Kopfschuss

Dieses Thema im Forum "Geschichte der Naturwissenschaften" wurde erstellt von Nergal, 20. Februar 2010.

  1. Nergal

    Nergal Neues Mitglied

    Habe mal gelesen dass zur Zeit des ersten Weltkrieges die Neurologie einen größeren Erkenntnisgewinn hatte da damals, erstmals in einem ghrößeren Krieg, Vollmantelgeschosse verwendet wurden die dann auch relativ gut durch die Köpfe der Soldaten gingen, von denen dann doch einige am leben blieben und den Medizinern Rückschlüsse auf die Funktion der zerstörten Hirnteile gaben.
    Das Ganze soll dann nachträglich nach Kaiser Wilhelm II bennant worden sein.

    Stimmt das so, weiß Jemand mehr darüber?
     
  2. Treibsand

    Treibsand Neues Mitglied

    Dieser Zusammenhang ist mir neu - wo ist denn dieser genannt worden ?

    Mir fällt nur die Gründung des Kaiser-Wilhelm -Institutes um 1912 dazu
    ein ,jedoch gab es in diesem Rahmen vor allem technische und weniger
    medizinische Forschungen.

    Die medizinischen Erkenntnisse waren in der 2.Hälfte des 19.Jhdt.
    bereits erheblich angewachsen , im Bereich Hirnforschung war zB.das
    Sprachzentrum bereits identifiziert.Dazu kamen verbesserte Diagnose-
    Methoden zB. Röntgen , Erkenntnisse zur Antisepsis und Desinfektion ,
    Nachweis von Erregern versch. Infektionskrankheiten usw.

    Natürlich war der WK I zwangsläufig eine enorme Praxis für sämtliches
    medizinisches Wissen und Können -von der Trauma-Chirurgie bis zur
    Psychologie ( zB." Kriegszitterer " ).

    Das dabei auch zahlreiche Schädeloperationen notwendig wurden und
    Erkenntnisse über die Funktionalität des menschl. Körpers und der Sinnesleistungen nach solchen Eingriffen anfielen war zwar ungewollt -
    letztlich jedoch ungemein wertvoll als empirischer Wissenszuwachs.

    Die wissenschaftliche Reflektion zu diesen Erkenntnissen fand erst nach dem WK I statt und ist mW. nirgendwo mit dem Namen Wilhelm II.
    verbunden.
     

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