Podiumsdiskussionen+demokratische Willensbildung in der Weimarer Zeit? Politikunterricht?

Dieses Thema im Forum "Die Weimarer Republik" wurde erstellt von rrttdd, 12. Oktober 2018.

  1. rrttdd

    rrttdd Mitglied

    Hallo,

    ich habe mich letztens gefragt, ob die Spitzenvertreter der aussichtsreichen Parteien in der Weimarer Zeit in gesitteten Diskussionsrunden jenseits des Reichstages direkt aufeinander getroffen sind...?

    *Dudelidum* "hier ist der Reichssender Breslau. Wir begrüßen Sie, liebe Hörer zu einer Diskussionsrunde zum Thema xy.. Hierzu haben wir zwei Diskutanten in unser Studio eingeladen. Wir begrüßen hiermit einerseits Herrn Adolf Hitler von der NSDAP, und auf der Gegenseite, Herrn Ernst Thälmann von der KPD. Kommen wir nun zur ersten Frage..."

    Mein Eindruck von den Weimarer Verhältnissen ist irgendwie jedenfalls, dass es nicht so war. Ich frage mich sogar, ob die Spitzenpolitiker von damals überhaupt sich jemals die Mühe gemacht haben, auf Vorschläge und Inhalte der Gegenseite im Diskurs explizit einzugehen - und zwar öffentlichkeitswirksam und nicht nur in Reichstagssitzungsprotokollen...?

    Mir kommt es so vor: Demokratische Willensbildung in Weimar= jeder hat einfach sein Parteiprogramm rausgebrüllt. Und wer die größte Reichweite hatte (Hitler mit der Hugenbergpresse) hat am Ende gewonnen. Gibt es irgendwo Beiträge, sei es aus dem Rundfunk oder als Gastbeitrag aus Nicht-Partei-Zeitungen, wo sich irgendein prominenter SPD- oder Zentrumspolitiker z.B. mit den Positionen der KPD oder NSDAP auseinandersetzt?

    Könnte das auch ein Grund für die fehlende Akzeptanz der Demokratie im normalen Volk gewesen sein? Man wird von allen Seiten mit Programmatiken zugeschrien und kann es eigentlich nicht richtig einordnen?

    Daran anschließend die Frage, ob es in der Weimarer Zeit für den Normalbürger sowas wie Staatsbürgerkundlichen Unterricht gab, z.B. als Gemeinschafts- /Sozialkunde in der Schule oder später als Rekrut in der Reichswehr?
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Oktober 2018
  2. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Von Hitler sind über die Editionen 1924/33 und über den Domarus die Tagesabläufe weitgehend dargestellt, dazu gibt es die umfangreichen Biografien.

    Das Hitler mit Vertretern der im NS-Jargon so bezeichneten "Systemparteien", "Systemverbrecher" oder "Novemberverbrecher" geführt hätte, ist mir nicht bekannt. Dagegen gab es mit anderen Politikern insoweit interne Gespräche, als die Nsdap zunehmend machtpolitisch involviert wurde. Wieweit es außer den Reden Hitlers, etwa beim Industrieclub Düsseldorf etc., anschließend Diskussionen oder Fragen gab, oder in einzelnen Fällen, müsste ich nachschlagen.

    Über die Reden im Reichstag wurde mW breit berichtet. Viele Reden wurden auch umfassend im Wortlaut von den Parteizeitungen publiziert.
     
  3. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Warum so unsachliche Einlassungen?

    "Mein Eindruck"....komische Formulierung. Warst Du dabei? oder woher kommt dieser Eindruck? In der Literatur wirst Du ideologische und machtpolitische Konflikte finden, die am Anfang (bis 23) und am Ende (ab 29) der Republik besonders akzentuiert waren und den Diskurs negativ beeinflußt haben.

    Der Diskurs zwischen den Parteien verlief fragmentiert und ermöglichte durchaus konstruktive Koalitionsbildungen. Insofern liegst Du falsch.

