Kreuzzugsliteratur

Dieses Thema im Forum "Rittertum und Kreuzzüge" wurde erstellt von jeckedoll, 8. September 2007.

  1. jeckedoll

    jeckedoll Neues Mitglied

    Hallo ich bi sehr intressiert an dieser Geschichtsepoche. Bücher über die Kreuzzüge lese ich sehr gerne, leider jedoch weis ich jetzt gerade nicht was ich als nächstes lesen sollte. Vielleicht hat jemand von euch eine Empfehlung für mich, bisher habe Ich gelesen:

    - Die Geschichte der Kreuzzüge von Steven Runciman
    - Die Ritter des Herrn von Alain Demuger
    - Die Templer von Alain Demuger
    - Die Kreuzzüge von Angus Konstam
    - Rittertum von Josef Fleckenstein

    Vielleicht weiß ja jemand etwas passendes.
     
  2. Mercy

    Mercy unvergessen

  3. JcL1987

    JcL1987 Neues Mitglied

    Hallo,

    ich suche nun schon seit einiger Zeit das "Taschenlexikon der Kreuzzüge" von Reinhardt Barth, es scheint aber nur noch selten in Online-Buchshops angeboten zu werden.
    Ich würde mich sehr über Hilfe freuen...

    Danke im Voraus
    JcL
     
  4. Mercy

    Mercy unvergessen

    Bei den Antiquariaten fand ich den Titel nicht, ist nur über Bibliotheken verfügbar. Die genauen bibliografischen Daten:

    Titel: Taschenlexikon Kreuzzüge / Reinhard Barth
    Verfasser: Barth, Reinhard
    Ausgabe: Orig.-Ausg.
    Verleger: München ; Zürich : Piper
    Erscheinungsjahr: 1999
    Umfang/Format: 263 S. : Kt. ; 19 cm
    Gesamttitel: Serie Piper ; 2794
    ISBN: 3-492-22794-5
     
  5. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Ich besitze aus dieser Taschenlexika-Reihe von Piper ein Werk über Karl V., über das ich mich schon mehrfach geärgert habe. Leider weiß ich nicht, ob der Fehler bei der Reihe oder bei dem Autor meines Exemplars (Friedemann Bedürftig) liegt. Für Jahreszahlen ist das Lexikon OK, für Zusammenhänge eher schlecht.
     
  6. JcL1987

    JcL1987 Neues Mitglied

    Hm...Ich habe das Buch vor einigen Monaten in einem Shop gefunden, nur habe ich die URL wieder vergessen. Das Buch muss doch irgendwo käuflich zu erwerben sein...
     
  7. Scorpio

    Scorpio Aktives Mitglied

    Ein sehr gutes populärwissenschaftliches Werk ist "Die Kreuzzüge" von Peter Milger. Milger lässt sehr viele Zeitzeugen zu Wort kommen, und das Buch liest sich sehr spannend. Die Zeitzeugnisse sind korrekt wiedergegeben, Milger präsentiert sie allerdings ausschliesslich in deutscher Übersetzung, so dass sein Buch an Universitäten nicht zitierfähig ist. Dennoch hat es bei Mediävisten einen guten Ruf und steht als Einführungswerk auf vielen Literaturlisten.
     
  8. timotheus

    timotheus Aktives Mitglied

    Dann erlaube ich mir noch meine Buchempfehlung nachzureichen, die v.a. bzgl. Mentalitätsgeschichte interessant ist: http://www.geschichtsforum.de/f175/illustrierte-geschichte-der-kreuzzuege-11438/

    Und noch einige Anmerkungen zum Taschenlexikon von Reinhard Barth...
    Wie der Titel eigentlich bereits verrät, eignet sich das Buch insbesondere dafür, bspw. Daten zu wichtigen Personen, Ereignissen u. dgl. nachzuschlagen und recht schnell parat zu haben, ohne sich erst durch Kapitel umfangreicher Fachbücher zu arbeiten.
    Kurzum: fürs effektive Nachschlagen, einen kurz gerafften und guten Überblick sowie als wirksame Ergänzung ist Reinhard Barths Lexikon mehr als geeignet.
    Amazon hatte es einmal im Angebot, zur Zeit aber ist es nicht mehr verfügbar, und eine evt. Wiederverfügbarkeit ist unklar: Amazon.de: Taschenlexikon Kreuzzüge.: Bücher: Reinhard Barth
     
  9. jeckedoll

    jeckedoll Neues Mitglied

    Hallo nochmal,
    ich habe gerade eben 2 Bücher angeboten bekommen. Vielleicht hat der ein oder andere sie schon gelesen und kann mir dazu etwas sagen. Es handelt sich um:
    Johannes Lehmann - Die Kreuzfahrer
    Robert Payne - Die Kreuzzüge
     
  10. Triere

    Triere Mitglied

    Für eine unverzichtbare Ergänzung halte ich Amin Maaloufs "Der heilige Krieg der Barbaren" und/oder Gabrielis "Die Kreuzzüge aus arabischer Sicht". Beides, am besten.
     
