Kuba unter Einfluss der USA

Dieses Thema im Forum "USA | Kanada" wurde erstellt von helchen15, 17. September 2012.

  1. helchen15

    helchen15 Neues Mitglied

    Die USA war in der Zeit des Imperialismus an Kuba "interessiert".Und Kuba war ja auch eine Zeit lang Kolonie von der USA.
    Aber wieso war die USA so sehr an Kuba interessiert?(geostrategische Überlegungen)

    Als Gründe hätte ich: -Insel -tropisches Klima:Anbau von Zucker oder so ... ?
     
  2. helchen15

    helchen15 Neues Mitglied

    Kuba 1900

    Was könnte dagegen sprechen Kuba in die USA einzugliedern ODER aus Kuba eine Kolonie zu machen?(zeit des Imperialismus)
     
  3. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Siehe hier:
    Platt Amendment ? Wikipedia

    Tatsächlich gab es reichlich Befürworter einer Annexion bzw. Angliederung Kubas an die USA, aufgrund der geostrategischen Lage (US-Vorfeld in der Karibik, Aktivitäten anderer Großmächte, US-Verhältnis zu Mexiko, Plan des Panama-Kanals zur Verbindung Pazifik-Atlantik, wachsende interessen der US Navy, ökonomische Interessen usw.).

    Der erste Gouverneur Leonard Wood war ein Verfechter dieser Ideen.

    Man nutzte auch die Tätigkeit der kubanischen Rebellen bei der Besetzung Kubas im Spanisch-Amerikanischen Krieg 1898/99, und versuchte diese danach zu entwaffnen. In die ersten Wahlen, die eine Angliederung Kubas bringen sollten, ging die US-Regierung wohl in der Erwartung, dass die Kandidaten einer Amerikanisierung problemlos gewinnen würden. Tatsächlich siegten zahlreiche kubanische Kandidaten einer Unabhängigkeit und Souveränität, die allerdings den Platt-Vertrag wohl zunächst akzeptieren mussten, um eine offene Konfrontation zu vermeiden. Die Bestandteile in Bezug auf die Beziehungen zu den USA wurden dann in die kubanische Verfassung integriert.

    Die ökonomischen US-Interessen fanden auch zahlreiche Gegner, wie zB unter den Südstaaten-Repräsentanten, die die eigene Zuckerrohr-Industrie vor kubanischen Importen schützen wollten (ähnlich lief das in Bezug auf die Tabak-Importe). Roosevelt setzte allerdings diese Sonderstellung Kubas 1903/04 durch, wenngleich antikoloniale Bestrebungen in den USA weitergehende Ambitionen verhinderten.

    Kuba ist ein Beispiel für den "weichen Kolonialismus" bzw. Imperialismus der Großmächte 1900-1914.
     
  4. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Hallo Helchen,

    ich möchte dich auf etwas aufmerksam machen: USA ist ein Plural (United States of America/Vereinigte Staaten von Amerika). Insofern muss es korrekt heißen "die USA waren", "Kolonie der USA" bzw. "Kolonie von den USA" und "wieso waren die USA...?".

    Gruß
    EQ
     
  5. Köbis17

    Köbis17 Gesperrt

    Stichwort des frühen US Imperialismus sind die Monroe Doktrin, bzw schon weit klar definiert vor dem Bürgerkrieg in den 60iger Jahren.

    Einen neuen Kolonialismus konnte die neue US-Gesellschaft nicht wirklich folgen, gab es doch auch neue Gebiete zum Besiedeln bzw. zum Besetzen! in Richtung Westen des amerikanischen Kontinentes!
     
  6. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter


    Wenn Du Dir das Deutsche Reich anschaust, gab es da auch wenig Hintergrund an kolonialer Besiedlung und Auswanderung. Die Zahlen blieben verschwindend gering, geradezu vernachlässigbar.

    Es ging hier eher um das Schlagwort "New Imperialism", die neuen Formen (Wiki leider nicht auf deutsch: ) Rise of the New Imperialism - Wikipedia, the free encyclopedia

    Ein interessanter Fall zuvor, aus rein geostrategischen Erwägungen, ist Hawaii.
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. September 2012

Diese Seite empfehlen