    Sorry, "rausgebrüllt" haben die demokratischen Parteien ihre Vorstellungen nicht. Vielmehr haben die Parteien von Weimar (SPD, Zentrum, DVP und DDP) konstruktiv den modernsten demokratischen Sozialstaat errichtet. Einfach durch "Herausbrüllen"?

    Echt, woher weist Du das? Die Mehrheit der Bevölkerung stand lange hinter den demokratischen Parteien von Weimar.

    Das Problem waren nicht die Parteien, sondern die Lügen der deutschnationalen, monarchistischen Kreise zur Ursache des Kriegsausbruch 1914, der "Dolchstosslegende" und zu den "Novemberverbrechern 1918".

    Durch dieses systematische Vergiften der politischen Kultur von Weimar wurde die Integration der extrem nationalistischen und/oder monarchistischen Kreise erschwert.

    An diesem Punkt verlief die Konfliktlinie und an dieser Konfliktlinie entzündete sich der Konflikt in der Weimarer Republik und polarisierte die Wählerschaften.

    Die Bereitschaft, die NSDAP zu wählen, war situativ durch die Weltwirtschaftskrise dramatisch verstärkt. Zu diesem Zeitpunkt war der Mechanismus der "Demokratie" von Weimar durch Hindenburg und durch das Regieren der Präsidialkabinette im Rahmen des Art. 48 (Notstand) bereits abgeschafft.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Oktober 2018
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  4. Sepiola

    Sepiola Aktives Mitglied

    Vielleicht nicht die Spitzenvertreter, aber hier habe ich Auszüge aus einer Rundfunkdiskussion zwischen dem damaligen Reichstagspräsidenten Paul Löbe (SPD) und dem rechtsextremen Abgeordneten Axel Freiherr von Freytagh-Loringhoven (DNVP) gefunden:

    Berliner Initiativkreis öffentlich-rechtlicher Rundfunk ("Stellungnahmen" anklicken")

    Löbe setzte sich als erster Politiker für eine Übertragung parlamentarischer Debatten im Rundfunk ein. "In der Folgezeit sind nur wenige Reichstagssitzungen so akustisch für die Nachwelt gespeichert worden - das geschah zu einer Zeit, als die extremistischen Parteien ganz rechts und ganz links begonnen hatten, die parlamentarische Arbeit massiv zu stören. Auf dem Platz des Reichtagspräsidenten wurde Paul Löbe durch Hermann Göring abgelöst."
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Oktober 2018
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  5. Biturigos

    Biturigos Aktives Mitglied

    Keine gepflegte Podiumsdiskussion fand zwischen NSDAP und KPD am 22.Januar 1931 im Saalbau Friedrichshain in Berlin statt.
    Die NSDAP hatten Walter Ulbricht eine begrenzte Redezeit zugestanden, damas Leiter der Berliner KPD, der vom Podium versuchte gegen die NSDAP zu agitieren.
    Nach ihm sprach Joseph Goebbels, der sich aber nicht im Höllenlärm durchsetzen konnte, die Veranstaltung endete in einer der schwersten Saalschlachten in Berlin der Weimarer Zeit.
    Hier ein Artikel der Zeit aus dem Jahr 1969: Was geschah in Friedrichshain?
    Unten ein Bild von der Veranstaltung, stehend Walter Ulbricht, vorne links Joseph Goebbels
    [​IMG]
     
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  6. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    In den zwanziger Jahren gab es eine technologische Revolution, in dessen Zentrum der Film und das Radio stand. Und somit die "populäre Kultur" zum einen an Bedeutung gewann und zum anderen das Potential beider erkannt wurde, als Medium für politische Indoktrination bzw. als Medium für die "Massen" zu fungieren, ihnen die "Hochkultur" näher zu bringen.

