Karibik: Inneramerikanische Siedlungswellen und -konflikte

Pardela_cenicienta

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In der französischen Ausgabe des National Geographic Magazine vom 8.04.2026 ein Artikel über zwei genetische Folgestudien von David Reich und Johannes Krause über die Untersuchung an 174 Skelettfunden in der Karibik:


In der Karibik wurde vor 2.500 Jahren eine Jahrtausende alte Kultur von Jägern und Sammlern durch eine massive Besiedlungswelle von keramischen Kulturen ausgelöscht.
  • Dies geschah durch Gewalt oder infolge von Infekten
  • Es war nicht eine Veränderung infolge Änderung der Lebensbedingungen, da im Westen Kubas diese erste indigene Bevölkerung erst vor 900 Jahren erlosch.
  • Die frühere Annahme, dass die europäischen Kolonisatoren in dieser Region eine Bevölkerung von 3 Millionen Menschen auslöschten, ist falsch, da dort nach dieser zweiten Siedlungswelle allenfalls einige 10.000 Menschen lebten.

"Die Spanier waren nicht die ersten, die die Karibik kolonisierten. Genetische Analysen alter Knochen deuten darauf hin, dass eine Welle südamerikanischer Seefahrer das Aussterben der karibischen Bevölkerungsgruppen möglicherweise beschleunigt hat."

"Die beiden Studien bestätigen, dass eine Gruppe von Bauern, die sich in der Töpferei auskannte und als „Menschen der Keramikperiode“ bekannt ist, vor 2.500 Jahren die Nordostküste Südamerikas verlassen haben dürfte, um sich von Insel zu Insel über die Karibik auszubreiten. Sie waren keineswegs die ersten Siedler, sondern trafen auf mehreren Inseln auf Gruppen von Jägern und Sammlern, die vor 6.000 bis 7.000 Jahren von den Küsten Mittel- und Südamerikas gekommen waren."


 
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