Maximilian I: Friedensarrangement mit den Jagiellonen - aus kriegerischer Absicht?

Dieses Thema im Forum "Fragen & Antworten" wurde erstellt von HisFajo, 1. Juli 2019.

  1. HisFajo

    HisFajo Neues Mitglied

    Hallo zusammen,

    die Frage könnt ihr aus der Überschrift entnehmen. Wie steht ihr dazu?
    Manfred Hollegger stellt die These auf, "daß Maximilian seine europäische Politik in erster Linie durch Kriege gestalten und nicht auf dem diplomatischen Parkett ausfechten wollte".
    Grundsätzlich ist dem wenig entgegenzusetzen; allerdings frage ich mich, ob das im Kontext des Wiener Doppelverlöbnis´ auch die Intention Maximilians war.
    Hollegger schreibt zur Heiratspolitik Maximilians: "Selbst vordergründig so friedliche Ziele wie Heiraten hatten bei Maximilian (...) einen kriegerischen Zweck". Als Beispiel führt er das Heiratsprojekt mit Anna von der Bretagne sowie Maximilians zweite Ehe mit Bianca Maria Sforza von Mailand an.
    Entsteht mit dieser pauschalen Feststellung nicht ein "blinder Fleck", da Maximilian mit den Friedensverträgen und dem Doppelverlöbnis ein diplomatischer Coup gelang? (1) Sigismund, König von Polen, verzichtete damit endgültig auf seine Ambitionen auf die Wenzels- und die Stephanskrone; (2) die ungarischen Jagiellonen band Maximilian mit den zwei Ehen unmittelbar an das Haus Österreichs.

    Ein Krieg konnte und wollte Maximilian gar nicht riskieren, oder? Summar summarum: Ein diplomatischer Coup?!
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. Juli 2019

Diese Seite empfehlen