Neue Erkenntnisse zum Baskisch

Dieses Thema im Forum "Sonstiges im Altertum" wurde erstellt von Kochant, 24. November 2022.

  1. Kochant

    Kochant Aktives Mitglied

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  2. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Die Zeichen gleichen bis auf wenige Ausnahmen dem bei Wiki dargestellten keltiberischen Zeichenschatz (östliche Variante), das R findet sich in der späteren Variante der Nordostiberischen Schrift; das T gleicht dem gräko-iberischen (und lateinischen) T.
    Der Unterschied zur phönizischen Schrift ist dagegen beträchtlich:

    Althispanische Schriften – Wikipedia
     
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  3. El Quijote

    El Quijote Moderator Mitarbeiter

    Ja, das ist ein changieren zwischen Maximalpositionen.
    Alte Maximalposition: die Basken hatten keine Schrift (obwohl sie Münzen schlugen mit Städtekürzeln drauf)
    Neue Maximalposition: die Basken konnten ja doch lesen und schreiben. Beweis: die Hand von Irulegi. Ohne den Fund dieses Täfelchens bagatellisieren zu wollen: de facto hat sich nur sehr wenig an der Faktenlage geändert. Wir wissen nicht, wer das Täfelchen erstellt hat und wie viele Leute des Dorfes Alt-Irulegi lesen konnten, was da drauf stand. Auch heute reichen für den Hauch von Magie ein paar kryptische Symbole.
    Sprachwissenschaftlich kann man sich natürlich über das Verhältnis von sorioneku (Hand von Irugeli) und zorioneko (modernes Baskisch) Gedanken machen. Von diesem einen Wort ausgehend und ohne einen Überblick über die 2200 Jahre baskischer Sprachgeschichte dazwischen zu haben, könnte man meinen, dass Baskisch ganz schön stabil sein müsse. Was natürlich in der Tendenz tatsächlich so ist, Sprachen deren Sprechergruppe klein ist, neigen dazu konservativer und weniger innovativ zu sein, als Sprachen, deren Sprechergruppe groß ist.
     
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