Müssen Nazi-Verbrechen "unerklärlich" sein?

Dieses Thema im Forum "Das Dritte Reich" wurde erstellt von Arne, 8. März 2005.

  1. Mercy

    Mercy unvergessen

  2. Repo

    Repo Neues Mitglied


    Haben wir uns also schon mal gesehen.
    Ohne es zu wissen.
     
  3. Helma

    Helma Mitglied

    Sag bloß! Müsste dann im Dominikaner gewesen sein (weil der Eckerwald selbst war nach dem Dauerregen in den Tagen vorher unbegehbar, vor allem mit betagten Gästen). Bei der Gelegenheit habe ich übrigens zum ersten Mal von Erwin Dold gehört. Und beim Gespräch am Rande, dass einer der übelsten KZ-Schergen der Wüste-KZs (Name ist mir entfallen) bei dem Tribunal 1947 ungeschoren davon gekommen ist, weil die Franzosen eine Kronzeugenregelung zuließen und sich der Mensch beeilte, sich auch als Kronzeuge anzudienen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 1. November 2007
  4. Repo

    Repo Neues Mitglied

    Dann doch nicht. War im Eckerwald, dachte das wäre die Eröffnung gewesen.... Sch.. Alzheimer

    Muss ich mal nachlesen, wer das Kronschwein war.

    Den Richter, der bei der Urteilsverkündung im Hechinger KZ-Prozess dann "nomgschnappt" ist, was zur Neuauflage in Ulm führte, kannte ich übrigens gut. (Hat einen gigantischen Weinkeller gehabt) Ist dann auch nicht alt geworden, keine 60. Eigentlich auch noch ein Nazi-Opfer.
     
  5. Repo

    Repo Neues Mitglied

    Zu der Kronzeugen-Regelung in Rastatt, hast du da näheres.
    Der Grandt schreibt da gar nichts dazu..
    Im Bericht der franz. Militäradmin. fand ich auch nichts.

    Könnte es sein, dass es einer aus der Industrie war?
     
  6. Helma

    Helma Mitglied

    Nein, aus der Industrie war er nicht. Und näheres weiss ich jetzt auch nicht - ich habe 1989 anläßlich der Eröffnung der Gedenkstätte in einer Pause Frau Graf, eine Geschichtslehrerin und mit die treibende Kraft beim Zustandekommen der Initiative Eckerwald, gefragt, was eigentlich aus den "anderen" (ausser Erwin Dold) geworden wäre. Darauf antwortete sie, dass der "schlimmste", X.Y. (ich weiss es wirklich nicht mehr) von der Möglichkeit Gebrauch gemacht hätte, den Kronzeugen zu geben und deswegen sogar ungeschoren davon gekommen sei. Ich kann sie aber mal fragen, wenn ich sie sehe (wird aber in den nächsten Wochen eher zufällig sein).
     
  7. Repo

    Repo Neues Mitglied

    In den franz. Akten wird einer von DÖLF relativ oft genannt. So kam ich auf die Idee.
    Fällt mir aber jetzt noch ein, da wurden ein paar auch "hoch" bestraft, ohne dass sie dieselbe antreten mussten, resp. vollstreckt worden wäre. Kann ja sein, dass bei den Franzosen die Kronzeugenregel dergestalt ist, dass sie verurteilt werden, die Strafe aber nicht anzutreten haben. Was sie dann zusätzlich ja vor der dt. Justiz schützen würde.

    Der Hechinger Prozess 65/66 war überhaupt der 1. Westdeutsche KZ-Prozess. Überstürzt haben die da wahrlich nichts.


    Hast du eigentlich schon mal Bilder gesehen, als die Franzosen nach der Exhumierung der Massengräber die Honoratioren Südwestdeutschlands zwangsweise zur "Besichtigung" holten. Da stehen die Frauen im Chic der 40er, die Männer Krawatte, weißes Hemd Poussierläppchen vor den Gruben und Särgen ...... Gespenstisch.
    Und bei allen hat man das Gefühl, man müsste sie kennen.............
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. November 2007
  8. Repo

    Repo Neues Mitglied

    Könnte Oehler der Kronzeuge gewesen sein?
    Zum Tod verurteilt, dann zu 10 Jahren begnadigt.

    Der hingerichtete Telschow war übrigens "politischer Häftling" SPDler seit Feb. 1933 im KZ..... Als Kapo Massenmörder.
    Eine unbegreifliche "Karriere".
    Aber da ist ja eh überhaupt alles unbegreiflich.
     
  9. Helma

    Helma Mitglied

    Oehler, dacht' ich auch schon, dass sie den gemeint hat - und dass das der Deal war: Du packst aus, und wir begnadigen Dich dann ...
     

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