  11. Munin

    Munin Neues Mitglied

  12. timotheus

    timotheus Aktives Mitglied

    Diesem Buch merkt man allerdings sein Alter bzw. sein originales Erscheinungsdatum sehr stark an, wie ich bereits an anderer Stelle dargelegt habe:
    http://www.geschichtsforum.de/176942-post7.html
    Unter den Werken zur Historie der Orientkreuzzüge, die zu jener Zeit erschienen und mittlerweile recht betagt sind, ist da Bernhard Kugler "Geschichte der Kreuzzüge" - Reprint Verlag, Leipzig 1999 (Original von 1880) bei weitem vorzuziehen:
    Amazon.de: Geschichte der Kreuzzüge: Bücher: Bernhard Kugler
     
  13. Josephine

    Josephine Neues Mitglied

    Hallo,

    darf ich auch ein Buch empfehlen und zwar "Die Kreuzzüge - Krieg im Namen Gottes" von Peter Milger.

    Ich finde es sehr übersichtlich, nicht zu überladen und auch für etwas Unbedarfte wie mich, verständlich geschrieben.

    Gruß....
     
  14. Mercy

    Mercy unvergessen

    Sicher.
    Peter Milger.Die Kreuzzüge. Krieg im Namen Gottes
     
  15. timotheus

    timotheus Aktives Mitglied

    Hier finden sich neben bereits genannten Büchern auch noch weitere empfehlenswerte Werke: Kreuzzug/Bibliografie - Wikipedia
    Und natürlich gibt es auch noch Bibliographien für eine stärkere Vertiefung in die Thematik bzw. in einzelne Spezialthemen - wie bspw. jene von Paul Halsall: UNF Crusades: Bibliography
    Speziell für den Ersten Kreuzzug nachreichen möchte ich zudem noch Jörg Dendl "Wallfahrt in Waffen: Der Erste Kreuzzug ins Heilige Land 1095 - 1099" - Langen Müller, München 2000
     
  16. Munin

    Munin Neues Mitglied

    @ timotheus:
    Es stimmt zwar das man dem Buch sein Alter anmerkt, aber für jemanden der schon das ein oder andere Buch über die Kreuzzüge gelesen hat ist es trotzdem eine Bereicherung. Das ist zumindest meine Meinung zu dem Buch.
     
  17. lynxxx

    lynxxx Neues Mitglied

    Moin,

    wir hatten ja hier schon darauf verwiesen, oder empfohlen, dass Peter Milgers reich bebildertes Buch zu den Kreuzzügen durchaus noch heute eine kleine Leseempfehlung wert ist, wenn man dabei ein wenig aufpasst, dass nicht jede seiner Schlussfolgerungen heute, nach 30 Jahren (!) noch Bestand haben:
    http://www.geschichtsforum.de/f48/gewaltexzesse-bei-eroberung-von-jerusalem-26276/index2.html

    Dazu gab es ja seinerzeit eine 13-teilige Doku á ca. 50 Minuten zu den Kreuzzügen, die mich in meiner Jugend doch geprägt hat.
    Nun, wer in alten Erinnerungen schwelgen möchte, der könnte ggf. hier einige Einblicke in das Buch und die Doku gewinnen, denn Teile davon sind nach 30 Jahren online:

    lynxx-blog: Die Kreuzzüge - Krieg im Namen Gottes - Doku

    Viel Spaß. :winke:
     
  18. Norimberga

    Norimberga Mitglied

    Ich würde folgendes Buch vorschlagen:
    „Kein Krieg ist heilig - Die Kreuzzüge"
    Buchhandelsausgabe, nicht die Katalogausgabe, zur damaligen Ausstellung in Mainz,
     
  19. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Ich empfehle die Lektüre von Wilhelm von Tyrus' Kreuzzugsgeschichte: "Historia rerum in partibus transmarinis gestarum". Natürlich entspricht das Werk dieses Zeitgenossen nicht den heutigen Anforderungen an ein Geschichtswerk, aber mich hat es trotzdem positiv überrascht: Obwohl Wilhelms Sympathien natürlich den Kreuzfahrern gelten, ist er nicht unkritisch und zollt durchaus auch den Sarazenen seinen Respekt. Die Judenpogrome zu Beginn des Ersten Kreuzzugs erwähnt und verurteilt er. Ihm unterlaufen ein paar chronologische und inhaltliche Fehler und seine Zahlenangaben zu Heeresstärken sind wie bei allen älteren Autoren mit Vorsicht zu genießen, aber im Großen und Ganzen ist seine Geschichtsdarstellung durchaus korrekt. Das Werk bietet jedenfalls einen interessanten Einblick, wie ein denkender Geist des 12. Jhdts. die Kreuzzüge wahrnahm.
     
  20. Cephalotus

    Cephalotus Aktives Mitglied

    Ich würde noch die "Erlebnisse des syrischen Ritters Usama Ibn Munqid" als Ergänzung empfehlen.

    Erstens ist es z. T. recht unterhaltsam zu lesen,

    zweitens ist es aus der Sicht "der Anderen" geschrieben

    und drittens kann man sehr schön erkennen, dass es nicht, wie oft geglaubt wird, nur um Christen gegen Muslime geht, sondern dass die Kreuzfahrerstaaten für viele "Einheimische" oft einfach nur eine von vielen Formen der Fremdherrschaft waren und die religiöse Komponente nicht immer so wichtig war, wie der Begriff "Kreuzzüge" das vermuten lässt. Auch sind die vielen Bündnisse mit Glaubensfeinden nicht uninteressant, die oft gegen Angehörige des eigenen Glaubens gerichtet waren.

    Zur Abrundung des Themas sollte der Usama also nicht fehlen (meine Meinung).

    Viele Grüße

    Bernd
     
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