Kirchenreform

Dieses Thema im Forum "Das Heilige Römische Reich" wurde erstellt von Gast, 5. November 2005.

  1. Gast

    Gast Gast

    hallo.

    ich hätte da mal eine frage bzgl der Kirchenreform..und zwar haben wir im Unterricht gelernt, dass die Kaiser( Heinrich IV und V) sich für diese reform einsetzten, sie sogar förderten.das verstehe ich aber nicht.ich mein, sie müssten doch dagegen sein. denn sie waren es doch die bischöfe ein- und absetzten wie sie wollten(laieninvestitur).also können sie doch gar nicht für die reform gewesen sein.dann wären sie doch gegen sie selbst, oder??!!

    und warum wird denn die Kirchenreform als erster kleiner Konflikt zwischen kirche und kaisertum bezeichnet, der später in den invetiturstreit ausartete??
     
  2. Tannhaeuser

    Tannhaeuser Aktives Mitglied

    Hallo!
    Der Punkt war der, daß die Kirche in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts ziemlich in Schwierigkeiten steckte: die Machtansprüche vor allem der römischen Adelsfamilien hatten das Papsttum schwer geschwächt. Dies führte dazu, daß die Aufgaben, die die Kirche für die Kaiser leisten sollte, nicht mehr erfüllbar waren. Daher förderten die frühen Salier die Reform der Kirche (etwa Heinrich III., der auf der Synode von Sutri 1046 drei rivalisierende Päpste absetzte und einen eigenen Kandidaten etablierte). Allerdings weckten sie damit gewissermaßen einen schlafenden Hund ; die Kirche löste sich in ihren Emanzipationsansprüchen von den weltlichen Herrschern, etwa durch das Papstwahldekret von 1059. Gefördert wurde dies noch durch die Minderjährigkeit des Königs und die Schwäche seiner Mutter, die obendrein auch in ihrer Stellung nicht unangefochten war (bekanntnich entführte Bischof Anno von Köln den kleinen Heinrich und übernahme selbst die Geschäftsleitung).
    Soviel nur mal auf die Schnelle
     

Diese Seite empfehlen