IR in Europa/ Vergleich zum Kapitalismus

Dieses Thema im Forum "Die Industrielle Revolution" wurde erstellt von Aishwarya, 7. Mai 2006.

  1. Aishwarya

    Aishwarya Neues Mitglied

    Hallo,
    ich schreibe bald eine Geschichtsklausur und habe da 2 Fragen:

    1) Warum fand die IR ausgerechnet in Europa statt?

    2) Was sind die wesentlichen Unterschiede der IR im Vergleich zum Kapitalismus?

    hoffe auf gute Antworten:winke:
    Bis dann, eure Aish
     
  2. Pope

    Pope Neues Mitglied

    Eine spannende, und nicht ganz einfache und unstrittige Frage. Es war sicherlich eine Kombination aus vielen Faktoren. Manche sind wirtschaftlicher Natur, andere gesellschaftlicher. Gegenfrage: Was war die Ausgangslage Englands im 16. und inbesondere im 17. Jahrhundert, die das Land in die IR führte?

    Die Frage ist seltsam. Was ist der Unterschied zwischen Barock und Planwirtschaft?

    Industrielle Revolution ist eine Epochenbezeichnung, Kapitalismus ein Wirtschaftssystem.
     
  3. volpe

    volpe Neues Mitglied

    Sicherlich.
    Daher gehe ich davon aus, dass das Wirtschaftssystem der IR mit dem Kapitalismus verglichen werden soll. Und da gibt es besonders in der Anfangsphase noch erheblich Unterschiede. Beispielsweise der Einfluss des zuvor vorherrschenden Merkantilismus etc. pp.

    Ich denke eine der Hauptantriebe war die Bevölkerungsexplosion des 18. Jahrhunderts, die eben ausgerechnet in Europa statt fand.
     
  4. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

    IR lässt sich nur sehr schwer mit Kapitalismus vergleichen, da beide Begriffe unterschiedlichen Kategorien angehören. Das ist als ob du Birnen mit Obst vergleichst.
    Die IR bezeichnet eine Epoche und speziell die technologischen Errungenschaften und ihr praktischer Einsatz in der Wirtschaft. Kapitalismus ist (wie Pope sagte) ein Wirtschaftssystem und (wenn man den Begriff weiter sieht) eine Gesellschaftsform. Du könntest sie vergleichen, wenn du beide als Abschnitte menschlicher Entwicklung siehst. In diesem Fall wäre IR ein Teil des Kapitalismus. Aber auf diese Weise wirst du beiden Begriffen mMn nicht gerecht.
    Kapitalismus lässt sich auch nicht einfach mit Industrialisierung gleichsetzen, da letzteres die gesellschaftlichen Strukturen nicht umfasst (und auf eine gewisse Weise schon aufgehört hat, im Gegensatz zum Kapitalismus). Der Kapitalismus ist auch in diesem Fall der Oberbegriff.
    Fazit: Verglecih sie nach Möglichkeit nicht. Setz sie in Beziehung zueinander. Was bedingt das andere wieweit.
     
  5. Aishwarya

    Aishwarya Neues Mitglied

    Danke für eure Antworten:winke:
     
  6. Pope

    Pope Neues Mitglied

    Bedeutet das, dass Du die Frage #2 nicht präzisieren kannst? Dein Lehrer wird mit der Frage sicherlich mehr implizieren, als ein lapidares "ein Vergleich ist ungültig".
     
  7. Aishwarya

    Aishwarya Neues Mitglied

    Naja, ich hab meinen Lehrer heut gefragt und der hat dann gemerkt das beides nich zusammenpasst.
    Wie auch immer soweit hab ich es nun verstanden.
    Nun haben wir eine Tabelle aufgestellt mit Faktoren die die IR positiv und negativ beeinflussen.

    für: 1) Gleichstellung der Geschlechter 2) Bildung 3) Aufklärung
    4) stabile Regierung 5) geographische+ soziale Mobilität6) Privateigentum
    7) Freiheitsrechte 8) stabiles Wertesystem


    gegen: 1) Magie, Aberglaube(rational. Denken) 2) wechselnde Machtverhältnisse 3) soziale Diskriminierung 4) unterdrückung,

    Nun stellen sich mir die Fragen:
    Wie ist das mit der Gesellschaft und den Faktoren heute?
    Welche Punkte gelten heute?
    Was für Möglichkeiten haben wir?
    Welche Rahmenbedingugnen sind uns gegeben?

    ( Man könnte daraus auch eine Frage machen;-))
    Morgen steht die Arbeit an!:weinen:
     
  8. Pope

    Pope Neues Mitglied

    Hoffe der Lehrer honoriert Deine Kritik ... :pfeif:

    Ich hoffe, dass sich hinter diesen Schlagworten etwas mehr Substanz verbirgt, als auf den ersten Blick erkennbar. :grübel: Inwiefern treffen denn diese Faktoren (wie z.B. die Geschlechtergleichstellung) auf England im 18.Jhd. zu? Mir würden auch noch ein/zwei weitere Punkte einfallen ...

