Malerinnen, Ausst. in Basel

Vielen Dank für den interessanten Hinweis.

Eine Künstlerfreundin von mir ist Mitglied der hiesigen GEDOK. Die sind gerade in Vorbereitung zu einer neuen Ausstellung, die sich mit der Repression und Verfolgung von Künstlerinnen beschäftigen soll. Naja, Verfolgung leite ich aus dem geplanten Titel "Kein Hexenwerk" ab (aus dem Gedächntnis zitiert).

Ich habe mir also schon dann die Frage gestellt, in wie weit Künstlerinnen tatsächlich in der Geschichte benachteiligt wurden und wie. Ob nicht soziale Aspekte eine größere Rollen spielten als das Gechlecht. Ich würde schätzen, dass die Beschäftigung mit Kunst Frauen durchaus zugestanden wurde. Selbst unter einem sehr frauenfeindlichen Weltbild, ist eine Frau, mit der man anspruchsvolle Gespräche führen konnte und die sich mit den "schönen Dinge" beschäftigte, einer vorzuziehen, die eine bloße Puppe ist. Wurden Frauen in in diese Richhtung nicht sogar gefördert? Ich würde aber auch schätzen, dass eine professionelle Laufbahn meist ausgeschlossen und die Ausnahme war.

GEDOK übrigens sehr interessant:


 
@Traklson
Zumindest zum 18. Jh. haben wir mal darüber diskutiert. Müsste ich wieder finden.

Ich bin sehr gespannt, was die Ausstellung hergibt. Wir sind große Fans von Theresa Concordia Mengs - dann Maron.

Hoffentlich schaffe ich es bis Ende Juni noch.
 
Ich habe es in die Ausstellung geschafft. Es gibt weniger Gemälde als in der arte-Doku zu sehen und es sind eigentlich "nur" ein paar Räume. Aber es hat mir sehr gut gefallen und man zahlt nur den normalen Eintritt des Kunstmuseums. Die Ausstellung läuft ja noch bis Sonntag und ich würde sie dennoch empfehlen. Die Werke haben mir sehr gut gefallen und auch die Bandbreite von hervorragenden und eher so weniger berühmten/begabten Künstlerinnen fand ich toll.
Parallel dazu gab es auch eine schöne Sonderausstellung mit Grafiken von Holbein bis ins 20. Jh.. Die läuft noch bis Ende August. Besondere Highlights für mich waren die Werke von Urs Graf, Holbein und eine Federzeichnung von Caspar David Friedrich von 1801.
 
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