Neue archäologische Entdeckungen

Dieses Thema im Forum "Archäologie" wurde erstellt von Carolus, 4. August 2017.

  1. dekumatland

    dekumatland Aktives Mitglied

  2. Dion

    Dion Aktives Mitglied

    Eine "Wassergötin" mit … jeweils fünf Mal durchlöcherte Ohren … womöglich habe sie mit einer Dürre zu tun …

    Fünffach Piercings und Dürre, das passt auch auf unsere Zeit … vielleicht sollten wir auch einen Künstler ... äh … eine Künstlerin … äh … Es … nein, ein Künstlerkollektiv aus … äh … Bulgarien? beauftragen, Ähnliches zu schaffen, damit wir es in einer Zeremonie – vielleicht zur nächsten Documenta vor dem Fridericianum neben dem Erdkilometer? – nachts feierlich begraben?

    Sicher würde auch das kritisiert werden, aber Kunst, die nicht aneckt, ist keine, sondern bestenfalls Kunstgewerbe, d.h. etwas für den Kaminsims, der dann wieder – oder immer noch? – in Mode sein wird, weil …

    PS: Falls wir im Forum auch eine Humorecke haben, bitte dorthin verschieben?
     
    Kochant gefällt das.
  3. Apvar

    Apvar Premiummitglied

  4. Dion

    Dion Aktives Mitglied

    Und wieder einmal fragt man sich: Muss die Siedlungsgeschichte umgeschrieben werden?

    Dabei handelt es sich hier um einen einige hundert Jahre alten Brunnen, der in 1960er Jahren in einem Forst bei München entdeckt, zugedeckt und vergessen wurde, bis ein Jäger unserer Tage ihn wieder entdeckte. Es musste aber noch 2 Jahre gewartet werden, bis der einzige Holraumexperte des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege einen Termin frei hatte und sich in den Brunnen abseilen lassen konnte. Allerdings war er mit einem zu schwachen Akkubohrer ausgestattet, um eine Holzprobe zu entnehmen, um sie mit Mitteln der Dendrochronologie untersuchen zu lassen.

    Das „Drama“ setzt sich fort.
     
  5. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Die ticken da voll aus, Auszug aus dem Merkur:

    Es gibt jedoch bereits Überlegungen, wie mit dem historischen Ort künftig umgegangen werden könnte.

    Er soll für die Öffentlichkeit zugänglich werden: Darin sind sich Heinz Utschig von den Staatsforsten als Eigentümer, Kreisheimatpfleger Thomas Warg und Georg Schuder vom Verschönerungsverein einig. Erreichbar könnte der Ort von der Straße nach Schwaberwegen aus sein. Schilder könnten Informationen bieten. Auch an einen QR-Code für Smartphones denkt Schuder. Dazu müsste aber die Telekom für ein stabiles Netz an der Stelle im Forst sorgen, meint er. Der Brunnen könnte wieder auf seine frühere Höhe aufgemauert und gesichert werden. Darüber könnte ein Dach entstehen.

    Utschig schlägt vor, den Brunnen innen in der Tiefe zu beleuchten, damit die Besucher einen Eindruck bekommen. Dafür wird eine Photovoltaikanlage notwendig. Denn an dieser Stelle gibt es bisher keinen Strom.

    Ebersberger Forst: Mysteriöses Loch im Wald - Das sind die ersten Funde aus der Tiefe

    Wie wäre es noch mit einem Parkplatz für die Zehntausenden zu erwartenden täglichen Besucher? Vielleicht noch eine Achterbahn, die in den Brunnen hineinführt? Auf jeden Fall aber ein paar Restaurants in mehreren Preisklassen.


    Was mich aus archäologischer Sicht etwas irritiert: Keine Zeile über Überlegungen zur Siedlung, über einen Survey, ob man wohl weitere Gebäudeüberreste in der Umgebung ausmachen kann. Denn der Brunnen wir dja nicht einsam im Wald gebaut worden sein.
     
    hatl, Heine, Ugh Valencia und 2 anderen gefällt das.
  6. Carolus

    Carolus Aktives Mitglied

    Zumindest im Video-Beitrag des BR, den @Dion verlinkt hat, wird ganz am Ende gesagt, dass eine Siedlung existiert haben muß.
     
