Museen: Hightlights

Dieses Thema im Forum "Ausstellungen | Historische Sehenswürdigkeiten" wurde erstellt von PeterWestfale, 28. Juni 2020.

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  1. PeterWestfale

    PeterWestfale Mitglied

    Ich möchte mal eure (ruhig sehr subjektiven) Empfehlungen erfragen für Museen (die irgendwie mit Geschichte zu tun haben). Ich meine nur die RICHTIGEN Highlights. Muss nicht in Deutschland liegen.

    Ich habe gehört von Folgenden:
    - das Hofmuseum in Wien ("Hofburg" genannt?)
    - die Museumsinsel in Berlin mit gleich mehreren geschichtlichen Museen, wenn ich richtig informiert bin.
    - das Deutsche Museum in München (ist es auch geschichtlich?)
    - Xanten: Römerlager inkl. eine Art Colosseum

    Grüße
    Peter
     
  2. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Na ja eigentlich muss man ja nur die Seiten der jeweiligen Städte anschauen und dann findet man die Infos zu den zahlreichen Museen in Europa

    Wien: Kunsthistorische Museum, Nationalbibliothek, Sisi Museum, Schloss Schönbrunn etc. Nicht zu vergessen die Albertina. https://www.wien.info/de/sightseeing/museen-ausstellungen

    Berlin: Deutsches Historisches Museum, dann auf der Museumsinsel: https://www.smb.museum/museen-einri...berlin/museumsgebaeude-sammlungen/ueberblick/

    Deutsches Museum München: https://www.deutsches-museum.de/ausstellungen/

    Xanten: https://www.xanten.de/de/tix/teaser-sehenswertes-museen/

    London: https://www.britishmuseum.org/

    Paris: Louvre, Musée de l'Armée

    Schweiz: Landesmuseum Zürich, Forum für Schweizer Geschichte in Schwyz und Château de Prangins https://www.nationalmuseum.ch/de

    und ganz viele andere Highlights. Einfach mal googeln, dann findet man schon einiges.
     
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  3. PeterWestfale

    PeterWestfale Mitglied

    Danke, aber meine Frage waren doch eure persönlich empfundenen Highlights, nicht alle Musseen aus jeder Stadt.
     
  4. ursi

    ursi Moderatorin Mitarbeiter

    Na ja ausser in Xanten war ich in allen ;-)
     
  5. Traklson

    Traklson Aktives Mitglied

    Das hängt vielleicht auch immer von den Interessengebieten ab.

    Für altvorderasiatische Geschichte ist der Louvre zum Beispiel ziemlich gut, wenn ich mich recht erinnere haben die eine bessere Sammlung als das Pergamonmuseum in Berlin, das aber wegen des Stadttores doch sehenswert ist.

    Für römische Antike fand ich die kapitolinischen Museen in Rom gut, obwohl der Louvre da auch einiges zu zeigen hat.
     
  6. Mashenka

    Mashenka Aktives Mitglied

    Paar Empfehlungen meinerseits:

    • Das American Museum of Natural History in New York, in dessen Nähe ich mal gewohnt habe und alle Besucher aus Europa irgendwann dorthin geschleppt habe. Bietet unvergessliche Impressionen und macht Lust auf Geschichte.
    • Am liebsten ging ich dort allerdings zur anderen Seite des Central Park, in die Frick Collection; ganz schön versnobt, aber ungemein beeindruckende Sammlung. In den teilw. recht engen Räumen fühlt man sich beinahe wie in einer Wohnung, vollgestopft mit Kunstobjekten.(an Wochenenden ist das Gedränge nicht zu empfehlen).
    • In Paris war das Musée d'Orsay mein absoluter Favorit, schon architektonisch eins der gelungensten Museen der Welt; macht Lust, jeden Winkel des Gebäudes zu erkunden.
     
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  7. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Uff. Wirklich sehr individuell. Manchmal ist es ja weniger das Museum als Sammlung sondern die Hülle oder das Museumskonzept oder die Qualität des Museums in Relation zum Eintrittspreis oder der Größe des Museums/der Stadt/dem Träger.

    Welche Museen haben mich bislang fasziniert:

    DHM Berlin - besonders die Sonderausstellungen z.B. zum Heiligen Römischen Reich 2006, zu Friedrich II. 2012.

    Dresden: Grünes Gewölbe, Rüstkammer, Gemäldegalerie - soviel Kunst und Geschichte auf einem "Haufen" mit wirklich herausragenden Exponaten von der alten, kaputten Hose aus der Hochrenaissance bis zum Edelstein
    Leider sind da meine Erinnerungen sehr alt, war seit 8-9 Jahren oder so nicht mehr dort. Sehr stark auch in den Publikationen der Sammlungsstücke.

    Paris - Musée d'Armee und Marinemuseum - allein der Umfang der Sammlung ist umwerfend und dann in den Gebäuden (Invalidendom)!

    Karlsruhe - da fand ich die Landesausstellungen bis jetzt sehr modern. Ich erinnere mich gern daran, als parallel die Ausstellungen zu Karl Wilhelm im Schloss und die Gemäldesammlung von Caroline Luise in der Kunsthalle liefen.

