Mythos Friedrich der Große

Dieses Thema im Forum "Absolutismus und Aufklärung (1648-1789)" wurde erstellt von Gast, 4. Januar 2011.

  1. Gast

    Gast Gast

    Hallo,
    ich interessiere mich persönlich sehr für die Figur Friedrich des Großen. Im Geschichtsunterricht (LK Sachsen) beschäftigen wir uns jetzt intensiv mit dem Mythos.
    Könnt Ihr mir Hinweise geben, wie sich der Mythos über die Jahre entwickelt hat.
    1. Zu seinen Lebzeiten
    2. Ab 1870/71 bis zum Ende des Ersten Weltkriegs
    3. In der Weimarer Republik
    4. Im Dritten Reich
    5. In der DDR
    6. In der BRD
    7. Nach der Wiedervereinigung, vlt. auch im Zuge seiner "Umbettung", die ja mehr einem Staatsbegräbnis gleichgekommen sein soll.

    Vielen Dank im voraus.
     
  2. AnDro

    AnDro Neues Mitglied

    ... wurde der Siebenjährige Krieg als Beispiel für Durchhaltewillen verwendet. Es ist bekanntlich eine ganze Reihe von Fridericus Rex Filmen während des 3. Reiches entstanden.
     
  3. Gast

    Gast Gast

    noch ideen

    Hat noch jemand gute Tipps für mich?
     
  4. Hans forscht

    Hans forscht Aktives Mitglied

    Ich habe zufällig an dem Tag mal wieder in den Dom in Magdeburg reingeguckt, als dort Editha "wieder beigesetzt" wurde. Ich denke mal, dass da alle möglichen Leute versuchen sich selbst aufzuwerten, in dem sie "den Begräbnisfeierlichkeiten einer deutschen Königin" oder im hier vorliegenden Fall von Friedrich dem Großen beiwohnen. Wie weit dass dann gleich in der Öffentlichkeit die gewünschte selbst-beweihräuchernde Wirkung hat, ist dann mal die nächste Frage. Ich erinnere mich dunkel dass im Falle Friedrich II, Kohl versucht hat, da eine große Sache draus zu machen.
     
  5. Wilfried

    Wilfried Aktives Mitglied

    Also, diese Umbettungsaktion wurde von Helmut Kohl ( ehemaliger Bundeskanzler der Bundesrepuplik Deutschland) zu einer großen Aktion gemacht. Ich war mit meiner Familie an dem Sonntag auf der übervollen Marienburg und auf dem Bahnsteig in Hannover sollen sich viele demonstrativ umgedreht haben, als der Zug mit den "drei Königen" durchrollte.
     
  6. Melchior

    Melchior Neues Mitglied

    @Gast

    Dein Thema ist sehr interessant aber auch so umfangreich, daß ich nicht wüßte, wo anfangen, wo aufhören und dann auch noch in der gebotenen Knappheit eines Forumsbeitrages. Hinzu kommt, daß gerade im 20.Jh. der "Mythos Friedrich der Große" tw. unterschiedlich rezipiert wurde, und zwar je nach politischem Standpunkt. Außerdem kommt noch hinzu, die tw. Unterschiede in der eher volkstümlichen und der wissenschafttlichen Rezeption.

    Im nachstehenden link hast Du eine Bibliographie zur Literatur über F. II. Für Dich könnte prima facie interessant sein, "Erster Teil, C". Schau Dir aber auch die andere Literatur an, ob Du nicht was zu Deinem Thema finden kannst. Wenn Du zu der Bibliographie Fragen hast dann frag, auch zur Methodik.

    M.

    Bibliographie Friedrich der Grosse ... - Google Bücher
     
  7. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Formal ist der Mythos, der um eine Person rankt bzw. aufgebaut wird, die systematische Überzeichnung seiner realen Leistungen.

    Für das Verständnis des Mythos wäre es somit wichtig, die zentralen Leistungen zu seinen Lebzeiten zu benennen und sich auf ein oder zwei Felder zu beschränken. Im Hinblick auf die Eigendynamik des "Mythos" post mortem.

    Relevant ist es, sich mit der Instrumentalisierung von politischer Symbolik zu beschäftigen und deren Instrumentalisierung durch Politiker etc.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Symbol

    Zwei Personen waren sicherlich wichtig, um den Mythos zu verstärken und auch zu instrumentalisieren.

    Zum einen Napoleon und auch Hitler. Auf welche Punkte stellten sie ab in ihrer persönlichen Mythenbildung? Dann bekommst Du einen Schlüssel für das Verständnis des Mythos, der ja nicht nur ein deutscher ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Januar 2011

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