original Miniatur Malerei Mätresse von Hessenstein

Dieses Thema im Forum "Sonstiges in der Neuzeit" wurde erstellt von napoleon1, 11. April 2011.

  1. napoleon1

    napoleon1 Neues Mitglied

  2. Lukrezia Borgia

    Lukrezia Borgia Moderatorin

    Deshalb auch der Vorschlag - was Du machst, ist Dir selbst überlassen - einen Sachverständigen zu Rate zu ziehen. Aus der Ferne verwette ich nämlich nach wie vor Stein und Bein dass es sich um ein Stück aus dem Historismus handelt. Und da wären wir wieder bei der Datierung 2. Hälfte 19. Jahrhundert.

    Außerdem scheinen mir das zu wenig Generationen, um bis ca. 1750 zurückzukommen. Vielmehr scheint mir das ein Mythos zu sein der bei euch in der Familie mitvererbt wurde.

    Wie auch immer, solltest Du ein Gutachten haben würde es uns freuen wenn Du uns hier im Forum teilhaben lässt. :winke:
     
  3. napoleon1

    napoleon1 Neues Mitglied

    moment, in der Familie gab es Stücke die noch viel älter ( z.B. 1500) sind. Mein Vorfahre war Sammler von Kunstgegenständen, etc. Es heisst ja nicht, dass das Bild um 1800 gemalt wurde, sondern nur dass der Vorfahre um 1800 lebte.
     
  4. Lukrezia Borgia

    Lukrezia Borgia Moderatorin


    Natürlich gibt es die. Und wenn Du meine Beiträge gelesen hättest wüsstest Du auch um wen genau es sich bei der genannten Dame handelt:

    http://www.geschichtsforum.de/573234-post8.html

    Und hier noch mal was zu der Genannten:

    http://www.geschichtsforum.de/573238-post10.html

    Warum mach ich mir eigentlich die Mühe?

    Aber diese Frau ist mit der Frau auf dem Bild nicht identisch.
     
  5. napoleon1

    napoleon1 Neues Mitglied

    Karoline Grafin von Hessenstein geb. 1804 die Tochter von Wilhelm I (IX) Kurfürst von Hessen-Kassel und Karoline von Schlotheim. Sie heiratet Baron Karl von Stenglin in 1822. Sie starb in 1891.
     
  6. Lukrezia Borgia

    Lukrezia Borgia Moderatorin

    Ich will auch nicht euren Familienschatz bezweifeln oder dergleichen. Wenn Deine Familie jedoch solch eine Tendenz zum Sammeln kostbarer Gegenstände hatte und noch immer hat verstehe ich noch weniger warum damit nicht zu Experten gegangen wird und man das ganze versichert. Solche Dinge müssen ja - wenn sie über Generationen in der Familie sind wie Du sagst - auch bei der Erbmasse wieder und wieder berücksichtigt und geschätzt werden.

    Mit Verlaub, aber Du hast um unsere Meinung gefragt und die ist in diesem Falle sehr eindeutig soweit es auf die Distanz möglich ist.

    Wenn Du glücklich damit bist dass es in Deiner Wahrnehmung ein Stück aus dem 18. Jahrhundert ist kann ich Dich auch nicht davon abbringen.
     
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  7. Lukrezia Borgia

    Lukrezia Borgia Moderatorin


    Was willst Du jetzt mit der?

    Noch einmal: Wir haben: Frau von Wesen***, geb. Gräfin von Hessenstein. Wenn es sich um Karoline gehandelt HÄTTE, würde da stehen:

    Baronin von Steng***, geb. Gräfin von Hessenstein.

    Tut es aber nicht.


    --> Es handelt sich um Evelin von Wesendonk, geb. Gräfin von Hessenstein. Und die ist nun mal 2. Hälfte 19. Jahrhundert.
     
  8. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Da gebe ich Dir völlig Recht.

    Wenn man napoleon1 den Hinweis auf Nicolas de Largilliére gegeben hat, so würde dieser auch garnicht zu der Gräfin von Hessenstein passen. Er würde aber zumindest von den Lebensdaten her zu der Dargestellten passen, d.h. was die Aspekte wie Kleidung und Frisur anbelangt.