    Im Prinzip wurden beide Medien als Durchbruch der Moderne beschrieben (vgl. Hoeres). Die hohe Akzeptanz von Informations- und noch stärker von Unterhaltungsangeboten vor allem in den Städten ging einher mit der zunehmenden Individualisierung der Lebensstile vor allem in den Städten (vgl. z.B. Kracauer). Und sie ging einher mit einem starken ideologisch aufgeladenem Moralismus zum "Untergang des Abendlandes". Und dem Wunsch der bürgerlichen Elite, einer weiteren Vermassung und damit "Amerikanisierung" der populären Kultur Einhalt zu gebieten.

    Allerdings hatte das Radio bereits 1931 eine relativ hohe Verbreitungsdichte (vgl. z.B. Weitz, Pos. 4232) mit 3,7 Mio registrierten Radioempfängern. Allerdings vermutet Weitz, dass diese Zahl mit ca. 10 multipliziert werden müßte, um die reale Anzahl der Hörer zu ermitteln. Im Jahr 1932 war zudem eine entsprechend hohe Dichte an Sendemasten in Deutschland errichtet worden, die eine relativ flächendeckende Versorgung mit Radioempfang sicher stellte.

    Das Radio gelangte im Jahr 1925 weitgehend unter die Kontrolle des Staates. Reich und Länder überwachten die neuen Sendeanstalten und ab 1926 die besonders "wortlastige" Deutsche Welle (Hoeres, S. 96). Das Interesse von politischen Parteien, eigene Radiosender zu etablieren, konnte so erfolgreich abgeblockt werden. Und erschwerte damit auch die Darstellung ihrer Positionen, da die traditionelle Parteipresse mit kontinuierlich sinkenden Auflagen zu kämpfen hatte.

    Und die Hoffnungen der links-liberalen Intellektuellen, die im Radio vor allem die Möglichkeit zur "freien Information" gegenüber den traditionellen Medienunternehmen sahen und es zur Stärkung der demokratischen Meinungsbildung heranziehen wollten, wurden so enttäuscht.

    Der hohe Druck durch die politischen Parteien führte allerdings dazu, dass 1924 die Zuhörer die ersten politischen Radiosendungen hören konnten. Reden des Kanzlers und einiger Kabinettmitglieder gehörten zu den ersten - mit schlechter Qualität - Übertragungen. Ebenso von einzelnen Vertretern der Parteien im Vorfeld der Reichstagswahlen. Die Politiker waren ihrerseits nicht mit dem neuen Medium vertraut und passten weder stimmlich noch inhaltlich ihre Reden an das neue Massenmedium an. So wendeten sich 1925 beispielsweise die beiden Kandidaten für die Reichspräsidentenwahl direkt an die Wähler und setzten das Radio für die politische Meinungsbildung ein.

    Die Vorstellung der gängigen Polit-Talk-Runden - wie wir sie kennen - per in der Weimarer Republik per Radio, ist jedoch abwegig.

    "By the end of the decade, the programming authorities were airing political debates and speeches by the chancellor and other leading figures, and the first news reports. But no communist voices, nor , just yet, Nazi voices were heard on German radio." (Weitz, Pos. 4228)

    Das Radio stand dabei teilweise in einer gewissen Rivalität zur Presse. Und in #1 wurde die Vermutung geäußert, dass die Hugenberg`sche Presse das Aufkommen von Hitler begünstigt hätte. Vermutlich ist an dem Argument etwas dran, so die Argumentation zahlreicher Historiker, allerdings verweist B. Fulda auf noch offene Fragen (Pos. 75)

    Vor diesem Hintergrund war es problemlos möglich, sich ein realistisches und kritisches Bild von den Vorgängen in der Weimarer Republik und später auch im 3. Reich zu machen. Auch auf der Basis der zunehmenden Einschränkungen. Wie dieses in den Tagebüchern von F. Kellner "Vernebelt, verdunkelt sind alle Hirne". mehr als deutlich wird. Und er war ein durchaus "normaler Mann", der allerdings bereit war, mediale Inhalte kritisch zu konfrontieren und daraus mit ein wenig Reflexion bemerkenswert nah an der Realität zu bleiben.

