kleine Geschichte der Atombombe..

Dieses Thema im Forum "Technikgeschichte" wurde erstellt von hatl, 11. April 2013.

  1. hatl

    hatl Premiummitglied

    Pakistan und das nukleare Asien 1974-1976

    Benazir Bhutto hat 1988, in dem Jahr als sie erstmals Ministerpräsidentin von Pakistan wurde, eine Autobiografie veröffentlicht. 1)
    Darin beschreibt sie, in durchaus empörter Tonlage, eine Auseinandersetzung im Jahre 1976 zwischen ihrem Vater, dem dann amtierenden Premier, und Henry Kissinger.
    Ich folge einfach mal ihrer Darstellung ab Seite 86. Es sei so gewesen, dass ihr Vater entschlossen gewesen sei ein französisches Angebot für den Kauf einer nuklearen Aufbereitungsanlage* wahrzunehmen. Die US-Regierung habe offensichtlich dieses Geschäft ausschließlich unter dem Aspekt der Möglichkeit die Atombombe zu bauen („only in terms of its potential to produce a nuclear device“) gesehen.
    Ja, Kissinger habe gar ihrem Vater recht unverhohlen mit einem schrecklichen Schicksal gedroht.
    („Reconsider the agreement with France or risk beeing made into a ‚horrible example‘ “)
    Und das alles sei geschehen, während einer Zeit als die Ölpreise („skyrocketing“) sprunghaft infolge der Ölkrise stiegen, und selbst die robusten Wirtschaften des Westen beeinträchtigten, wie sie mit Bitterkeit anmerkt.
    (Ihr Vater wurde drei Jahre später von dem nun regierenden Militärdiktator ermordet.
    Sie selbst fiel Ende 2007 einem politischen Attentat zum Opfer, als sie sich für eine dritte Amtszeit als Ministerpräsidentin bewarb.)
    Autobiografien sind ja stets eine wacklige Sache, insbesondere wenn sie eine Deutung des Geschehenen darstellen. Es wird nicht einfach sein zu glauben, dass diese intelligente Frau die beschriebenen Geschehnisse nicht vor dem Hintergrund der nuklearen Proliferation deuten konnte.

    Denn 1974 hatte das verfeindete Indien eine nukleare Explosion bewerkstelligt.
    Kleiner als die „Hiroshima-Bombe“, aber durchaus eine funktionierende Atombombe, wurde diese drohende Demonstration der eigenen Fähigkeit in den fadenscheinigen Schleier einer sogenannten PNE „peaceful nuclear explosion“2) gekleidet.
    Es war eine Pu-Bombe und das Pu entstammte eben einer solchen „reprocessing“-Anlage, wie sie Bhutto nun erwerben wollte.
    Die USA jedenfalls scheinen nun wachsamer gegenüber einer gefährlichen Schwachstelle im ohnehin schwierigen Nichtverbreitungsmanagement. 3)
    Und sie intervenieren gegen den Verkauf von „reprocessing“ (Wiederaufbereitung) im Folgejahr erfolgreich in Südkorea. Kissinger argumentiert, Pu aus zivilen Kraftwerken könne für Atombombenbau verwendet werden. Der Erwerb von Anlagen für die Pu-Gewinnung seien daher ein Schritt zur Bombe der verhindert werden müsse . 4)
    Auch in Taiwan intervenieren die USA aus diesem Grund hartnäckig gegen den Erwerb von Aufbereitungsanlagen zu eben dieser Zeit. 5)

    Das ist so ungefähr die Lage.
    Taiwan fühlt sich bedroht durch die Volksrepublik China, Südkorea durch China und die UDSSR, und Pakistan durch Indien.
    Alle drei streben nach Atomwaffen. Alle drei haben eine nennenswerte Abhängigkeit von den USA.
    Letztere fürchten begründet die Verbreitung von Atomwaffen, insbesondere in einer spannungsreichen und instabilen Region und machen ihren Einfluss nach Kräften geltend.
    (Die Europäer, allen voran Frankreich und Deutschland, denken der weilen bevorzugt an das Exportgeschäft.
    ..und an die eigenen nuklearen Fähigkeiten.)
    Die Geschichte wird für Pakistan einen zweiten Weg zur Atombombe bereithalten.
    Während das oben beschriebene stattfindet bricht sich in Europa eine neue Technik der Urananreicherung die Bahn.