  7. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Nun ja, die "Annalen des Ebersberger Forstes", wie es im Video heißt, die müssen wohl umgeschrieben werden, soviel steht fest.
    Man kann sich vorstellen, dass der XLVIII. Band der berühmten Ebersberger Forstannalen in der demnächst erscheinenden 27. Auflage sogar ein gänzlich neues Kapitel bekommen wird.
     
    Eumolp, Ugh Valencia, Apvar und 2 anderen gefällt das.
  8. dekumatland

    dekumatland Aktives Mitglied

    Leider ist Band XLVII vergriffen. Gerüchten zufolge soll dort in einer Fußnote die Ebersberger Herkunft des Liedes "wenn alle Brünnlein fließen" diskutiert werden und womöglich bezieht sich das Lied auf den wiederentdeckten Brunnen...
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Juli 2022
  9. Riothamus

    Riothamus Aktives Mitglied

    Muss es eine Siedlung sein, oder kann es sich nicht auch um einem Rastplatz für die Jagd handeln? Die waren ja mitunter recht gut ausgebaut.
     
  10. Eumolp

    Eumolp Aktives Mitglied

    Nicht weiters schlimm, denn es handelt sich um den XLVIII. Band. ^^ Der wird wohl eher eine 28. Auflage erleben.
     
    dekumatland gefällt das.
  11. Apvar

    Apvar Premiummitglied

    Wann kommt die raus? In Kürze, am St. Nimmerleinstag Tag?
     
  12. Heine

    Heine Aktives Mitglied

    Jedenfalls will der Kreisarchäologe am Boden des wiederentdeckten Brunnens mal so richtig Quellenforschung betreiben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Juli 2022
    dekumatland und Ugh Valencia gefällt das.
  13. Carolus

    Carolus Aktives Mitglied

    Angesichts der ganzen Folgebeiträge sollte vielleicht dem entdeckten Brunnen ein eigener Thread gewidmet werden:D (oder auch nicht:cool:).
     
  14. schwedenmann

    schwedenmann Aktives Mitglied

    Apvar und Ugh Valencia gefällt das.
  15. Kochant

    Kochant Aktives Mitglied

    Ugh Valencia, Neddy, Heine und 3 anderen gefällt das.
  16. Heine

    Heine Aktives Mitglied

    Die Überschrift verspricht zwar mehr als der Artikel dann hält, aber die Äußerung über Stonehenge am Ende des Artikels finde ich interessant:

    „Der Bau von Monumenten markiert oft eine Art Höhepunkt einer Zivilisation“, erklärt Leary. „Aber ich glaube nicht, dass dies der Zenit einer Kultur war. Ich glaube, es war der manische letzte Wurf einer Gesellschaft, die weiß, dass ihre Zeit abgelaufen ist.“
     
    Riothamus, Ugh Valencia und Kochant gefällt das.
  17. Riothamus

    Riothamus Aktives Mitglied

    Da an Stonehenge über sehr lange Zeit hinweg immer wieder gewerkelt wurde, kann das nicht sein, so sehr es auch moderner, kulturpessimistischer und religionskritischer Sichtweise entspricht.
     
    Heine gefällt das.
  18. Carolus

    Carolus Aktives Mitglied

  19. Eumolp

    Eumolp Aktives Mitglied

    Aus dem zitierten Artikel:
    Das überrascht mich, ehrlich gesagt. Ist das denn so? Dass die Städte niedriger lagen, ist mir bekannt. Aber das hat Gründe, die mit menschlicher Bautätigkeit zu tun haben. Gilt das nun aber auch für den gesamten Erdboden - inklusive den Flüssen? (Ich denke doch, dass nicht der Wasserstand, sondern eben der Pegel gemeint ist.)
    Nun gut, wenn ich genauer darüber nachdenke: Wind und Strömung bringen Sand, Sedimente etc. heran. Das kann ich nachvollziehen. Aber das muss ja auch irgendwoher kommen. Die Erde wird doch nicht über die Jahrtausende hinweg immer dicker! (Was für mich allerdings durchaus gilt, und zwar in Jahren gemessen.)
    Zutiefst verwirrt bin ich...
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. August 2022
    Turgot gefällt das.
  20. Stilicho

    Stilicho Aktives Mitglied

    Das gilt doch genauso für den Fluss.Vor den Begradigungen an Ober- und Niederrhein mäandrierte der Fluss weiträumig durch die Landschaft, floss viel langsamer und der Pegel war weitaus niedriger.
     
    Carolus und Eumolp gefällt das.

Diese Seite empfehlen