    Wilhelm Böttner, ist mir noch nicht so gut bekannt, scheint ja ein Maler des späten 18.Jh. zu sein. Von daher käme er maximal als Kopist nach einer früheren Vorlage in Frage. (Zu Lukis Ansicht: Es wurden ja auch schonmal Kopien nochmals kopiert.)

    Ich kenne Werke von Nicolas de Largilliére aus dem Louvre, dem Palais Rohan in Straßburg (zuletzt beim Forumstreffen 2010 besucht) und dem kleinen Musée Cognacq-Jay (Paris). Dass Nicolas de Largilliére sich auch als Miniaturmaler betätigt hätte, ist mir nicht bekannt. Und das ist der springende Punkt: man wird nicht einfach Miniaturmaler. Dazu gehört schon sehr viel Geschick auf kleinem Format solche Kunstwerke zu schaffen, wie u.a. in meinem einen Link zu sehen. Die Miniaturmaler waren oftmals Spezialisten, was auch damit zusammenhängen mag, dass schon allein der Auftrag auf Untergrund wie Email oder dgl. etwas anderes ist als das übliche Malen Öl auf Leinwand.

    Habe ich schonmal die Story von einem angeblichen Kunstsachverständigen erzählt, der mir einen Stich, der eindeutig in die 1770er/80er gehörte in die erste Hälfte des 18.Jh. datierte?:rofl: Nach dem Hinweis bin ich dann nur kopfschüttelnd gegangen, habe von dem Sachverständigen keine weiteren Aufklärungen mehr haben wollen... :pfeif:
     
  9. napoleon1

    napoleon1 Neues Mitglied

    Dieses Bildchen tauchte vor kurzem in einer Kiste mit Bildern und Dokumenten auf. Es war vorher keine Existenz bekannt. Lieben Dank
     
  10. Lukrezia Borgia

    Lukrezia Borgia Moderatorin

    Gerne geschehen. Aber ich dachte

    ?
     
  11. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Mit solchen Zetteln auf dem Rücken von Gemälden nachträglich (?) angebracht, ist es immer schwierig. Generationen von Kunsthistorikern beschäftigen sich mit der Zuordnung von Porträtmalerei zu historischen Persönlichkeiten. Da werden alte Zuweisungen in Frage gestellt und neue Zuordnungen - ich las mal einen Thread (war es hier?) zu einem "neu" entdeckten Mozartbildnis, das ich auch in Wien und Berlin schon ausgestellt sah - kommen dazu.
    Am besten ist freilich eine zuverlässige Signatur eines Malers, am besten noch mit einer zeitgenössischen Namenskatusche zum Dargestellten, z.B. auch mit Familienwappen. Über die Signatur des Malers, so er denn damals und heute genügend bekannt war, kommt man oft auch an den Dargestellten, v.a. wenn die Biografie des Künstlers recht lückenlos überliefert ist - am besten ist es, man hat noch den Schriftverkehr zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer zu einem Kunstwerk (es gibt z.T. tolle erhaltene Korrespondenzen von Kunstagenten, welche für Potentaten in den Kunstzentren (Paris, Rom...) im großen Stil einkauften).
     
  12. napoleon1

    napoleon1 Neues Mitglied

    ja das stimmt. Es stammt aus diesem Nachlaß mit dutzenden von Ordnern mit Briefen, Bildern, etc. Dieses Bildchen wurde bis vor ca. 2 Wochen noch nicht entdeckt.
    Na ja, ich warte mal auf das Ergebnis des Museums. Solltet Ihr noch weiteres dazu wissen, würde ich mich natürlich sehr freuen und im Vorfeld bedanken.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. April 2011
  13. Brissotin

    Brissotin Aktives Mitglied

    Was soll uns diese Angabe nun sagen? Bezieht sich das auf die Dargestellte oder auf die Eigentümerin des Bildes im 19.Jh.?
     
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  14. napoleon1

    napoleon1 Neues Mitglied

    auf meinen Besitzer.
     
  15. napoleon1

    napoleon1 Neues Mitglied

    Es wurde an diesem Bildchen nicht herummanipuliert. Die Zettelchen befanden sich schon immer daran und darin. Mehr kann ich nicht sagen.
     

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