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Dieses Thema im Forum "Technikgeschichte" wurde erstellt von Nergal, 6. März 2011.

  1. Apvar

    Apvar Premiummitglied

    Auch in England wurden verschiedene Semaphor-Linien betrieben. Von den Flottenstützpunkten zur Admiralität und zurück. Sie wurden in der Zeit der Napoleonischen Kriege aufgebaut. Für wichtige Mitteilungen war es deutlich schneller als vorher berittene Boten. Semaphore line - Wikipedia, the free encyclopedia
    In der Belletristik wurde den französische Semapheren in "Hornblower auf der Hotspur" von C.S. Forrester ein Denkmal gesetzt.

    Apvar

    P.S. Wurde nicht schon bei den Römern mit Signalfeuern auf den Wachtürmen gearbeitet?
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. März 2011
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  2. floxx78

    floxx78 Aktives Mitglied

    Hier finden sich u. a. Berichte über hydraulische Telegraphie, Telegraphie mit Mondlicht

    Feldhaus, Franz Maria: Lexikon der Erfindungen und Entdeckungen auf den Gebieten der Naturwissenschaften und Technik in chronologischer Übersicht mit Personen- und Sachregister, Heidelberg: Winter 1904, VIII, 144 S., auch unter: http://www.digitalis.uni-koeln.de/Feldhausm/feldhausm1147-1160.pdf


    Hier wird über einen ausgefeilten antiken Feuertelegraphen berichtet:

    Auch über einen römischen optischen Telegraphen finden sich Informationen:


    Darmstaedter, Ludwig: Ludwig Darmstaedters Handbuch zur Geschichte der Naturwissenschaften und der Technik. In chronologischer Darstellung. Berlin: Verlag von Julius Springer, 1908. Auch unter: Full text of "Ludwig Darmstaedters Handbuch zur geschichte der naturwissenschaften und der technik. In chronologischer darstellung", hier S. 11, 40, 95.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. März 2011
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  3. Galeotto

    Galeotto Aktives Mitglied

    Der Text geht aber von Boten aus, die nichts zu transportieren hatten. Auch die Staffelläufer in der Seite zum Link liefen ohne großes Gepäck. Mit Beladung, wie einem Korb mit Fischen dürfte die Geschwindigkeit doch erheblich herabgesetzt gewesen sein. Auch ist es ein Unterschied, ob der Läufer innerhalb des Hochlandes lief oder vom Meer auf 3500 Meter emporsteigen musste. Eine gewaltige Leistung war es aber auf alle Fälle in welch kurzen Zeiten die Läufer große Distanzen zurücklegten.
     
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  4. balticbirdy

    balticbirdy Ehemaliges Mitglied

    Zumindest eine Verfilmung des "Grafen von Monte Christo" (Der Roman auch?) zeigt dies: Edmond Dantes alias der Graf (hier R. Chamberlain) besticht einen Wärter der optischen Telegrafenlinie, damit dieser eine fingierte Börsenmeldung nach Paris durchgibt und schwupp, sein einer Widersacher Danglars (hier D. Pleasance) ist scheinbar ruiniert und gibt sich die Kugel.
     
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  5. tejason

    tejason Aktives Mitglied

    Wäre es nicht wahrscheinlicher, wenn es sich nicht um Fische aus dem Meer, sondern aus einem See gehandelt haben könnte? Dazu muss es ja nicht einmal der Titicaca-See gewesen sein.

    Eine weitere optische Signalkette sollen die Karthager bei ihren Kriegen gegen Rom verwendet haben. Ein Turmkette soll über Lichtsignale in die Hauptstadt eine Nachricht gesendet haben, die aus der Länge des Signals sich erschloss. Solange das Signal lief, lies man Wasser in einen Behälter laufen und anhand von Markierungen an der Füllhöhe konnte abgelesen werden, was auf den Schlachtfeldern Siziliens gerade gebraucht wurde. Im Moment weis ich allerdings nicht wo ich das gelesen habe.

