Osttruppen in der Normandie ?

Dieses Thema im Forum "Fragen & Antworten" wurde erstellt von FjodorMett, 12. September 2019.

  1. FjodorMett

    FjodorMett Gast

    Wieso waren viele Ostbattalione und Ostlegionen in der Normandie stationiert ? Ich sehe da keinen wirklichen Sinn drin und die Deutsche Führung hätte doch damit rechnen müssen das die Soldaten keine Kampfmoral dort besitzen und sich viele direkt ergeben werden oder ähnliches tun. Wieso also wurden viele Osttruppen dort stationiert ??
     
  2. Shinigami

    Shinigami Aktives Mitglied

    Da müsste man sich sicherlich anschauen welche ständig da standen und welche durchrotiert wurden.

    Es konnte schon Sinn machen abgekämpfte Einheiten von der Ostfront abzuziehen und zur Auffrischung in den Westen zu bringen. Dann fielen an der Ostfront natürlich auch massiv Verletzungen an und Erfrierungen an, die die Soldaten für den Dienst in einem tatsächlichen Feldheer nur noch bedingt befähigte, wärend sie für den Einsatz als Garnisonstruppen durchaus noch geeignet waren.

    Hier dürften einige Ursachen zu suchen sein. Ansonsten gilt, auch, dass es durchaus sinnvoll ist, Besatzungstruppen in einem Gebiet zu stationieren, die keinen wie auch immer gearteten kulturellen Bezug zu diesem Besatzungsgebiet aufweisen und ideralerweise (mindestens so lange es die Mannshaften betrifft) der Sprache auch in der Masse nicht mächtig sind, dass macht Fraternisieren mit der ansässigen Bevölkerung unwahrscheinlicher. Insofern könnte auch da ein Grund liegen, etwa Rheinländer und Elsässer, oder freiwillige aus Westeuropa nicht als Garnisonstruppen nach Frankreich zu schicken, wenn es sich vermeiden ließ.

    Das sind aber alles nur einige fixe Mutmaßungen.

    Zunächstmal wäre festzustellen, in welchem Verhältnis die "Ost-Truppen" da wirklich standen und wie hoch unter diesen wiederrum der Anteil vormals verwundeter und nur noch eingeschränkt frontdienstfähiger Soldaten war. Das dürfte mutmaßlich eine Annäherung zu einer befriedigenden Antwort bringen.
     
  3. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    S. g. Ostlegionen bzw. Ostbataillone wurden von der Wehrmacht ausschließlich aus den besetzten Gebieten der SU rekrutiert (bzw. aus Kriegsgefangenen der Roten Armee). Umfang ca. 170. - 250.000 Mann 1941/43.
    Hoffmann, Ostlegionen.

    Diese Bataillone wurden 1943/44 Regimentern der Wehrmacht, insbesondere an der Westfront, "beigemischt".
     
    Carolus gefällt das.
  4. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

  5. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Die Waffen-SS-Verbände sind speziell (und sind von den Ostbataillonen der Wehrmacht, eingegliedert in gewöhnliche Infanteriedivisionen des Heeres zu unterscheiden).

    Die hier von Ose im August/September 1944 der Westfront (befehlsmäßig) zugeordnete 30. SS-Grenadierdivision wurde aus einer Freiwilligen-Brigade umgegliedet, und überhaupt erst im Aug/Sep aufgestellt.

    Sie kam nicht in der Normandie, sondern erst ab Nov1944 in der Burgundischen Pforte beim AOK 19 zum Einsatz (die Angabe bei Ose ist insoweit irreführend, die Div, zuvor nur Brigade, hatte nichts mit den eigentlichen Invasions-Abwehrkämpfen bis August zu tun).
     
  6. RudiRussi

    RudiRussi Gast

    An welchen Schlachten nahm die Russische Befreiungsarmee teil und wie lange jeweils ?
     
  7. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

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