Korrespondenzanalyse? Hilfe für einen armen Studenten.

Dieses Thema im Forum "Archäologie" wurde erstellt von Afkpu, 12. Juni 2011.

  1. Afkpu

    Afkpu Aktives Mitglied

    Da die Klausur Ende Juli mit riesigen Schritten näher rückt befinde ich mich natürlich seit geraumer Zeit in der Nachbearbeitung der Themen. Nun hat sich, dummerweise während der vorlesungsfreien Zeit um Pfingsten, in der kein Dozent zu erreichen ist sich eine Frage aufgetan, die ich bisher weder per Internet, noch über die mir vorliegenden Bücher (Hinweis: ich befinde mich derzeit weit weg von der mir zugänglichen Unibib), klären konnte.

    Hierbei geht es um die Korrespondenzanalyse und im besonderen ihre Anwendung zur Erstellung relativer Chronologien. Was ich bisher verstanden habe (dank meinen nun für mich kryptischen Mitschriften) ist, dass man eigentlich die ""Unähnlichkeit" von Zeilen innerhalb einer Kombinationstabelle misst? Also verschiedene Werte vergibt für (beinhaltet Typ A, bzw beinhaltet Abart von Typ A oder beinhaltet Typ A nicht), und somit sehr viel genauere relative Chronologien erhält. Allerdings hört hier mein Verständnis für diese Methode auch auf. Ich bin mir zwar nicht sicher ob dieses Wissen von einem Zweitsemester verlangt wird, allerdings habe ich irgendwie das Gefühl das man diese Methode als Resultat aus dem Axis Algorhythmus verstehen muss und daher wende ich mich an die hier vereinzelt rumschwirrenden Menschen mit scheinbar stark ausgeprägten Wissen in archäologischen Disziplinen (Geist und hwijen fallen wir nun als erstes ein). Hat eventuell jmd von euch einen Link der den Sachverhalt in relativ verständlichen Worten erklärt (auch gerne in Englisch oder Französisch)? Oder will mich jmd dahingehend beruhigen, dass die Korrespondenzanalyse kein wissenswerter Stoff ist? Die Bedienung der Computerprogramme die Korrespondenzanalysen durchführen habe ich übrigens durchblickt, allerdings würde ich nun gerne auch noch verstehen wie die Analyse funktioniert.

    Ich hoffe dieser Hilferuf eines, in einer Flut aus Notizen ertrinkenden und den Flüssigkeitshaushalt mit Hopfentee ausgleichenden Studenten, wird nicht unverhallt verklingen :)


    Afkpu
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Juni 2011
  2. hjwien

    hjwien Aktives Mitglied

    Lieber Afkpu, so angesprochen komme ich ich nicht umhin, dem Gebot der Höflichkeit zu folgen und zu antworten, auch wenn dies bedeutet, meine absolute Unkenntnis zu offenbaren: :ichdoof:

    Ich bin doch nur so ein Lockenzähler, der an korinthischen Kapitellen die Akanthusblätter beguckt. Ich habe keine Ahnung, wie die Korrespondenzanalyse funktioniert. Habe schnell den Wiki-Artikel aufgerufen und kein Wort verstanden.
    Aber Geist wird da bestimmt weiterhelfen, vielleicht auch Ogrim?
     
  3. Afkpu

    Afkpu Aktives Mitglied

    Na dann fühle dich zu unrecht gelobt, aber danke für deine schnelle Antwort. Menschen einschätzen können gehört aber auch nicht zu meinen Spezialgebieten ;) Ich bezeichne dich aber trotzdem in Zukunft nicht als doof. Sofern es dir recht ist^^ Aber was den Wikipediaartikel angeht.. da steht eher wenig.. und verstanden habe ich ähnlich viel wie du :)
     
  4. Ogrim

    Ogrim Aktives Mitglied

    Ich hab mich zwar nu extra mal eingeloggt, aber pfuh! Da verlangst du was!

    Ich hab schon zich solcher Analysen gesehen und mich daran vergangen, aber dir zu erklären, wie die Algorythmen funktionieren, da bin ich auch nach dem Studium überfragt.

