Mode in der griechischen Antike (Minos)

Dieses Thema im Forum "Antikes Griechenland" wurde erstellt von Gast, 4. Januar 2006.

  1. Gast

    Gast Gast

    Hallo, ich brauche dringend die Hilfe von Fachleuten zum Thema Mode im antiken Griechenland (speziell Kreta und die Geschichte um Minos). Dabei sollten alle gesellschaftlichen Schichten erwähnt werden. Ich benötige auch Bildmaterial.
    Zweck: Ich statte ein Stück über die Legende Minos aus und muß dabei so nah wie möglich die damalige Zeit inszenieren.

    Viele Dank

    A.Trommler



    Mod: EMail entfernt by Leopold Bloom
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 4. Januar 2006
  2. Leopold Bloom

    Leopold Bloom Neues Mitglied

    Hallo Herr/Frau Trommler,

    kurz zur Info: Ich habe den EMail-Link entfernt. Sonst kommen evtl. zig Spammails bei Ihnen an. Antworten der Mitglieder sind hier in diesem Strang zu lesen. Herzlichen Dank für Ihr Verständnis.

    Gruß

    Leopold Bloom
     
  3. Tib. Gabinius

    Tib. Gabinius Aktives Mitglied

    Schau mal unter www.hetairoi.de unter Bibliothek. Die Seite ist zwar sonst noch recht leer, aber da findest du ein paar nützliche Bücher.
     
  4. Arcimboldo

    Arcimboldo Aktives Mitglied

    Schau doch mal in folgendes Buch :

    Bruhn-Tilke :
    " Kostümgeschichte in Bildern "
    Drei Lilien-Verlag Wiesbaden ,ISBN 3-922 383 -66-1

    Da gibts hervorragende Abbildungen und Zeichnungen angefangen bei : Mykene, Kreta, Cypern
    2000-500 v.Chr. bis Spätzeit der griechische Antike 5./ 4. Jahrh v. Chr.

    Das Buch steht in jedem besseren Stadttheater in den Kostümwerkstätten...:)
     
  5. Tib. Gabinius

    Tib. Gabinius Aktives Mitglied

    Bitte nicht mehr empfehlen, das Buch ist von 1955 und stark veraltet!
     
  6. Arcimboldo

    Arcimboldo Aktives Mitglied

    ... das poste mal all den Stadttheatern :rofl:
     
  7. aquilifer

    aquilifer Aktives Mitglied

    Bilder sind bei Google zu finden :winke:

    Tracht der Männer:
    • Chiton: Ein Leinenkleid, das aus mehrern Teilen zusammengenäht ist, so dass Öffnungen für Kopf und Arme entstehen. Als Alltagskleidung und als Untergewand unter dem Panzer wurde ein kurzer Chiton getragen. Es ist zu unterscheiden zwischen dem chiton amphimaschalos des freien Mannes (auf beiden Schultern befestigt) und dem chiton heteromaschalos des Werktätigen und Sklaven (gewöhnlich nur auf einer Schulter befestigt aus Gründen größerer Bewegungsfreiheit). Der lange Chiton wurde v.a. von den Alten und Männern vornehmer Abkunft getragen bzw. auch von jungen Männern bei festlichen Anlässen.
    • Himation: Ein Manteltuch aus einem rechteckigen Stück Stoff, das auf unterschiedliche Art und Weise drapiert werden konnte, z.B. symmetrisch über beide Schultern geworfen oder den ganzen Körper einhüllend.
    • Chlamys: Ein viereckigers oder ovales Manteltuch der Krieger und Reiter, das um den Körper gelegt und auf der rechten Schulter mit Fibel oder Gewandnadel zusammengesteckt wurde (linke Schulter bedeckt, rechte unbedeckt).
    • Pilos: Eine konische Kappe, häufig von Handwerkern bei der Arbeit, aber gelegentlich auch von normalen Bürgern getragen.
    • Petasos: Ein Reisehut aus Filz mit meist halbkugeliger Kopfform und breiter Krempe
    Tracht der Frauen:
    • Chiton: Wie derjenige der Männer gefertigt, außer das er in der Regel bis zu den Füßen hinabreicht. Darüberhinaus gibt es Varianten ohne Ärmel, mit Scheinärmeln oder langen Ärmeln.
    • Peplos: "Peplos" ist zwar aus der Antike überliefert, aber die Verbindung mit dem Kleidungsstück nicht vollends gesichert. In der Regel wird damit ein wollenes Gewand bezeichnet, das als Tuch um den Körper gewickelt und auf beiden Schultern mit Spangen zusammengehalten wurde. Auch hier gab es mehrere Varianten: den seitlich offenen (sog. ionischen oder lakonischen) und den seitlich zugenähten (sog. dorischen) Peplos. Zuweilen wurde auch ein Gürtel getragen.
    • Himation: s.o.
     