    * Aufbereitungsanlage (reprocessing plant): In einem Uranreaktor entsteht Plutonium (Pu). Dieses ist ebenso spaltbar wie Uran und kann daher zur Energiefreisetzung genutzt werden.
    Das kann in einem Kraftwerk geschehen, in dem man das Plutonium dem Uran beimischt (MOX),
    oder durch die Explosion einer Atombombe (Spaltungsbombe).
    Die Aufbereitungsanlage trennt das Plutonium aus gebrauchten Kernbrennstäben, unterschiedslos für welchen der beiden Zwecke.
    ----------------------

    1) Bhutto, Benazir (2008, 2007): Daughter of destiny. An autobiography. 1st Harper Perennial ed. New York: Harper Perennial. [Nachdruck, Erstveröffentlichung 1988]

    2) PNE entsprechen der ungewöhnlichen Vorstellung man könne mit Atombomben Erdbewegungen für zivile Zwecke, wie etwa Bergbau oder Kanalbau, durchführen. Es gab dazu tatsächlich ernsthafte Überlegungen, und auch ein Experiment in den USA und mehr als hundert in der SU.
    Immerhin, der wahrlich seltsame Begriff, denn eine „friedliche“ Atombombe bleibt ja eine solche, war entstanden und bedeutend.

    „Although the TTBT was signed in 1974, it was not sent to the U.S. Senate for advice and consent to ratification until July 1976. Submission was held in abeyance until the companion Treaty on underground nuclear explosions for peaceful purposes (PNET) had been successfully negotiated ...“
    https://fas.org/nuke/control/ttbt/intro.htm

    Und auch in Südafrika nutzte man zeitweilig das Feigenblatt PNE um schließlich eine heimliche Atommacht zu werden. https://isis-online.org/uploads/isi...visitingSouthAfricasNuclearWeaponsProgram.pdf S.11ff. „South Africa’s interest in PNEs was not secret at first. The AEB reported in its 1969 annual report that it was researching the use of nuclear explosives for earth-moving.29"
    ..dies als Hintergrund wieso Indien eine, aus heutiger Sicht, absurde Begründung für den Bombentest nannte.

    3) „In 1974, India, which had acquired reprocessing technology — ostensibly for a breeder

    reactor program — conducted a “peaceful” nuclear explosion that utilized plutonium
    produced in a reactor supplied with U.S. heavy water. The U.S. government realized
    that civilian reprocessing was facilitating nuclear-weapon proliferation“

    http://fissilematerials.org/library/rr14.pdf

    4) https://nsarchive.gwu.edu/briefing-...eans-break-contract-french-reprocessing-plant

    5)Ausführlich bei: Albright, David; Stricker, Andrea (2018): Taiwan's former nuclear weapons program. Nuclear weapons on-demand. Washington, DC: Institute for Science and International Security.

    https://isis-online.org/books/detail/taiwans-former-nuclear-weapons-program-nuclear-weapons-on-demand/15
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. September 2020
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  2. thanepower

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  4. hatl

    hatl Premiummitglied

    Major Harold Hering

    kommt als noch junger Vietnamveteran zu den Nuklearen Raketenstreitkräften und nimmt dort zunächst an einem Schulungsprogramm teil. 1973 stellt er im Rahmen dessen als guter Schüler eine naheliegende Frage:
    Woher kann ich wissen, dass der Präsident der einen nuklearen Schlag befiehlt, zurechnungsfähig ist?
    Und wie es scheint war ihm die Frage wichtig genug um sie wiederholt zu stellen.
    https://www.washingtonpost.com/news...ck-isnt-sane-a-major-lost-his-job-for-asking/

    Und das trifft den wunden Punkt, stellt die Entscheidungsprozedur insgesamt in Frage.
    Immerhin stand vorher Kennedy unter dem Einfluss starker Schmerzmittel, Nixon war zu dieser Zeit öfter mal sturzbetrunken und Reagan zeigte später bereits zu Amtszeiten Anzeichen der Demenz. Ohne Zweifel sind das Gegebenheit, die geeignet sind die Urteilsfähigkeit zu beeinträchtigen.
    Im Falle des noch amtierenden POTUS ergab sich die Situation starker Medikation, nebst geringer Blutsauerstoffwerte, im Rahmen seiner Covid-Erkrankung im Oktober 2020. Bemerkenswert an dieser Episode ist sicher, dass er nicht etwa, wie nicht unüblich während eines Krankenhausaufenthaltes, den Atomkoffer dem Vize übergab, sondern in Zugriffsweite seine Bettes behielt.
    https://thebulletin.org/2020/10/tru...-why-its-time-to-retire-the-nuclear-football/

    Bei den drei erstgenannten Präsidenten darf man zuversichtlich annehmen, dass ihre Zurechnungsfähigkeit insgesamt gegeben war, beim letzten bestehen Zweifel.

    Der Major Hering wird jedenfalls entlassen, da an seiner Zuverlässigkeit, die ihm zugewiesene Aufgabe zu erfüllen zurecht gezweifelt wird.
    Der ehrbare Major kämpft noch vor Gericht dagegen, doch vergeblich.
    https://www.nytimes.com/1975/01/13/...mmends-discharge-of-major-who-challenged.html

    Doch wie kommt es zu dieser seltsam verrückten Regel, dass der POTUS ohne Einschränkung und zu jeder Zeit einen Atomschlag befehlen kann?
     
