Lenins versiegelter Zug - wer war mit ihm drin?

Dieses Thema im Forum "Russland | Sowjetunion | Osteuropa" wurde erstellt von derzug, 10. Februar 2014.

  1. derzug

    derzug Gast

    Hallo,

    es ist bekannt, dass Lenin in einem versiegelten Zug im Jahre 1917 von der Schweiz nach Russland transportiert wurde. Ich bräuchte eine Liste der Mitreisenden im Zug, die ihn nach Russland begeleitet haben. Gibt es Protokolle, die die Namen festgehalten haben?

    Danke vorab!
     
  2. Ugh Valencia

    Ugh Valencia Aktives Mitglied

    Platten, Fritz: "Die Reise Lenins durch Deutschland im plombierten Wagen", 1924, ISBN 978-3883320854

    Dort solltest du fündig werden. Der Autor hat die Fahrt wohl mitgemacht und mitorganisiert.

    Hahlweg, Werner (Hrsg): "Lenins Rückkehr nach Russland: Die Deutschen Akten", 1957, ISBN 2775829899

    Eine Veröffentlichung der Akten des damaligen Auswärtigen Amtes.
     
  3. michaell

    michaell Aktives Mitglied

    Richard Pipes (The Russian Revolution, Vintage Books, New York 1991, S. 391) gibt an, es gäbe keine vollständige Passagierliste, da die Übereinkunft mit den Deutschen vorsah, dass diese nicht nach der Zusammensetzung der Reisegruppe fragen würden. Insgesamt reisten wohl 32 Personen, diese Angabe findet sich bei Pipes sowie in einer Erklärung Lenins unmittelbar nach seiner Ankunft in Petrograd.

    https://www.marxists.org/archive/lenin/works/1917/apr/04b.htm

    Demnach reisten in der Gruppe u.a. 19 Bolschewiki, 6 Vertreter der jüdischen Arbeiterpartei, dem "Bund", und 3 Mitarbeiter der von Trotzki in Paris herausgegebenen Zeitung "Nashe Slowo" (Unser Wort). Gesichert ist, dass zur Reisegruppe neben Lenin und seiner Frau Nadeschda Krupskaja auch Grigorij Sinowjew, Karl Radek und Inessa Armand gehörten.
     
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  4. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Wie es aussieht, scheint es tatsächlich gar nicht so einfach zu sein, an diese Liste heranzukommen.
    Was zu stimmen scheint ist, dass 18 weiter Kampfgefährten Lenin begleiten. Darüber hinaus noch andere Personen aus Russland.

    Ein paar Namen habe ich, aber ich muss da noch ein wenig herumrecherchieren.

    1. Transportführer Fritz Platten – Schweizer Staatsbürger

    2. W.I. Lenin
    3. seine Frau Nadeschda Krupskaja
    4. Georg Sinowjew
    5. Karl Radek (Deutsch polnischer Sozialist)
    6.und 7. Grischa Zinoviev und seine Frau,
    8. Grigori Sokolnikow,
    9. Alexander Abramowitsch,
    10. Inès Armand
    11. Henry Guilbeaux

    Was Fritz Platten anbelangt...
    Zunächst war es R. Grimm.
    In der Wahrnehmung Lenins nahm wohl Grimm eine zweideutige Position in den Verhandlungen ein.
    Die Verhandlungen zogen sich in die Länge. Lenin stand unter hohen Druck und so wurde mit dieser Aufgabe Fritz Platten beauftragt.

    Habe mir bei dieser Gelegenheit Lenis „Abschiedsbrief an die Schweizer Arbeiter“ zu Gemüte geführt.
    Lenin schließt diesen Brief, ohne Namen außer seinen, zu nennen:

    „Im Auftrag der abreisenden Genossen, der Mitglieder der (durch das Zentralkomitee vereinigten) Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands, die diesen Brief in einer Versammlung am 08.04.1917 billigten“

    Dieser Brief wurde auch am 01.05.1917 in der Zeitschrift „Jugend-Internationale“ Nr. 8 veröffentlicht.