    Fulda, Bernhard (2009): Press and politics in the Weimar Republic. Oxford: Oxford University Press.
    Hoeres, Peter (2008): Die Kultur von Weimar. Durchbruch der Moderne. Be.bra Verlag.
    Kracauer, Siegfried (2014): Das Ornament der Masse. Essays. Frankfurt am Main: Suhrkamp
    Weitz, Eric D. (2013): Weimar Germany. Promise and tragedy. Princeton, New Jersey: Princeton University Press.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Oktober 2018
    jchatt gefällt das.
  7. Lafayette II.

    Lafayette II. Aktives Mitglied

    Hochinteressant. Aber angesichts dessen, dass du schreibst, dass das Medium Radio und Film zum einen als Indoktrinationsmittel genutzt wurde, zum anderen nur auf Druck der Parteien politische Sendungen möglich wurden und dein angeführtes Zitat darlegt, dass nicht alle Bereiche der politischen Landschaft abgedeckt wurden, wie kommst du zum Schluss, dass es "problemlos" möglich war?
     
  8. thanepower

    thanepower Aktives Mitglied

    Sorry, habe ich so nicht geschrieben.

    Vielmehr habe ich geschrieben:
    Es wurde vermutet oder "erkannt", dass das Radio das Potential haben könnte, ein Medium für Indoktrination zu sein. Das war jedoch eher eine Projektion bzw. Erwartung an das Medium, ähnlich wie man dem "Internet" das Potential der "demokratischen Ermächtigung" zugesprochen hat und was es so nicht einheitlich war. Wenn man die negativen Effekte von "fakenews" oder "hatespeech" etc. betrachtet

    Vielmehr unterliegt die Möglichkeit zur politischen Beeinflussung durch Massenmedien komplexen Prozessen, die kaum durch ein einfaches "SR-Modell" (Sender-Rezipient-Modell" zu beschreiben sind, das für das Verständnis von Massenkommunikation in den 20er Jahren relevant war.

    Auch in der damaligen Zeit spielten "Meinungsführer" eine Rolle, der "Nutzen" (Uses and Gratification) von Medien, oder auch Interaktionseffekte zwischen Medien und Rezipienten wie im Rahmen der "Schweigespirale" (Noelle-Neumann) beschrieben, oder durch "Politisches Framing" ein besonderes Agenda-Setting vorgenommen wird (Wehling). Alles Faktoren, mit denen wir aus der heutigen Sicht die Wirkungen der Massenmedien in den 20er Jahren anders beschreiben würden, wie es die damaligen Zeitgenossen getan haben.
     
  9. Lafayette II.

    Lafayette II. Aktives Mitglied

    Ich verstehe. Einige haben es so gesehen wie von mir zitiert, aber letztendlich spielen mehr Faktoren eine Rolle wie im letzten Posting beschrieben.
     
  10. silesia

    silesia Moderator Mitarbeiter

    Aus gegebener Veranlassung ein paar Zitate.

    Hitler, 9.11.1928:
    "Es gibt kein Recht, solange dieses Unrecht nicht gesühnt ist, und ich habe nur den einen einzigen Wunsch für die nationalsozialistische Bewegung: Ich glaube an die Wiederauferstehung meines Volkes, ich glaube an den Tag, der die Verbrecher des Novembers 1918 so oder so zur Rechenschaft zieht, und nur eine Bitte an den Himmel habe ich, er möge dann diese Bewegung Rächerin sein lassen des deutschen Volkes, er möge diese Bewegung zu seinem Arm machen, und wir wollen ihm versprechen, daß dieser Arm hart und schwer niederfallen wird auf die Verräter des Vaterlandes in der Stunde seiner größten Not."