    Dann müssen wir wohl eine Nachtschicht einlegen ... :fs:

    Konzentriere Dich erstmal noch auf den historischen Teil. Dann sehen wir weiter.
     
  9. Aishwarya

    Aishwarya Neues Mitglied

    :grübel: Inwiefern treffen denn diese Faktoren (wie z.B. die Geschlechtergleichstellung) auf England im 18.Jhd. zu? Mir würden auch noch ein/zwei weitere Punkte einfallen ...

    NAJA ES MUSS JA NICH UNBEDINGT ENGLAND SEIN;-); AU?ERDEM FALLEN MIR AUCH NOCH EINPAAR EIN:D

    Dann müssen wir wohl eine Nachtschicht einlegen ... :fs:

    MEINST DU NUN DICH?:grübel:
     
  10. Pope

    Pope Neues Mitglied

    England ist das Ausgangsland der IR. Die Vereinigten Staaten liegen glaube ich an zweiter Stelle. Dann Frankreich?

    Aber ich will ja nur am Beispiel argumentieren. Was nämlich für England gilt, gilt fast für alle anderen Staaten, die von der Industriellen Revolution "erfasst" wurden. Im Gegensatz dazu war insbes. Russland z.B. relativ spät am Zug. Warum? Was fehlte den Russen? Was verbindet England und die USA, dass sie empfänglich für die Revolution wurden?

    Es soll nur ein Denkanstoß sein.

    Und wenn Dir noch Faktoren einfallen, her damit!

    Vielleicht ;)
     
  11. Aishwarya

    Aishwarya Neues Mitglied

    Ich hab totale panik wegen der Klausur!
    Mannomann! hab es als viertes prüfungsfach gewählt und komm damit
    einfach nich klar.
    Die erste Arbeit ging schon schief. wahrscheinlich hab ich deshalb solche Angst.:(
     
  12. Aishwarya

    Aishwarya Neues Mitglied

    Jedenfalls danke für deine Mühe Pope!:friends:
    Aishwarya R.
    Hebt die Stimmung etwas an;-)
     
  13. Themistokles

    Themistokles Aktives Mitglied

    Ortsunabhängige Energiequellen
    Kapital
    Absatzmärkte
    Arbeitskräfte (Folge der geographischen und sozialen Mobilität).
    Denk immer daran, dass eine revolutionäre Entwicklung Träger braucht, die von ihr profitieren und im alten System nicht den Platz an der Sonne hatten und dies erkennen.
    Inwieweit begünstigt denn Glecihstellung der Geschlechter die industrielle Revolution?
    Zu den heute wichtigen Punkten gehört auf jeden Fall die geographische Mobilität und die Bildung.

    Keine Sorge, wer sich solche Mühe macht und sogar hier sinnvoll anfragt, bei dem kann doch nichts verloren sein.
     
  14. Pope

    Pope Neues Mitglied

    Themistokles hat schon einiges genannt.

    Ich hätte noch ein Bürgertum zu bieten. Was heisst Bürgertum? Welches Selbstverständnis trug es?

    Noch drei Schlagworte: Protestantismus, Renaissance und Aufklärung. Welches Menschen- und Weltbild steckte dahinter - insbesondere in Hinblick auf die überseeische Expansion Europas?

    Stichwort: Kolonien

    Es wird komplizierter, ich weiss, aber das Bild, das Du zeichnest ist mir noch zu unvollständig.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. Mai 2006
  15. Aishwarya

    Aishwarya Neues Mitglied

    Gut, danke Leute!
    ich hoffe die Arbeit morgen wird gut verlaufen:yes: :winke:
     
  16. Aishwarya

    Aishwarya Neues Mitglied

    Hallo:D
    Gottseidank hab ich die Arbeit hinter mir!!!

    Die erste Aufgabe bestand darin eine Text zusammenzufassen
    Die zweite Aufgabe hieß, dass man den verlauf und die Merkmale der Industrialisierung nennt und diese dann mit der Quelle vergleicht.
    Die dritte Aufgabe beschäftigte sich mit den oben genannten Faktoren wie z.B. menschenrechte und so, halt die Faktoren die hemmen und begünstigen.
    Und wir sollten halt bloß erklären inwieweit das auf Deutschl. zutrifft.
    insgesamt bin ich zufrieden und very happy:yes: .
    Ciao A.R
     
  17. Pope

    Pope Neues Mitglied

    Na dann gratuliere ich schonmal, auch wenn man den Tag nicht vor dem Abend loben sollte ...
     

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