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  5. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    "Jubiläum des Röhrencomputers ENIAC. 27 Tonnen Geheimhaltung
    Der erste Universalcomputer war ein Monstrum aus Röhren und Kabeln. Für den Zweiten Weltkrieg kam er zu spät, für die erste Wasserstoffbombe gerade rechtzeitig."


    Röhrencomputer ENIAC: 27 Tonnen Geheimhaltung
     
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  6. hatl

    hatl Premiummitglied

    Das Thema blieb akut und wurde global.
    1976 schreibt Albert Wohlstetter in der „Foreign Policy“:
    The basic problem in limiting the spread of nuclear weapons is that in the next 10 years or so many countries, including many agreeing not to make bombs, can come within hours of a bomb without plainly violating their agreement—without “diverting” special nuclear material and, therefore, without any possibility of being curbed by “safeguards” designed to verify whether material has or has not been diverted.“
    http://www.npolicy.org/userfiles/file/Nuclear Heuristics-Spreading the Bomb without Quite Breaking the Rules.pdf

    Die Ad-Hoc-Nuklearmacht welche derzeit unsere größte Aufmerksamkeit hat, ist wohl der Iran, nachdem Indien, Israel, Pakistan und Nordkorea offensichtlich die Schwelle überschritten haben.
     
  7. hatl

    hatl Premiummitglied

    Apologeten



    Ich würde gern diesen Begriff in einen weiteren Zusammenhang stellen.
    Nämlich in den der engen Beziehung zwischen der „friedlichen Nutzung der Kernkraft“ und der militärischen.
    Hatten die USA in den 40ern noch eindeutig, jedoch unter hoher Geheimhaltung, die Grundlagen der Kerntechnik für den militärischen Einsatz entwickelt,
    .. und dabei auch Anreicherung, Reaktorbau und Plutoniumgewinnung bewerkstelligt, so verschwammen später die Grenzen.
    Die genannten Fähigkeiten waren unverzichtbare Grundlagen für die Bombe, ja sogar deren schwerste Hürden.

    Ebenso aber auch für die „zivile Kernkraft“, welche in späteren Jahren sich weit verbreitete und fast stets für die Bemäntelung für Atomwaffenprojekten gebraucht wurde.
    Die Liste dieser Apologeten ist wahrlich lang, und auch bisweilen überraschend. https://geschichtsforum.de/thema/kalter-krieg-und-nukleare-strategie.51941/page-4#post-791239

    Dem Aufwand der betrieben wurde um den Konsumenten zu suggerieren Kernkraftwerke seien grundsätzlich beherrschbar, steht der Aufwand gegenüber eine Distanz zur Bombe suggerieren, die noch weniger gegeben war.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. August 2021
  8. hatl

    hatl Premiummitglied

    Major Hering, dekorierter Rettungsflieger des Vietnamkriegs, und später bei den Raketenstreitkräften, ist heute 85 Jahre alt.
    1975 wurde er entlassen, oder besser gesagt gefeuert, weil er grundsätzliche Fragen zur Kontrolle des POTUS stellte, im Falle dieser einen Atomschlag befehlen sollte. (s. o.)
    Was mag er sich wohl denken, wenn er heute liest,
    dass wohl der derzeitige Generalstabchef Mark Milley, sozusagen ad hoc, den POTUS Trump nuklear entmachtete?
    (Dies zwei Tage nach dem Sturm auf das Kapitol.)
    "Milley also summoned senior officers to review the procedures for launching nuclear weapons, saying the president alone could give the order — but, crucially, that he, Milley, also had to be involved."
    https://www.washingtonpost.com/politics/2021/09/14/peril-woodward-costa-trump-milley-china/

    Damit ergriff das Militär vorübergehend ein Vetorecht, sofern der Bericht stimmt.
    Die WP weist in ihrem Artikel auf einen ähnlichen Fall in 1974 hin, über den die NYT berichtet:
    In the days leading up to Nixon’s resignation in August 1974, Mr. Schlesinger, as he confirmed years later, became so worried that Nixon was unstable that he instructed the military not to react to White House orders, particularly on nuclear arms, unless cleared by him or Secretary of State Henry A. Kissinger.“
    James R. Schlesinger, Willful Aide to Three Presidents, Is Dead at 85 (Published 2014)
    (Das just die Zeit, zu der der Major Harold Hering seine höchst unbequemen Fragen stellt.)

    Waren es 1974, so hat es den Anschein, beim Fall Nixon der Verteidigungsminister und der Außenminister, die ein formell nicht bestehendes Vetorecht beim Zugriff auf Nuklearwaffen ausübten,
    so sind wir Jan. 2021 auf der Ebene des Militärs angekommen.

