Liegt hier nicht ein fehler vor?

Dieses Thema im Forum "Frühzeit des Menschen" wurde erstellt von Hapa, 19. November 2022.

  1. Hapa

    Hapa Mitglied

  2. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Warum soll das falsch sein? Im Artikel steht ja: "Bisher war diese Praxis nur von dem frühen Homo sapiens und von Neandertalern bekannt." und "»Möglicherweise handelte es sich bei den frühen Jägern und Sammlern sowie Fischern um Vertreter der Gattung Homo erectus«, erklärt Goren-Inbar, »allerdings wurden bisher keine Skelettreste von Hominiden gefunden, dafür aber zahlreiche Steinwerkzeuge, darunter auch Handbeile.«" Die Funde sollen also nicht vom Homo sapiens sein, sondern von einem Vorfahren, etwa dem Homo erectus. Den gab es vor 780.000 Jahren, auch außerhalb Afrikas.
     
  3. Hapa

    Hapa Mitglied

    Man beachte die Zahl der Jahre.Also 780tausend Jahre?
     
  4. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Ja, warum denn nicht?
     
  5. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    780 Tausend = 780.000.

    Hominiden gibt es schon seit Jahrmillionen.
     
  6. hatl

    hatl Premiummitglied

    So wie ich es verstehe ist es nicht geklärt ab wann Feuer genutzt wurde und die Schätzungen gehen sehr weit auseinander.
    Feuernutzung: Erst der Neandertaler soll das Feuer beherrscht haben

    Deine Frage ob da ein Fehler vorliegt ist berechtigt und leider verlinkt der Artikel nicht auf die Arbeit auf den er sich bezieht.
    Interessant wäre zu erfahren wie der Zustand des Gekochtseins nachgewiesen wurde und wie das Alter der Probe.
    Ganz allgemein kann man aber sagen, dass die Spuren der Zeit sehr stark von ihrer Haltbarkeit abhängen und damit ein grundsätzlich verzerrtes Bild.
    Das mag den Fischrest besonders wertvoll machen.

    Und es ist schon auch eine Faustregel: je mehr man gräbt umso älter wird man vermeintlich neues finden.
    Der Homo Sapiens hat in den letzten Jahrzehnten sein Alter verdoppelt, die Hominiden werden in dem Zeitraum auch vergleichbar älter.
    Das nimmt auch mal einen stabilen Wert ein, dem man sich mehr und mehr annähert.
    Was die Beurteilung der Fähigkeiten angeht ist das Feld offener.

    Kurz gesagt: ich kann mir das schon vorstellen, aber 780.000 Jahre Fischküche ist schon eine Nummer.
     
  7. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    hatl gefällt das.
  8. hatl

    hatl Premiummitglied

    Danke. Hab ich übersehen.
     
  9. Ralf.M

    Ralf.M Aktives Mitglied

    Vor ≈ 780.000 Jahren...

    Feuer kannten ja die „Homo ...“. Man spricht von vor 1,5 Millionen Jahren. Man spricht auch von vor 2 Millionen Jahren.

    Interessant ist ja dann die Frage, in was kochte man?

    Bei „Welt“ lese ich:

    „Die Speisen wurden nicht nur gebraten, sondern auch gekocht. Erdgruben, etwas größer als ein Topf, wurden gut abgedichtet und mit Wasser gefüllt. Dann warf man im Feuer erhitzte Steine hinein und brachte das Wasser auf diese Weise zum Sieden. Vielleicht entstanden in diesen Kochgruben die ersten Suppen.“

    Quelle: „Welt, Wissen, Kochen als entscheidender Faktor für Evolutionsschub“ vom 23.08.2011.
    https://www.welt.de/wissenschaft/ar...tscheidender-Faktor-fuer-Evolutionsschub.html

    Siehe auch: „Homo-erectus“, Zeitalter „Pleistozän“ (von ≈ 2,588 Millionen Jahren - ≈ 11.650 Jahren.

    Was die nun zur Geschmacksverfeinerung nutzten, weiß ich nicht.
    Wahrscheinlich hat deren Fisch geschmeckt wie gekochter Radiergummi.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. November 2022
  10. schwedenmann

    schwedenmann Aktives Mitglied

    Hallo

    @Ralf.M.
    Glaube ich nicht, es gibt genügend Kräuter mit verschiedenen Geschmacksrichtungen (unter anderem als Pfefferersatz) und Salz werden unsere Vorfahren auch gekannt haben. Es hat eventuell ncicht wie ein 3* Essen geschmeckt,aber fade ,da bin ich mir sicher,war es auch nicht.

    mfg
    schwedenmann
     
  11. Ravenik

    Ravenik Aktives Mitglied

    Der Geschmack war vermutlich eher nachrangig. Hauptsache überhaupt etwas zu beißen im Mund.
     

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