Karl-Eduard von Schnitzler

Dieses Thema im Forum "BRD | DDR" wurde erstellt von Juliettaxx, 30. Mai 2010.

Schlagworte:
  1. Juliettaxx

    Juliettaxx Neues Mitglied

    Hallo ich muss eine Hausarbeit über von Schnitzler schreiben. Eine Frage stellt sich mir hierbei...war er Sozialist oder Kommunist?
     
  2. Mercy

    Mercy unvergessen

    1932
    Eintritt in die Sozialistische Arbeiterjugend (SAJ). Schnitzler beginnt sich intensiv mit dem Kommunismus auseinanderzusetzen.
    ...
    1946
    1. Januar: Schnitzler wird amtierender Intendant und Leiter der politischen Abteilung des NWDR in Köln.
    Aufgrund seiner kommunistischen Einstellung gerät er in Konflikt mit der britischen Besatzungsmacht.
    Biografie: Karl-Eduard von Schnitzler, 1918-2001
     
  3. megatrend

    megatrend Aktives Mitglied

    Er war ja lange in der SED (sozialistische Einheitspartei Deutschlands).

    Bei seiner Verabschiedung bezeichnete er sich selbst als Kommunist. Siehe folgenden Wiki-Artikel:

    Karl-Eduard von Schnitzler ? Wikipedia

    Ich glaube, bei den damaligen Ostblock-Staaten war der Unterschied zwischen sozialistisch und kommunistisch nicht sehr gross (oder manchmal überhaupt nicht vorhanden).
     
  4. Juliettaxx

    Juliettaxx Neues Mitglied

    Er wollte also den Kommunismus haben?
     
  5. Juliettaxx

    Juliettaxx Neues Mitglied

    Na aber der Kommunismus bedeutet doch auch, dass es kein Geld mehr gibt und sowas. Das war ja in der DDR nicht der Fall.
     
  6. Mercy

    Mercy unvergessen

    Er war auf jeden Fall kein Sozialist in demokratischen Sinn.
     
  7. Mercy

    Mercy unvergessen

    Und wo gab es so etwas?
     
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  8. Juliettaxx

    Juliettaxx Neues Mitglied

    Was heißt denn im demokratischen Sinn?
     
  9. Mercy

    Mercy unvergessen

  10. Juliettaxx

    Juliettaxx Neues Mitglied

    Na der Kommunismus wurde meines Erachtens nach nie praktiziert.
     
  11. megatrend

    megatrend Aktives Mitglied

    Dann nenne mir ein kommunistisches Land, wo es kein Geld gab!

    In der Sowjetunion gab es die KPdSU (K für Kommunistisch), trotzdem gab es Geld.
     
  12. Juliettaxx

    Juliettaxx Neues Mitglied

    Ich kann dir kein Land nennen. Aber die Idealvorstellung des Kommunismus ist doch die, dass es kein Geld gibt. Und ist dies nicht der Fall, ist es doch der Sozialismus?!
     
  13. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Mal kurz zum Begriff Kommunismus:

    Der Begriff Kommunismus bezeichnet in der gegenwärtigen Politikwissenschaft eine bestimmte Herrschaftsform, politische Bewegung oder Ideologie. Im weiteren Sinne umfasst Kommunismus alle Zielvorstellungen, politischen Aktivitäten und Gesellschaftsmodelle, mit denen die Verwirklichung sozialer Gleichheit ohne privates Eigentum propagiert und praktizieren versucht wird.

    Das es im Kommunismus kein Geld gibt, woher hast du das denn?
     
  14. Juliettaxx

    Juliettaxx Neues Mitglied

    Ich habe das in nem anderen Forum gelesen.
     
  15. elbajo69

    elbajo69 Neues Mitglied

    Julietta hat da ganz Recht.

    Kommunismus im Sinne seiner Begründer Marx und Engels ist eine Gesellschaftsform, in der die "Herrschaft des Menschen über den Menschen" aufgehoben und von einer "freien Assoziation freier Individuen" abgelöst ist.

    Ökonomisch gesehen ist der Kommunismus keine Warenwirtschaft mehr, sondern eine von den gesellschaftlichen Bedürfnisse ausgehende und produzierende. Das impliziert wiederum, dass es kein Geld mehr gibt, denn solches ist "allgemeines Äquivalent" bzw. eine abstrakte Ware.

    Sozialismus ist die Übergangsgesellschaft, die Klassenherrschaft des Proletariats über die entmachtete Bourgeoisie.

    Soviel, in kürzester Form, zur Theorie.
     
  16. megatrend

    megatrend Aktives Mitglied

    Wie Du schön sagst: Theorie.

    Kommunismus ? Wikipedia

    Aber in der Praxis sah es anders aus: jedes Land hatte seine eigene Währung, ohne die geht es nicht. Oder anders gesagt: wie soll ein kommunistisches Kombinat, das Damenwäsche herstellt, einen männlichen Angestellten, der in keiner Beziehung lebt, entschädigen? Damenwäsche kann man nicht essen (theoretisch zwar schon), aber sicher nicht trinken.

    Soll ich jetzt jedem Kommunisten, der 40 Jahre lang in der KP war, sagen, dass er kein Kommunist ist?:autsch:

    Selbst wenn man unter Kombinaten eifrig Waren austauscht, müsste man einen Umtauschwert (besser bekannt als Preis haben)...
     
  17. elbajo69

    elbajo69 Neues Mitglied

    Natürlich. Man befand sich ja auch nicht im Kommunismus, sondern auf der Stufe des Sozialismus.

    Ja sicher: Solange man WAREN austauscht (also Güter zum Zwecke des eigenen Vorteils) braucht man immer einen tatsächlichen oder angenommenen Wert (bei Marx TAUSCHWERT).

    Kommunistische Ökonomie wäre keine feste Tauschwirtschaft, sondern, mal ganz salopp gesagt, ein gegenseitiges Geben und Nehmen auf Grundlage einer hohen Entwicklung der Produktivkräfte.
     
  18. Mercy

    Mercy unvergessen

    Und Juliettas Frage nach Schnitzler? Weisst du darauf auch eine Antwort?
     
  19. elbajo69

    elbajo69 Neues Mitglied

    Vielleicht. :D

    Die Unterscheidung in Kommunisten und Sozialisten ist hat sich m.E. erst nach dem Zweiten Weltkrieg etabliert, wohingegen die Begriffe vorher synonym verwendet wurden.

    Sozialisten dieser Lesart wollen i.d.R. keine Revolution mit Gewalt durchführen, sondern eine "gerechtere VERTEILUNG". Kommunisten dagegen bereiten den revolutionären Umsturz und die Veränderung der ProduktionsVERHÄLTNISSE vor und verfolgen eine radikalere Politik.

    Wenn ich mir Schnitzlers Biografie z.B. auf Wikipedia mal ansehe, würde ich behaupten, dass man ihn ganz und gar als Kommunisten bezeichnen müsste - einen dogmatischen zwar, aber in seinen subjektivem Anspruch klar ein Kommunist.
     
  20. Mercy

    Mercy unvergessen

    Wenn, dann nach dem WK1
    Zur Erinnerung:
    Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD)
     
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