Ludwig van Beethoven

Dieses Thema im Forum "Persönlichkeiten in der Neuzeit" wurde erstellt von Dion, 23. März 2023.

  1. Dion

    Dion Aktives Mitglied

    Beethovens Erbgut entschlüsselt – Zitat:

    Die neue Studie zeigt, dass Beethoven eine erbliche Veranlagung für eine Leberzirrhose hatte und mit Hepatitis B infiziert war, was in Verbindung mit seinem Alkoholkonsum wohl zu seiner schweren Lebererkrankung und damit zum Tod führte.
     
  2. Traklson

    Traklson Aktives Mitglied

    tot? Ich dachte taub!

    Kann die Moderation den Beitrag bitte in den Faden Nachrufe verschieben.
     
  3. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Dies in einer neueren Studie zu lesen, wundert mich:

    "Bisher bekannt war, dass Beethoven seine Brüder in einem 1802 verfassten Brief bat, seine Krankheit nach seinem Tod durch seinen Arzt untersuchen zu lassen und das Ergebnis zu veröffentlichen. Seitdem herrscht Unklarheit über den Gesundheitszustand und die Todesursache des Bonner Komponisten, denn die Aufzeichnungen von Beethovens Arzt wurden nie gefunden."

    Am Tag nach Beethovens Tod nahm Dr. Johann Wagner (1800-1832), Assistent am Pathologischen Museum des Allgemeinen Krankenhauses Wien, zusammen mit Dr. Karl von Rokitansky (1804-1878) die Obduktion vor. Der Obduktionsbericht ist erhalten und befindet sich im Besitz des Pathologisch-anatomischen Bundesmuseums in Wien. Der Obduktionsbericht (im Original auf Latein) ist seit langem in verschiedenen Sprachen publiziert; die Todesursache ist klar und eindeutig: Wassersucht als Folge einer Leberzirrhose.

    Hans-Joachim Trappe, Wolfgang Mastnak, Krankheit: Sphäre des Schaffens - Komponisten im Spiegel medizinischer Forschung, Lengerich 2015.

    Der Originalwortlaut des Obduktionsberichts ist z. B. hier zu finden:
    Famous Composers – Diseases Reloaded
     
    Hannes und dekumatland gefällt das.
  4. muck

    muck Aktives Mitglied

    Die Studie verweist übrigens auch die Behauptung von Roberto Blanco und Norman Lebrecht ins Reich der Legenden, Beethoven sei afrikanischer Abstammung gewesen. (Link)

    Was Lebrecht nicht daran hindert, seine Behauptung zu wiederholen. (Link)
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. März 2023
    muheijo gefällt das.
  5. Dion

    Dion Aktives Mitglied

    In der neuen Studie finde ich auch diese Aussage interessant:

    Frühere Analysen der "Hiller-Locke" unterstützten die Vermutung, dass Beethoven an einer Bleivergiftung litt, die zu seinen gesundheitlichen Beschwerden, einschließlich seines Hörverlusts, beigetragen haben könnte. William Meredith, der zu einem Team gehörte, das an früheren wissenschaftlichen Analysen von Beethovens sterblichen Überresten beteiligt war und zusammen mit Tristan Begg die vorliegende Studie initiiert hat, sagt: "Da wir jetzt wissen, dass die 'Hiller-Locke' von einer Frau und nicht von Beethoven stammt, trifft keine der früheren Analysen, die ausschließlich auf dieser Haarprobe basieren, auf Beethoven zu. Künftige Studien zur Untersuchung auf Blei, Opiate und Quecksilber müssen auf authentischen Proben basieren."


    Nach wie vor weiß man nicht, was zur Taubheit Beethovens führte. Sein Hörverlust machte sich schon bemerkbar, als er erst 25-29 Jahre alt war. Und ein paar Jahre (1808/09) später komponierte er seine berühmte Sinfonie Nr. 5 in c-Moll, auch Schicksalssinfonie genannt, deren markanten ersten Takte die BBC im II. Weltkrieg als Erkennungszeichen verwendete – wenn man bei youtube „BBC V WWII“ eingibt, kann man es hören.
     

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