     
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  5. Liborius

    Liborius Aktives Mitglied

    Das ist derselbe
    Grigori Jewsejewitsch Sinowjew ? Wikipedia

    Außer denen, die sich später Bolschewiki nannten, waren noch eine Reihe Leute dabei, die man als "Proporz-Oppositionelle" bezeichnen könnte. Hauptzweck ihrer Mitnahme scheint gewesen zu sein, dass Lenin & Co nicht zu sehr in den Geruch kommen sollten, bloße Marionetten oder Agenten der deutschen Heeresführung zu sein. Weil sie schon damals und erst recht später keine bedeutende Rolle spielten, wird sich wahrscheinlich nicht mehr ermitteln lassen, wie sie hießen.
     
  6. hatl

    hatl Premiummitglied

    Na,
    ein paar von denen wären wohl besser in der Schweiz geblieben.
     
  7. Ugh Valencia

    Ugh Valencia Aktives Mitglied

    Ich habe hier http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1957_4.pdf folgende Fußnote (S. 324, 106) gefunden:
    "106 Die genaue Liste der Reisenden in Leninskij Sbornik a.a.O.II, S.405. Die Zusammensetzung der Fahrtteilnehmer aus den verschiedenen Lagern der revolutionären Bewegung, dazu mit Frauen und Kindern, dürfte ganz den Absichten Lenins auf 'Deckung' entsprochen haben. "

    Der Text stammt vom Herausgeber der Akten des AA.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Februar 2014
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  8. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Auf dieses bin ich bei meiner Recherche auch gestoßen.
     
  9. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Proportz zu was eigentlich? Das sind alles schlichte Spekulation, angesichts der Zufälligkeit der Personen, die mit gefahren sind.

    Und somit ist die Frage, wer in diesem Zug im April 1917 gewesen ist, historisch fast irrelevant, weil die Personen, die eine Rolle seit Februar 1917 spielten, zufällig teils in den USA, zufällig teils über West-Europa und teils in Russland verteilt waren.

    Dabei war ursprünglich eine Route über GB angedacht, die man aber fallen ließ, da man eine Verhaltung von Lenin in GB befürchtet hat (vgl. S. 87/88).

    http://books.google.de/books?id=O8HPxoZx39UC&pg=PP4&dq=the+routledge+atlas+of+russian+history&hl=de&sa=X&ei=gnEGU4yEGsSUswao0YDIAg&ved=0CDIQ6AEwAA#v=onepage&q=the%20routledge%20atlas%20of%20russian%20history&f=false

    Ansonsten waren die Bolschewiken zu dem Zeitpunkt eine relativ kleine, relativ gut organisierte radikale sozialistische Partei. Deren politische Bedeutung im Februar 1917 völlig unklar war und der man - mit einem gewissen politischen Augenmaß - nicht zutrauen konnte, die Macht in Russland zu erobern!

    Deswegen sollte man vielleicht ein wenig vorsichtig sein, diesem Vorgang keine höhere historische Bedeutung aus der Sicht des DR zuzubilligen, als es real hatte. Auch wenn der unten zitiert Beitrag auf die gezielten Überlegungen von Brockdorff-Rantzau verweist.

    Für die Durchsetzung deutscher Interessen in Russland hat man keinen Lenin gebraucht, da reichte das Vertrauen in die militärische Fähigkeit der Armee an der Ostfront.

    http://books.google.de/books?id=zjh...a=X&ei=WHYGU5HqEsjjswbkqIDIDQ&ved=0CDIQ6AEwAA
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Februar 2014
  10. michaell

    michaell Aktives Mitglied

    Die offiziöse Lenin-Biographie des "Institus für Marxismus-Leninismus beim ZK der KPdSU" erwähnt zusätzlich zu den beteits Genannten noch einen "Micha Zchakaja" und "G.A. Ussijewitsch". Beide konnte ich nur über die englische Schreibweise der Namen identifizieren. Michail Zchakaja / Tskhakaya war ein georgischer Bolschewik, Grigori Alexandrowitsch Ussijewitsch / Usievich stammte aus Tambow und lebte seit 1915 in der Schweiz.
     