    Hitler, 17.4.1929:
    "...Ich verzichte auch auf billige Versprechungen, aber ich versichere es, daß der Kampf gegen die Verantwortungslosen von heute, gegen Betrüger und Volksaussauger, die wir bestimmt noch einmal zur Rechenschaft heranziehen werden, meine und meiner Mitkämpfer Lebensaufgabe ist, gleichviel ob die Sonne scheint oder es wettert [sie!]. Ich glaube an die Lebenskraft des deutschen Volkes. Darum werden wir uns unentwegt für dasselbe einsetzen, ob auch Millionen mit der Faust uns drohen. Nicht der ist national, der am Biertisch patriotische Lieder singt, die wir selbstverständlich auch hochzuhalten wissen, genau nicht wie der sozial ist, der internationale Lieder brüllt. National ist, wer mit uns ein Deutschland der Ordnung, der Ehrfurcht und der Macht aufrichten will und der es nicht zersetzt und zerfleischt in Klassen und Berufe, in 30 und mehr Parteien. Mit jenem Dichter halten wir es, der das Deutschland preist, in dem der ärmste Bürger der glühendste Patriot ist."

    Hitler, 12.10.1929
    "...genügen den heutigen Machthabern die bisherigen Strafgesetze nicht, um sie vor dem Abscheu und der Verachtung des Volkes zu schützen. Das heißt, was sie trifft, ist ja nicht die Verachtung, sondern die aus ihr drohende Verantwortlichkeit, ja die Aussicht, einst zur Rechenschaft gezogen werden zu können. So soll Zuchthaus und Verbannung, Vermögenseinziehung und Polizeiaufsicht mithelfen, den Staatsbürger der freiesten Republik in die Knie zu zwingen vor Parteimenschen, die der ärgste Abschaum unseres Volkes sind. Und sie werden sich alle verrechnen! Wenn es zu Generalauseinandersetzungen kommt, ist es immer ein Glück für die Beteiligten, zu wissen, woran sie sind. Mancher unserer bürgerlichen Patrioten hat davon gar keine Ahnung."

    Bemerkenswert an diesen Drohungen ist in der Sprachanalyse Folgendes:

    1. die Radikalisierung des politischen Umgangs und die Andeutung der Gewaltentgrenzung durch "zur Rechenschaft ziehen". Selbstverständlich geht es in diesen Visionen nicht um breit verfügbaren Mittel des Rechtstaates, also um Legalitätsprinzipien, um die behaupteten Rechtsbrüche zu verfolgen. Die sind offensichtlich überhaupt nicht gemeint. Es werden auch überhaupt keine - nicht ansatzweise - rechtstaatlichen Mittel eingesetzt (zB Klagen), um anderweitige politische Zielstellungen rechtlich zu prüfen oder gegen angebliche Rechtsbrüche vorzugehen. Die Rechenschaft wird vielmehr der "höheren Mächten" (z.B. dem Volk, siehe unten) überstellt.

    2. die Zuführung der gezogenen Rechenschaft auf "den Tag" oder "wir": hier wird nichts anderes als Selbstjustiz angekündigt und provoziert.

    3. das Übergleiten der "Verbrechen" in die völkischen Opfer. Um die Durchschlagskraft der Polemik zu erhöhen, wird das "völkische Opfer" stilisiert. Angebliche Verbrechen der "Systemparteien" werden in der Kausalkette vom Individuellen wegtransportiert und ins Nationalistische verlagert.

    4. der Andersdenkende wird zum "Abschaum", natürlich vogelfrei für den jüngsten Tag der "drohenden Rechenschaft"

    5. Soweit der Rechtstaat überhaupt relevant ist, wird er zum Teil des "Verbrechens gegen das Volk" deklariert, nämlich als Instrument, mit dem sich der so zitierte "Abschaum" gegen "das Volk" (unter Ausgrenzung aller "Feinde" sind damit natürlich nur die Rechtgläubigen gemeint) stellt. Der Rechtstaat wird zum unfairen Hilfsknecht der "Verbrecher" erklärt, - instrumentalisiert - um seine Legalität zu erschüttern.
     
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