    Soll das Jodeln und der Einsatz von Alphörnern nicht auch für Kurzsignale genutzt worden sein? Hörnersignale kennt jedenfalls das Militär schon sehr lange. Das römische Militär hatte eigene Planstellen in den Einheiten für "Musiker". Das römische Imperium kannte weiter den cursus publlicus zur Beförderung von Nachrichten wie Personen und sogar für Frachten!
    Cursus publicus ? Wikipedia

    Stafettenreiter kannte man nicht nur in Form des Ponyexpress des Wilden Westens, sondern bereits bei den Persern oder später auch den Mongolen.
     
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  6. Nergal

    Nergal Aktives Mitglied

    Lese gerade den Wikipedia Eintrag zu den Schnellboten des Inka, und wirklich, manchen hatten nur 200m zu laufen.
    Und es steht dortz wirklich das der Fisch frisch war.

    Also eher:
    ImageShack® - Online Photo and Video Hosting
    (alles in 15minuten hinbekommen, dafür aber nicht die "Sonnenkeule" recherchieren können)
     
  7. floxx78

    floxx78 Aktives Mitglied

    Und? Magst du uns die Quellen nennen? Ich will mir nämlich nicht mehr Mühe machen als die, dass ich dazu im erstbesten Wiki-Artikel nichts dazu finden konnte:

    Inka ? Wikipedia
     
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  8. Lili

    Lili Neues Mitglied

    Er meint den hier:
    Chaski ? Wikipedia

    Nergal, die "Schnellläufer" heißen Chaski, ich habe doch den entsprechenden Fachbegriff beireits in #2 eingeführt, also nutze ihn doch bitte. wir können doch nicht dauernd raten was du meinen könntest. Und: der Wikiartikel ist mit Vorsicht zu genießen, rote Hinweisschilder gerade im Zusammenhang auf Quellen und Belegen sprechen nicht gerade für Reliabilität.
     
  9. Repo

    Repo Neues Mitglied

    Das Jodeln wurde natürlich zur Nachrichtenübermittlung "erfunden"
    aus Wiki
    beim Alphorn, das ja auch in sehr weiter Entfernung gehört wird, kann man dies ebenfalls unterstellen.

    Die Hornsignale des Militärs waren, außerhalb der Militärmusik, sehr lange im Gebrauch, ich erinnere hier an das Angriffssignal der preußisch/deutschen Infanterie bis 1914, die berühmte "Kartoffelsupp".
    Aus der oralen History weiß ich, dass 1915 die auf dem Hartmannsweilerkopf eingeschlossenen franz. Vogesenjäger ihre baldige Kapitulation den franz. Linien per Hornsignal mitteilten. Vermutlich hatten die Deutschen die Telefonleitungen gekappt, und Funk war bei den Jägern noch nicht vorhanden.
     
  10. kwschaefer

    kwschaefer Aktives Mitglied

    Im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika, wo Bodenbeschaffenheit und Klima den Einsatz von Heliographen besonders begünstigen, bestanden auf Dauer angelegte Heliographen-Verbindungen über große Entfernungen.


    Telegraphen- und Fernsprecheinrichtungen in den deutschen Schutzgebieten
     
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  11. Repo

    Repo Neues Mitglied

    Die "Rauchtelegrafie" durch Rauch oder Feuerzeichen war schon im alten Ägypten bekannt.
    Die Griechen entwickelten ca. 180 vChr. eine "Fackelschrift" als echte Telegrafie konnte ähnlich wie beim Morsealphabet jeder Buchstabe durch eine bestimmte Anzahl von Fackelzeichen ausgedrückt werden.
    In den Urwaldgebieten ist die Trommel seit Urzeiten in Gebrauch. Die Trommelsprache ist als eine Art Telefonie anzusehen, und übertrifft außer der drahtlosen Telefonie in der Schnelligkeit jede andere Art von Nachrichtenübermittlung in den Urwaldgebieten.

    Enzyklopädie der Technikgeschichte dva 1967
     

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