  11. Ugh Valencia

    Ugh Valencia Aktives Mitglied

    Ich denke, genau deswegen, weil die Bolschewiki eine relativ kleine Partei mit ungewisser Zukunft waren, könnte Proporz aus deutscher Sicht sinnvoll gewesen sein. Man setzte sozusagen "auf mehrere Pferdchen".

    Werner Hallweg beschreibt das Interesse Lenins an Proporz als "Absichten auf 'Deckung'".
     
  12. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Wenn man dazu noch ein paar Gedanken äußern darf...

    Bedeutungslos würde ich diesen Vorgang keinesfalls einstufen.

    Richtig ist allerdings, dass man offensichtlich auf beiden Seiten bestrebt war, in der Öffentlichkeit den Eindruck der Bedeutungslosigkeit zu vermitteln.
    Ich habe mich immer – trotzt meiner Ausbildung – sehr für Historie interessiert.
    Von diesem Vorgang habe ich allerdings erst nach der Wende gehört. Ich meine da mal einen Fernsehfilm gesehen zu haben.
    Ich glaube ich habe nach Schluss der Sendung erst einmal mit dem Kopf geschüttelt.
    Mit dem Ausbau des Internets (wiki etc.) konnte ich mich dann tiefer informieren.

    Inzwischen ist mir völlig klar, warum dieser Vorgang in der DDR Öffentlichkeit z.B. Schulunterricht, verschwiegen wurde.

    Inzwischen ist mir aber auch klar, warum in den unzähligen Politsendungen und auch Sendungen zur Geschichte im Westfernsehen vor der Wende dieser Vorgang meines Wissens kaum mal angesprochen worden ist.

    So weit ich mich erinnere gab’s damals auch nicht solche wertvolle historische Sendungen wie wir sie heute im MDR Fernsehen, Arte, 3SAT u.a. Fernsehsendern haben.

    Damaliger Kenntnisstand...
    Lenin war im Exil in der Schweiz. Warum er dort war, war einigermaßen klar.
    Nun weiter im Stenogrammstil:
    Da braute sich in Russland 1917 was zusammen. Der Krieg, die Lebensverhältnisse u.a. führten zu einer revolutionären Situation.
    Die Bolschewiki erkannten hier, dass eine Situation heranwächst, wo man möglicherweise an die Macht kommen könnte.

    Und der führende Kopf im Exil in der Schweiz!

    Auf einmal war er in Finnland, auf einmal war er in Russland/Petrograd.
    Es gibt ein „schönes“ Gemälde was seine Ankunft in Petrograd darstellt.

    Wie der dahin gekommen ist, seit geraumer Zeit weis ich das nun.
    Und auch, warum man diesen Vorgang gern als Bedeutungslos eingestuft
    wissen möchte.
     
  13. michaell

    michaell Aktives Mitglied

    Es gibt einen Fernsehfilm aus dem Jahr 1988 über die Zugreise Lenins 1917 ("Der Zug", Originaltitel "Lenin: The Train") Auf den bekannten Videoplattformen im Internet kann man ihn auch in voller Länge finden.
     
  14. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    1. Die revolutionäre Situation war bereits da gewesen im Februar.

    2. Wer sind eigentlich die "Bolschewisten". Es gab zu dem Zeitpunkt eine starke Fraktionierung innerhalb dieser Gruppierung (vgl. z.B. Rabinowitch: Prelude to Revolution).

    3. Als Lenin in Petrograd am Bahnhof ankam, wurde er von einer offiziellen Delegation begrüßt, unter anderem Kamenev, der sich in Russland in 1917 bereits mit anderen, wie Dzerhinsky, Kirov, Rykov, Ordzhonikidze oder auch Stalin, befand, begrüßt. Wichtiger ist, das führende Menschewiken ebenfalls zur Begrüßung anwesend waren.