    Gab es noch mehr solche oder ähnliche Fälle? Wenn jemand etwas findet, wäre sicher interessant.
     
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  9. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Ergänzung:

    "Historic concern over missing checks and balances has been episodic, associated with periods of heightened international tensions or when presidents were perceived as bellicose. In 1972, Senator William Fulbright (D-AK) proposed an amendment to the pending War Powers Resolution (WPR)—rejected by 68-10—that would have prohibited the President from ordering first use of nuclear weapons without prior congressional approval or a declaration of war. During Ronald Reagan’s presidency (1981-1989), legal and scientific authorities deemed offensive nuclear war illegal or unconstitutional. The most recent legislation is notable for winning greater congressional support—the Markey-Lieu bill attracted 81 co-sponsors in the House (80 Democrats, one Republican) and thirteen in the Senate (12 Democrats, one Independent)—and approval from former public officials, the New York Times editorial board, and non-proliferation advocacy groups during 2017-18."
    Singh, Unchecked and Unbalanced? The Politics and Policy of U.S. Nuclear Launch Authority, FPRI 2019, S. 116

    Dazu online verfügbar:
    The President and Nuclear Weapons: Authorities, Limits, and Process by Mary DeRosa, Ashley Nicolas :: SSRN
    sowie
    Cholden-Brown/De Wolff/Figueroa/McCullough, Protecting Against an Unable President: Reforms for Invoking the 25th Amendment and Overseeing Presidential Nuclear Launch Authority" (2020). Reports. 11.
    The Fordham Law Archive of Scholarship and History
    https://core.ac.uk/download/pdf/345985091.pdf

    Major Herings Fall ist nach meinem Eindruck diffus,
    Air Force Panel Recommends Discharge of Major Who Challenged Tailsafe’ System (Published 1975)

    Ist Schlesingers Erzählung von dritter Seite (Kissinger, Militärs) bestätigt worden?
     
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  10. hatl

    hatl Premiummitglied

    So wie ich das überblicke wurde „Schlesingers Erzählung“ nicht bestätigt.
    Für Wellerstein ist das „a famous anecdote about Secretary of Defense James Schlesinger....“
    die unbelegt ist.
    Diese „Anekdote“ fügt sich in eine andere. Der öfter mal schwer alkoholisierte Nixon habe in der Endzeit seiner Präsidentschaft das Mitglied des Kongresses Alan Cranston angeplärrt, er könne in sein Büro gehen, den Telefonhörer abheben und binnen 25 Minuten seien Millionen Menschen tot.
    (I can go in my office and pick up a telephone, and in 25 minutes, millions of people will be dead.)
    Dieser nun beunruhigte Senator habe darauf hin den Schlesinger angerufen und ihn gebeten den Nixon nuklear in Schach zu halten.
    Auch diese Erzählung findet sich in allen möglichen Publikationen, ohne dass ich jetzt erkennen könnte wodurch sie belegt ist.
    Es ist ja auch nicht ohne weiteres plausibel, dass Nixon, der ja gegen erhebliche Widerstände Entspannungspolitik betrieb, geneigt sein würde, einen Nuklearschlag zu befehligen.
    Oder doch?
    Denn falls er wirklich durchdreht kann er den Atomkrieg auslösen und im Amt bleiben.

    Vielleicht stimmen diese so häufig wiedergegeben Erzählungen um Schlesinger und Cranston, vielleicht nicht und vielleicht sind sie auch übertrieben.
    Sie berühren aber einen wunden Punkt und finden sich im Zusammenhang mit einer anhaltenden Diskussion des Entscheidungsautomatismus beim Nuklearschlag.

    Danke @silesia für Deinen sehr lesenswerten Link https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=3595440

    Die Zugriffsbeschränkung des POTUS auf die nuklearen Streitkräfte wird da weiter diskutiert. Eine Lösung des Problems wurde bis heute nicht erreicht.

    Zwar würde ein tollwütiger Präsident mit einem willkürlichen Erstschlag gegen zahlreiche Gesetze verstoßen, international wie national, doch gäbe es keine gesetzlich festgelegte Prozedur die den schnellen militärischen Automatismus nach dessen Befehl aufhalten würde. Damals wie heute.

    Was bleibt sind gesetzlich ungedeckte Absprachen vernünftigerer Entscheidungsträger im Vorfeld.

    Eine Anmerkung zu Amendment 25.
    So wie ich es verstehe bestand das Ziel dieses Verfassungszusatzes darin, die Fähigkeit eine Nuklearschlags unabhängig vom Zustand des Präsidenten (sei er krank oder gerade verstorben) zu erhalten.
    Nicht darin einen körperlich gesunden, aber geistig abnormen vom Einsatz der Atombombe abzuhalten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. September 2021

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