    Freilichtmuseen in Deutschland (bin im Ausland noch nicht viel bei sowas rumgekommen): Wackershofen bei Schwäbisch Hall, viele Veranstaltungen (nicht nur unsere eigenen), viele Publikationen zu relevanten Inhalten, günstiger Eintritt
    Kommern - da war ich allerdings schon seit bestimmt 10 Jahren nicht mehr. Damals faszinierte mich das Konzept mit den weit auseinander gelegenen Baugruppen und dem "Eindruck" verschiedener Landschaften.

    Aber ich bin schon sehr speziell in den Dingen, die mich begeistern können. :rolleyes: Deswegen würde ich hier nicht alle meine persönlichen Highlights aufführen.
     
  8. Kaisermax

    Kaisermax Neues Mitglied

    Hallo :) bin Österreicherin. Die Hofburg in Wien ist sehr empfehlenswert - hier wirst du in eine andere Zeit versetzt.
     
  9. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    De Frage ist ja immer, was man sich unter einem guten Museum vorstellt. Ob es ein Sammlungskonzept gibt (Museen sollen sammeln, erhalten, forschen und vermitteln) oder eben nicht. Mancher Ort, der sich Museum nennt, ist eine vollgestellte Rumpelkammer mit Eintritt. Bei anderen Museen hast du das Gefühl, dass du, wenn du durch bist, nichts gesehen hast...
    Es kommt also bei einem guten Museum auf die Dichte der Ausstellungsstücke und die Art ihrer Präsentation an.

    Wie werden die Sachen präsentiert? Gibt es einen roten Faden? Kann man die Ausstellungsstücke gut sehen, oder spiegelt das Vitrinenglas wegen schlecht eingestellter Lampen... Für mich wichtig - obwohl ich jung (naja, mittelalt) und beweglich bin: Sitzplätze. Ich hasse Museen ohne Möglichkeiten sich hinzusetzen. Muss ja nicht in jedem Raum und vor jedem Ausstellungsgegenstand sein. Da renne ich durch und ärgere mich ggf. über das aus dem Fenster geschmissene Geld, da kann die Ausstellung noch so gut kuratiert sein. Sitzplätze sind auch Nachdenkräume.
     
  10. PeterWestfale

    PeterWestfale Mitglied

    Ja, genau solche subjektiven Eindrücke wollte ich wissen. "Offizielle" Super-Museen finde ich in der Zeitung und in Kultur-Gratis-Broschüren/Zeitungen zu Genüge aufgelistet.

    Ich z.B. fand das Römermuseum in Haltern ganz gut. Es ist sehr klein, also eigentlich kein Kandidat für die Bezeichnung "Highlight". Mich haben da z.B. die römischen Münzen interessiert (die sind ja eigentlich eine Nebensache) Und die Playmobil-Armee (weil sie durch das ganze Museum verlief und anschaulich machte wie riesig die römische Armee war).

    Das Museum in Kalkriese war auch ganz gut, obwohl es dort (zumindest als ich da war) nur Vitrinen und einen Filmraum gab. Und man konnte anschliessend im Restaurant (pseudo-)germanisch essen. :)

    Und ich möchte unbedingt mal irgendwann das blaue Ishtar-Tor aus Babylon in Berlin sehen.

    Grüße
    Peter
     
  11. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Ich war heute, bzw. gestern, mal wieder im Schloss Wolfsburg, um mir die dortige NS-Ausstellung anzusehen. Sie ist nicht sehr groß, wenn man so will, in nur einem Raum zu sehen. Es wird viel Text offeriert, wenig Ausstellungsstücke. Aber es geht auch hauptsächlich um freiwillige, halb freiwillige und unfreiwillige VW-Arbeiter in der NS-Zeit und ihr Leben in Wolfsburg, das schließlich auch eine Außenstelle des KL Neuengamme, nämlich Laagberg, bekam. Interessante Nebeninfo: Der SS-Hauptschaarführer Pump, Lagerleiter von Laagberg wurde wegen Unterschlagung selbst noch im Januar ‘45 in Neuengamme inhaftiert.
    Exkurs Ende. Viel Text wurde also offeriert, aber weil der Raum so gering ist, wirkt sich das Fehlen von Sitzgelegenheiten noch nicht störend aus. Die Ausstellung ist in Türmen organisiert, die das Aussehen von Bürmöbeln haben. Erst an dem vierten oder fünften Möbel fiel mir auf, dass manche dieser Büromöbeltürme Schubladen haben und zog sie auf und entdeckte, dass hier weitere Dokumente präsentiert wurden. Gut, weil man so Stellen, die einen besonders interessieren, ein wenig vertiefen kann, schlecht, da man das erst mal entdecken muss. Hinweise dazu gab es nicht und ich musste zunächst auch eine kleine Hemmung überwinden, die erste Schublade aufzuziehen. Erst danach war klar: Das ist erwünscht!

    In der Ausstellung lernte ich zwei neue Quellengattungen kennen: Das Henkelmann-Tagebuch und die Baumrinde.
    Das Henkelmann-Tagebuch führte ein italienischer Freundarbeiter, der später zu einem der Badoglios wurde. Es handelte sich um einen Henkelmann, ein notwendiges Utensil, um seine Rationen zu erhalten, auf dem der Besitzer via Einritzungen wichtige Daten seines Aufenthalts in der Stadt des KdF-Wagens festhielt.

    Die Baumrinde entdeckte ein Wolfsburger Journalist in den 1980er Jahren. Es handelte sich um Buchen mit kyrillischen Inschriften sowjetischer Zwangsarbeiter, welche diese wohl 1945 hinterließen.
     
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