    Die Ursache für diesen "großen Bahnhof" lag in der Bereitschaft von Kamenev und Stalin zur breiten Kooperation mit anderen sozialitsichen Kräften zu kooperieren.

    Und genau an diesem Punkt, bereits am Bahnhof, die Ablehung einer Kooperation mit anderen politischen Kräften besonders deutlich

    4. Diese Haltung war allerdings nicht überraschend. Relevant ist diese Fahrt nach Petrograd insofern, als sie die wichtige Phase bildete, in der Lenin seine "April-Thesen" formuliert hatte, die zu einer klaren Polarisierung gegenüber den SR und den Menschewiken führte. Und somit die Politik des Sommers stark beeinflussen sollte!

    5. Erst in der Folge der Verbreitung der April-Thesen kommt es zu einer konträren Diskussionen innerhalb der Bolschewiken über die Kooperation mit andern politischen Gruppieren und zu teilweise deutlicheren politischen Abgrenzungen.

    6. Ansonsten war de Facto eine revolutionäre Situation seit Februar 1917 vor allem auf dem Lande bereits eingetreten. In großem Stil erfolgte eine Umverteilung von ehemaligem Großgrundbesitz, völlig unabhängig von den Aktionen der Parteien in den großen Städten. Dieses Faktum haben die Bolschewiken ab Oktober 1917 lediglich abgenickt! ohne großes eigenes Dazutun.

    7. Und folgt man beispielsweise Rabinowitch, dann ist die Heroisierung von Lenin als treibende Kraft für die Revolution in Frage zu stellen und eher von einer Interaktion zwischen der Dynamik der emotionalisierten und politisierten Massen in Petrograd und den Entscheidungen der Bolschewiki auszugehen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Februar 2014
  15. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Um den Hinweis von Thane mit einem Zitat von Rabinowitch zu unterlegen:

    "Nonetheless, in assessing Lenin’s role in the October revolution, it is critically important to keep in mind that he was either away from the country or in hiding and out of regular touch with his colleagues in Russia for much of the time between February and October 1917.

    In any case, top Bolshevik leaders were divided into three groups. On the left were Lenin and Leon Trotsky, among others, for whom the establishment of revolutionary soviet power in Russia was less an end in itself than the trigger for imme- diate worldwide socialist revolution. In the center was a group of often quite independent-thinking leaders whose views on the development of the Rus- sian Revolution tended to fluctuate in response to their reading of existing conditions. And on the right was a highly influential group of significantly more moderate national party leaders led by Lev Kamenev and including Grigorii Zinoviev, Vladimir Miliutin, Aleksei Rykov, and Viktor Nogin (all members of the Bolshevik Central Committee), and Anatolii Lunacharskii."

    Rabinowitch, The Bolshevikhs in Power - The first Year of Soviet Rule in Petrograd, 2007.
     
  16. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Mir geht es eigentlich nur um die Umstände die dazu führten, dass Lenin die Schweiz verlassen konnte.

    Das war für mich eine Blackbox, bis zum Zeitpunkt wo ich erstmalig etwas von Herrn Dr. Parvus hörte.
    Erstmalige wie geschrieben, nach der Wende.

    Und um ganz ehrlich zu sein, ich hatte da damals auch keine Probleme vermutet, vielleicht besser ausgedrückt, keine Probleme gesehen.

    Naiv was :), man setzt sich in Bern in den Zug, fährt bis Saßnitz...
    Und weiter geht es, man steigt dort in einen schwedischen Frachter, fährt damit durch die verminte Ostsee und am 31.03.1917 ist man dann in Schweden/Stockholm, wo einen die dortigen Genossen empfangen.

