Kaiser Stefan Uroš IV. Dušan Nemanjić "Der Gewaltige"

Dieses Thema im Forum "Persönlichkeiten im Mittelalter" wurde erstellt von Балканац, 20. Februar 2012.

  1. Балканац

    Балканац Gesperrt

    Kennt ihn einer überhaupt?

    Kaiser Dušan war der grösste Herrscher von Südost Europa (Balkan) im Mittelalter, er nannte sich selber König der Serben und Griechen. Er verstarb überraschend 1355, unbesiegt auf dem Weg nach Konstantinopel. Unter ihm hatte Serbien eine der ersten Verfassungen der Weltgeschichte, Serbien wurde durch die Nemanjić Dinasty einer der jüngsten Staaten in Europa (12 Jh.).

    ...

    1308 geboren als Sohn von Stefan Uroš III. Dečanski und Theodora Smilets von Bulgarien
    1331 usurpierte er den Thron von seinem Vater und erhob sich, unterstützt von Adligen, selbst zum König von Serbien. Am 8. September krönte er sich in Skopje.
    1332 Heirat mit Jelena, der Schwester von Zar Ivan Asen Alexander von Bulgarien
    1345 Erhebung zum „Zar der Serben und Rhomäer“ in Skopje. Der Versuch, auch die byzantinische Krone zu erlangen, scheiterte.
    1355 auf dem Weg nach Konstantinopel verstorben

    mehr aus wiki:
    Stefan Uro? IV. Du?an ? Wikipedia
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. Februar 2012
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  2. Балканац

    Балканац Gesperrt

    Man sagte auch er wurde vergiftet. Wie auch immer, vielleicht hätte er den osmanischen Vormarsch stoppen, oder gar Konstantinopel retten können? Er galt als sehr guter und geschickter Feldherr. Wie seht ihr das?

    Wenn wir mal auf die Karte von 1355 gucken, da war Raška (Serbien) auf ihren Höhepunkt (Grösser als Byzanz,Osmanische Reich und Bulgarien zusammen).

    http://upload.wikimedia.org/wikiped...pire_1355.jpg/758px-Byzantine_empire_1355.jpg


    Dusan hatte vor, von Makedonien aus über Thrakien nach Konstantinopel vorzumaschieren als er plötzlich verstarb.Es kam nie zum direkten Kampf zwischen Kaiser Dušan und dem Osmanischen Truppen.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. Februar 2012
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  3. ketzer97

    ketzer97 Neues Mitglied

    So sehr ich Stefans Leistungen honoriere, muss ich doch anmerken, dass Serbien anders als von dir dargestellt damals nicht unbedingt zu den fortschrittlichsten Nationen der Welt gehörte. Staatlichkeit hatten in gewissem Maße fast alle westeuropäischen Staaten schon zwischen dem 11. und 14. Jahrhundert ausgebildet, und auch technologisch und kulturell stand die osteuropäische Peripherie sowohl dem westlichen Europa als auch dem Orient um einiges nach. Den Einfluss der Byzantiner sollte man hier nicht überbewerten; zu den Zeiten von Stefans Herrschaft war das Oströmische Reich nur noch ein Schatten seiner selbst. Ich gehe nicht davon aus, dass die Serben fähig gewesen wären, der geballten Organisation und den Heeresmassen der Türken standzuhalten.

    Du hast aber wohl recht damit, dass der Balkan und Osteuropa insgesamt in der Geschichtsbetrachtung aus dem Fokus geraten, obwohl auch dieser Teil der Erde eine äußerst abwechslungsreiche und interessante Geschichte besitzt.
     
  4. komnenos

    komnenos Neues Mitglied

    In der wiki ausgabe steht das Stefan Uros IV. keine kinder mit Prinzessin Helena von Bulgarien hatte , soweit ich weiß hatten sie doch den gemeinsamen sohn Stefan uros V. ( 1337-1371) der mit der walachischen prinzessin anka verheiratet war.............
     
  5. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Das stimmt ja auch.
    Ich vermute, Du meinst diesen Satz im Wikipedia-Artikel: "1336 plante Dušan, sich von seiner Frau Jelena zu trennen, da die Ehe mit ihr kinderlos blieb." Achte auf die Jahreszahl: Der Sohn wurde im Spätsommer 1336 oder 1337 geboren. Zur Zeit seiner Trennungsabsichten wusste Stefan also möglicherweise noch nichts von einer Schwangerschaft seiner Frau. Da die beiden 1332 geheiratet hatten und die Ehe somit 4 Jahre ohne Nachkommen geblieben war, hatte Stefan anscheinend durchaus Grund zu zweifeln, ob sich das noch ändern würde.
     
  6. Zoki55

    Zoki55 Aktives Mitglied

    Kaiser Dusan hat im Grunde ein Reich geschaffen welches nicht stabil war und ist sehr schnell nach seinem Tod in mehrere Teile zerbrochen.

    Desweiteren wurden Zweifel an seiner Vaterschaft laut nicht zuletzt da Dusan V recht blond war. Einereits waren sowohl er wie sein Sohn extrem groß.

    Serbien war ein Recht reiches Land zu dieser Zeit was vor allem an der Silberminen in Srebrenica und den Goldminen in Pristina lag, welche es ermöglichten sich eine sehr große Menge an Söldnern zu halten wie z.B die deutschen Ritter und Palman.

    Dusan hat trotz seiner Erfolge in Griechenland es nicht geschafft den bosnischen Ban zu erledigen der immer mächtiger wurde, so das Tvrtko als Nachfolger sogar den serbischen Thron wollte. Nachdem er sich die Drina-Region mit Srebrenica und Milesevo (Krönungsort) unter den Nagel ries.
     
  7. Zoki55

    Zoki55 Aktives Mitglied

    Raska und Serbien sind keine Sinonime.

    Raska ist ein Teil der serbischen Länder wobei schon damals unklar ist was damit gemeint war. Zeta, Raska und Zahumlje gehörten immer dazu, Hum, Soli und Bosnien gehörten mal zum serbischen Landtag dazu mal nicht. Zur Zeit von Dusan gehörten sie nicht dazu.

    Da du ein Serbe bist wundert mich das du das nicht weißt, diese Synomität von Raska und Serbien wird meist von Kroaten, Bosniaken oder Montenegrinnern vorgetragen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Februar 2012
  8. Zoki55

    Zoki55 Aktives Mitglied

    Das wichtigste Zeugnis ist Dusans Gesetzbuch, was sehr viel Aufschluss gibt wie die Leute damals wohl in Serbien untereinander geredet haben (einer der wenigen Werke nicht auf Kirchenslawisch geschrieben sind), die größte Überraschung ist wohl diejenige das sich trotz der ganzen türkischen Wörter und den Jahrhunderten sich die Sprache nicht so sehr geändert hat, wie man es annehmen könnte.

    Es fehlen leider kroatische stokavische Texte um zu schauen ob es sich beim serbisch-kroatischen um ein und die selbe Sprache handelt. Sämtliche Literatur in Volkssprache wurde in Cakavisch geschrieben bis ungefähr zum 15. Jahrhundert.
     
    Zuletzt bearbeitet: 22. Februar 2012

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