    Im Endefekt geht es einfach darum, ein bestimmtes Material anhand von festgelegten Merkmalen auf Häufigkeit oder Vorkommen zu untersuchen. Du kannst dann von Hand oder mittels eines Computerprogrammes versuchen, daraus wiederum Gruppen zu bilden, die sich im Idealfall gegenseitig ausschliessen. Das ist jedoch immer abhängig von der Wertigkeit des Merkmals, die du bestimmst. Sehr schön funktioniert das beispielsweise bei Gräberfeldern und Grabbeigaben. Man macht eine Liste von Einzelgräbern und listet alle Grabbeigaben auf. Danach lässt man den Rechner (ja, ich hab das noch per Hand gelernt) die Beigaben sortieren und zu Gruppen ordnen. Hat man die Gruppen istoliert, sieht man sich wieder die einzelnen Merkmale an und versucht wahrscheinlich zu machen, ob es sich dabei um einen zeitlichen Unterschied oder zum Beispielen einen sozialen oder geschlechtsbezogenen handelt.

    Wenn man dazu noch den Plan des Gräberfeldes unterlegt, lässt sich mit diesem Mittel eine Horizontalstratigraphie erstellen. Diese ist eine Methode der Relativchronologie, die zu genaueren Ergebnissen führt. Aber zu deiner Ausbildung gehören glaube ich nur die Horizontalstratigraphie und das interpretieren von Korrespondenzanalysen, nicht etwa das Programmieren von Programmen zum Erstellen einer solchen.

    Für genauere Tips wäre es hilfreich, wenn du mal schreiben würdest, an welchem Problem du mit deiner Analyse gerade sitzt.

    Es kann übrigens sehr erfolgversprechend sein, den Flüssigkeitshaushalt mit Hopfentee auszugleichen, möchte ich anführen, aber auf Dauer werden die Notizen kryptisch ;)
     
  5. Wilfried

    Wilfried Aktives Mitglied

    ist eigentlich ganz einfach
    An einer Stelle nur Steinwerkzeuge+ bestimmte Keramik Steinzeit
    Am anderer Stelle, gleiche Gegend nur Bronze und andere Keramik Bronzezeit
    dazwischen gibt es Stellen, mit der ersten Keramik, Stein und Bronze, wenig zweite Keramik

    Nun zählst Du Stelle für Stelle deine 4 Parameter und krist Verhältnisse 1. zu zweite Keramik und Bronze zu Stein raus
    Gibt 2 Diagramme, einmal Stein Bronze Verhältnis zu Zeit, einmal keramik 1 zu Keramik 2 zu Zeit.

    Beide verraten Dir welcher Fundort älter oder Jünger ist. Und wenn s stimmt, dann decken sich das erste und das zweite Diagramm.
    Ganz grob erklärt, was ich bei Wiki verstanden habe.
    Aber die ganzen netten Fremdworte wollen die lesen, da musst Du schon die Definitionen Deines Profs bringen
     
  6. Afkpu

    Afkpu Aktives Mitglied

    @ Ogrim Ehrlich gesagt müsste ich nun, sobald ich in 2 Tagen wieder in meiner Wohnung bin, den Text finden mit dessen Hilfe ich diese Notizen angefertigt hatte. Es ging soweit ich weiß darum, mit Hilfe der Korrespondenzanalyse die unterschiede zwischen einzelnen Gräbern festzustellen und heraus kam in einem Zwischenschritt ein ansehnliches Balkendiagramm, falls du gerade verstehst was ich meine? Meine Gedanken werden gerade selbst für mich kryptisch und ich frage mich ob ich mich gerade um absolut unsinnige Dinge aufrege.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13. Juni 2011
  7. DerGeist

    DerGeist Neues Mitglied

    Schau mal hier rein:



    Mein Favorit ist folgendes Buch, gut geschrieben, aber auf Englisch:
    DIGGING NUMBERS: ELEMENTARY STATISTICS FOR ARCHAEOLOGISTS. (Open Library).

    Für Fragen ebenfalls nützlich:
    Statistik Forum :: document.location="http://www.statistik-forum.net";
     
  8. Afkpu

    Afkpu Aktives Mitglied

    Das erste Buch wird sobald ich meine Glieder gestreckt und Koffer ausgepackt habe vom Fleck weg ausgeliehen. Danke für die Tipps. Aber lernen mit Hopfentee werde ich trotzdem weiterhin :p
     
  9. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

Diese Seite empfehlen