    Was die Zeremonie der Ankunft auf den finnischen Bahnhof in Petrograd anbelangt, da denke ich mal recht gut informiert zu sein:

    „Gegen 10.00 Uhr abends war der ganze Platz vor dem Finnischen Bahnhof von Kolonnen der Arbeiter, Soldaten und Matrosen überfüllt.
    „Über die Köpfe der Versammelten“, erinnert sich N.I. Podwoiski, ein Meer von roten Fahnen und Transparenten. Auf den Transparenten – Grüße für den Führer des Proletariats, Kampflosung des Tages: Es lebe Lenin! Es lebe der Führer der Revolution! Es lebe der Achtstundentag! Boden den Bauern! Nieder mit dem Krieg! Es lebe die Revolution!
    Der Zug traf eine Stunde später ein. Ein Militärorchester intonierte die Marseillaise ...“
    Quelle: "Die Große Sozialistische Oktoberrevolution" Dietz Verlag 1977.

    N.I. Podwoiski, neben W. A. Antonow - Owsejenko und W. I. Newski, einer der Leiter Militärorganisation der Partei.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Februar 2014
  17. Wolfman

    Wolfman Neues Mitglied

    "Was ist aus jenen geworden, die sich am 09. April 1917, dem Ostermontag, vor ihrer Abreise nach Rußland im Hotel Zähringer Hof in Zürich zusammengefunden hatten? Grigori Ussijewicz starb noch 1918 an Lungentuberkulose. Ines Armand, die Mätresse Lenins, verstarb 1920 an Cholera. Lenin erlag 1924 den Spätfolgen einer schweren Syphilis. Nadeshda Krupskaja starb 1938, völlig isoliert, an Altersschwäche, und 1941 Feliks Kohn. Als letzter verstarb 1948 Moissej Charitonow - an Typhus und in einem sowjetischen Konzlager. Alle anderen wurden in den Jahren des Großen Terrors (und danach) liquidiert: Die Grebelsky. Helene Kohn. Sarah Rawicz, die erste Frau von Herszel Apfelbaum alias Sinowjew ebenso wie dessen zweite Frau Sina, die noch mit Radomyslski unterschrieben hatte. Sinowjew sowieso, der (zusammen mit Leo Rosenfeld alias Kamenjew) erschossen wurde. Valentina Safarowa und ihr Ehemann Grigori. Brillant, der sich Sokolnikow genannt hatte. Alexander Schljapnikow, der 1937 zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde. Abramowicz. Aisenbug. Rosenblum. Lenins georgischer Freund David Suliaschwili. Nicht zu vergessen Karol Zobelsohn alias Radek, der nicht auf der Liste steht, weil er österreichischer Staatsangehöriger war: Er wurde 1939 in einem Konzlager bei Perm am Ural erschlagen. Und Fritz Platten, Schweizer Staatsangehöriger und sozusagen Lenins Reiseleiter, wurde 1942 in einem Konzlager im Oblast' Archangelsk am Polarkreis erschossen...

    Faksimile mit den Unterschriften bei Pawel Podljaschuk: Inessa.
    Dokumentarischer Bericht über das Leben der Ines Armand. Berlin/Ost 1987, Seite 220

    Vgl. auch Hans-Joachim Schädlich: Tallhover. Reinbek bei Hamburg 1986, S. 158 ff."

    Zit. nach Christian Heisenberg: Das schwarze Herz. Berlin 2007/2010. Neuauflage erscheint 2021
     
  18. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Vielleicht doch ein wenig dubios die einseitige Festlegung, wie nachfolgendes Zitat es vermuten läßt:
    "Zeitgenossen mit weniger Sympathie für den Weltrevolutionär machten dagegen eine schlichte Syphilis-Infektion für Lenins frühes Ableben verantwortlich. Sein Gehirn sei durchlöchert wie ein Schweizer Käse, höhnte das SS-Organ „Schwarzes Korps“. "

    Vermutlich sollte man die restlichen Darstellungen in ihren "Verkürzungen" ebenfalls ein wenig vorsichtig betrachten.

    Differnzierter hier:
    https://www.welt.de/geschichte/article115830898/Blei-Syphilis-Verkalkung-was-toetete-Lenin.html
     

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