  8. Tib. Gabinius

    Tib. Gabinius Aktives Mitglied

    Wenn es nach mir ginge würde ich eine "dont use and dont do" Liste an alle Theater und Filmfirmen schicken (besonders der neue Nero tat weh), aber ich denke die Theater haben noch den Bonus, zu nehmen was sie bekommen :D
     
  9. Arcimboldo

    Arcimboldo Aktives Mitglied

    wo den Theatern seit Jahrzehnten nur genommen wird :motz:

    sehe gerade, daß es aber eine Auflage von 2001 vom Orbis-Verlag gibt.
    ISBN: 3-572-01231-7

    Ist denn die Freiherr von Lipperheidesche Kostümbibliothek auch upgedatet ? Weißt Du da was. Von denen stammt das Bildvorlage -Material. :)

    http://www.museumshop.de/msdetails.asp?id=52
     
  10. Tib. Gabinius

    Tib. Gabinius Aktives Mitglied

    Drum sei es ihnen ja auch gegönnt, kaum ein Theater hätte die Mittel einen Adligen authentisch auszustatten und ihm noch genauso ordentliche weitere und Nebenrollen oder Statisten zuzugeben. Daher seis ihnen gegönnt wenn sie nehmen was sie bekommen.

    Zur Bibliographie der Berliner Museen kann ich leider wenig sagen, aber es läßt sich mit einer email rausfinden denke ich:
    http://www.smb.spk-berlin.de/smb/de/service/index.php?n=7&objID=3303&p=2

    Fakt: die meisten der "Kostümbüchereien" die für Theater genutzt werden sind nett, aber nicht korrekt oder eben veraltet. Wunderbar finde ich die Bilder der Germanen aus Kostümbüchern der 30er.
     
  11. Tib. Gabinius

    Tib. Gabinius Aktives Mitglied

    Ahso
    es ging um minoische Kleidung aquilifer, einige der von dir aufgezählten Bekleidungsstücke sind später datiert oder haben sich entwickelt.

    Zur Kleidung vor allem "Mode im antiken Griechenlan" v. Pekridou empfohlen.

    Die in Knossos usw. abgebildeten Frauen tragen eine Art Jacke und einen weiten Rock, nicht zu vergleichen mit der hellenischen Kleidung. Die Figur von Fayence trägt diese.

    Ein weiteres Bild für Frauenkleidung, eine Art eng anliegendes einteiliges Gewand sieht man auf dem Sarkophag von Hagia Triada.

    Minoishce Männer tragen auf Abbildungen oftmals einen Schurz in verschiedenen Varianten.

    Ich bin kein Fachmann auf diesem Gebiet, die Informationen stammen aus dem oben zitierten Buch. Dort sind dazu auch Bilder und viele weitere Bekleidungselemente zu finden.

    Wichtig aber: diese Mode ist grundlegend anders als die zitierten Chitons (ob nun ionisch oder dorisch).
     

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