht übersetzt :weinen::

    "in illis ultimis Landgravius tollit omnen justicam violenter"


    en hesse
     
  2. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Es wäre der Kontext hilfreich. So muss ich leider ein wenig spekulieren: "In jenen entferntesten (Gegenden*) beseitigt der Landgraf gewaltsam die ganze Gerechtigkeit (oder auch: das gesamte Recht)."
    (* Dass mit "in ultimis" entfernteste Gegenden gemeint sind, habe ich geraten, weil das - in Unkenntnis des Kontexts - noch am ehesten Sinn ergibt. Es könnte aber auch so etwas wie "in jenem Äußersten" (im Sinne von Wahnsinn, Grausamkeit o. ä.) o. ä. gemeint sein. Genaueres lässt sich nur sagen, wenn man den Satz davor kennt, damit man weiß, worauf sich "illis ultimis" bezieht.)
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Dezember 2013
  3. Decurion

    Decurion Neues Mitglied

    Wobei "tollere" nicht nur beseitigen heißen kann, sondern auch errichten. Sodass der Landgraf vielleicht nicht die Gerechtigkeit beseitigt, sondern errichtet/geschaffen hat. Und das eben auf eine gewaltsame Art und Weise.

    "In Ultimis" kann meines Wissens nach auch "in den Grenzen" bedeuten.

    Also: "In jenen Grenzen errichtet/beseitigt der Landgraf gewaltsam die Gerechtigkeit". Da mein Latinum aber nun auch schon ein oder zwei Tage her ist, gebe ich keine Gewähr.
     
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  4. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

    Danke , danke,

    kenne leider den Originaltext nicht:

    Das ganze geht um die Landgrafen von Thüringen die wieder rechtlich in verschieden Cente (hier in Hesse) eingedrungen sind.

    Mitten in dem Text stehen die oben genannten worden.

    Der darauf folgende Satz lautet: Hier also hatten sich die Landgrafen der ganzen Gerichtsbarkeit bemächtigt.
    Dies soll vor 1239 gesehen sein.


    en hesse
     
  5. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Dann ist es wohl doch eher nach Decurions Verständnis zu verstehen:
    "In jenen entferntesten (Gegenden) reißt der Landgraf gewaltsam die ganze Gerichtsbarkeit an sich."
     
  6. Ogrim

    Ogrim Aktives Mitglied

    Hallo du Hesse aus "ultimis hassiae",

    dein Zitat:
    "(...) kenne leider den Originaltext nicht:

    Das ganze geht um die Landgrafen von Thüringen die wieder rechtlich in verschieden Cente (hier in Hesse) eingedrungen sind."

    Ich gehe doch mal davon aus, du meinst hier "widerrechtlich" und nicht - unerwarteter Weise - "wieder rechtlich". Gelle?

    So kennen wir sie doch garnicht, die hessischen Landgrafen. Das die mehrfach "rechtlich" handeln.

    ;) Nicht ganz ernst gemeinter Beitrag
     
  7. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

    :winke:

    klar waren es die bösen "Thüringer Landgrafen" die sich einfach so mitten in dem schönen Hesseland :weinen: fest gesetzt haben. Den armen Hohenfelser die Cent gerissen :rotwerd: und das auf der Berufung des gisonischen Erbe :pfeif:.
    Aber noch schlimmer kam es das unter "der von Brabant" :weinen: :weinen:,
    die machte gleich Nägel mit Köpfen.
    ne, ne was war das für eine Sorte :rofl:.

    Info: "750 Jahre Langsdorfer Verträge" dat Buch is spitze.
    Alle vier Verträge übersetzt dabei und viel Infos.

    Aber in irgend welchen Chroniken werde ich schon den gesamt Text ausfindig machen. Wenn net das muss die Uni halb ran. :rofl:

    en hesse auf kreuzzug :devil:
     
  8. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

    Wenn ich mal alles zusammen habe stelle ich es hier ein.
    Was für ein Kampf um die Geschichte in Hessen vor 1238, eine Frage und keiner möchte sich outen oder das ist nicht sein Sachgebiet. Bin jetzt in Jena bei Prof. Werner gelandet, hoffe hier mal ne keine Info zu bekommen, sein Buch war super.

    en hesse
     
  9. zaphodB.

    zaphodB. Premiummitglied

    Nun,wenn ich aus Sicht der Mainzer und Katzenellenbogener was dazu tun kann ,soll es an mir nicht fehlen :D
    Die Mainzer waren ja im Thüringisch-hessischen Gebieten auch heftig engagiert und Katzenellenbogen sorgte letzlich für die Süderweiterung.
     
  10. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

    Hallo,

    Bild von dem Thüringer Landgrafen Ludwig IV.

    Kennt jemand die anderen Persoen?

    [​IMG]

    en hesse
     
  11. Ogrim

    Ogrim Aktives Mitglied

    Nein. Es sind auch keine Porträtzüge erkennbar.
    Kann es sich um ein Lebensbild und reine Dokumentation der Equipage handeln?
     
  12. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Bei letzten möglicherweise sein Begleiter Kaplan Berthold (???)
    In der Mitte würde ich meinen, es könnte seine Frau Elisabeth sein (???).

    Wer weis wo die hinwollen , sieht aber nicht aus, als gehe es in den Kreuzzug.
     
  13. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Diese Person sieht zwar etwas feminin aus, aber trägt sie nicht eine Stange mit einem Topfhelm daran? Das würde wohl doch eher für einen Knappen sprechen (?).
     
  14. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

    Das Leben der hl. Elisabeth von Thüringen im Liber depictus, einem Bilderbuch böhmischer Herkunft aus dem 14. Jahrhundert.
    Also müsste Elisabeth auf dem Bild sein.
    Kenn dem Text nicht dazu.

    en hesse
     
  15. buschhons

    buschhons Aktives Mitglied

  16. letztergisone

    letztergisone Aktives Mitglied

    Der Text zu Ludwig:

    Ludvík IV. Durynský se vrací z turnaje domů (Alžbětinská legenda)

    ???

    oh, je
     
  17. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Ludwig IV. von Thüringen kehrt aus dem Turnier nach Hause zurück (Elisabeth-Legende).
     
  18. Riothamus

    Riothamus Aktives Mitglied

    Gerade fällt mir der lateinische Text auf. Ich kann ihn ob der Größe kaum entziffern, aber es könnte heißen: "Hier [?] reitet die Heilige Elisabeth wegen des zornigen Herrn".
     
  19. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Ich steh grad auch auf dem Schlauch.
    Wie du habe ich Probleme das zweite Wort zu lesen.
    Hic __drit(us) Sanct[a]e Elizabet equitat iratus domum.

    Iratus kann sich aber nicht auf die Heilige Elisabeth beziehen, denn diese wäre ja allenfalls irata. Domum ist einfach 'nach Haus'. Auch das Sanct[a]e ist ja kein Nominativ sondern ein Genitiv oder Dativ. Elisabeth ist also auch nicht das Subjekt des Satzes. Wenn ich das Kürzungszeichen am Ende des zweiten Wortes richtig aufgelöst habe, dann reitet also der "__dritus" der Heiligen Elisabeth zornig nach Hause.
     
  20. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    :rofl::nono::autsch:

    Wenn man das <d> korrekt als <a> liest, dann kommt man auch darauf, dass es der maritus ist.

    Hic maritus sancte Elizabet equitat iratus domum.
    Hier reitet der Ehemann der Heiligen Elisabeth zornig nach Hause.
     

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