Krise der römischen Republik und das Scheitern der Weimarer Republik

Dieses Thema im Forum "Das Römische Reich" wurde erstellt von Bricks, 24. Mai 2013.

  1. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Das ist an den Haaren herbeigezogen. Das Wort "Bündnis" setzt einen Mindestgrad an Freiwilligkeit und Gleichberechtigung voraus, zumindest in der Theorie. Eine Sammlung an gewaltsam anektierten und eroberten Gebieten ist kein Bündnis, sondern ein Imperium.
     
  2. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    In der Republik wurden sie noch vom Volk gewählt (wenngleich nach einer Art Zensuswahlrecht), erst in der Kaiserzeit wurde dann die Wahl durch den Senat üblich.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Juni 2013
  3. Apvar

    Apvar Premiummitglied

    Auch noch während der Krise/ des Bürgerkrieges?

    Apvar
     
  4. JuliusCäsar

    JuliusCäsar Neues Mitglied


    In vielen Gebieten änderte sich die anfängliche Ablehnung der Römer in ein normales/begeistertes Verhältnis, weil die Römer viele technische Neuerungen brachten.
     
  5. Bdaian

    Bdaian Aktives Mitglied

    Au ja! nach dem Cäsar die Gallier unterworfen, versklavt, ihre Führungsschicht ausgerottet und den Rest ausgeplündert hatte, klatschten die Überlebenden begeistert, als das erste Wasser aus dem Aquädukt in Lugdunum floss.
     
  6. Apvar

    Apvar Premiummitglied

    Oder Spanien. Vom beginn des 2. Punischen Krieges bis Cäsar, also nur etwa 200 Jahre Krieg, bis endlich Ruhe auf der Iberischen Halbinsel war. Friedhofsruhe.
    Oder Judäa, auch kein Problem, wenn man mehrere Legionen vor Ort hat.

    Apvar
     
  7. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Ja, und auch noch unter Augustus. (Dass die Wahlen alles andere als frei und fair waren, steht auf einem anderen Blatt, das waren sie seit den 50ern v. Chr., als meist Pompeius seine Kandidaten, wenn nötig mit Waffengewalt, durchsetzte, nicht mehr.) Erst unter Tiberius wurde die Wahl durch den Senat fix. In der Kaiserzeit kam es aber noch manchmal kurzfristig vor, dass manche Kaiser in einem Anfall von Populismus oder um ihre "republikanische Gesinnung" zu demonstrieren wieder dem Schein nach das Volk die Konsuln wählen ließen.

    In dieser Hinsicht muss man zwischen Republik und Kaiserzeit unterscheiden.
    In der Republik waren die Provinzialen von ihren römischen Herren gar nicht angetan, was vor allem an den ausbeuterischen Statthaltern und den blutsaugerischen privaten Steuerpächtern (Publicani) lag. In der späten Republik kamen dann auch noch die Bürgerkriege hinzu, in denen die Parteien von den Provinzen Abgaben und Unterstützungsleistungen erpressten bzw. Strafen auferlegten und Vornehme über die Klinge springen ließen, wenn sie zuvor (meist gezwungenermaßen) die andere Seite unterstützt hatten, von kriegsbedingten Plünderungen und Verwüstungen mal ganz abgesehen. Daher eilten die Provinzialen freudig jedem "Befreier" (wie Mithridates) zu.
    In der Kaiserzeit verbesserte sich das Verhältnis dann. Die Statthalter wurden strenger überwacht oder zumindest häufiger abgeurteilt und die Steuereintreibung wurde vom Staat übernommen, was in der Regel zu mehr Gerechtigkeit führte. Außerdem wurde zumindest die Oberschicht aus den Provinzen zunehmend mit dem Bürgerrecht versehen und erhielt Zugang zur Reichsverwaltung.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11. Juni 2013
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